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Der Bachelor in greifbarer Nähe und direkt weiter mit dem Master?

Masterstudium nach Bachelorabschluss

Das Bachelorstudium neigt sich langsam dem Ende zu – nun muss der nächste Schritt geplant werden. Welche Möglichkeiten bestehen, wird im Folgenden näher erläutert.

Das erste Studienziel erreicht – welche Möglichkeiten gibt es nun?

Der wissenschaftliche Abschluss Bachelor öffnet die Türen für einen Einstieg ins Arbeitsleben. Viele Studenten sind nach dem relativ kurzen, circa 6 Semester dauernden Studium jedoch noch nicht bereit, sich umgehend ins Arbeitsleben zu stürzen und möchten ihr erlerntes Wissen vertiefen oder in andere Richtungen erweitern. In diesem Fall bietet sich ein Masterstudiengang an. Dieser dauert in der Regel circa 2 bis 4 Semester.

Licht ins Dunkel bringen – welche Masterprogramme gibt es eigentlich?

Es gibt in Deutschland drei verschiedene Arten von Masterprogrammen: konsekutive Masterprogramme, nicht-konsekutive Masterprogramme und weiterbildende Masterprogramme. Alle drei führen zum gleichen Ziel – dem Mastergrad. Unterschiedlich sind in erster Linie die Zugangsvoraussetzungen und Inhalte.

Ein konsekutives Masterprogramm baut auf dem vorher abgeschlossenen Studium inhaltlich auf. So kann das bereits Erlernte hier vertieft werden. Ein nicht-konsekutives Masterprogramm kann, genau wie das konsekutive, direkt nach dem Bachelor-Abschluss begonnen werden. Hier besteht die Option, ein neues Wissensgebiet zu erkunden. Inhaltlich muss das Masterprogramm nicht mit dem zuvor beendeten Studiengang verwandt sein. Die Zulassungen zum Masterprogramm legen die Hochschulen individuell per hochschulinternem Bewerbungsverfahren fest.

Die dritte Möglichkeit ist das weiterbildende Masterprogramm. Dieses verlangt neben den bereits genannten Voraussetzungen, dem Bachelor Abschluss und der Eignung noch eine weitere Voraussetzung: einschlägige Berufserfahrung von mindestens einem Jahr. Kann diese vorgewiesen werden, so steht einer Bewerbung auf ein Masterprogramm nichts mehr im Wege. Eine Zulassung zu einem der drei Masterprogramme bringt jedoch noch die ein oder andere Hürde mit sich. So spielen Faktoren, wie zum Beispiel die Abschlussnote, eine spezielle Eignung, Sprachkenntnissen, ein Vorstellungsgespräch oder auch ein Motivationsschreiben eine wichtige Rolle beim Auswahlverfahren.

Welches Programm ist das richtige für mich?

Die erste Entscheidung, welche Art von Masterprogramm gewählt wird, ist zunächst recht leicht. Möchte ein Student sich auf seinem bisherigen Gebiet spezialisieren bzw. sich ein tieferes Wissen aneignen, so bietet sich der konsekutive Masterstudiengang an. Die möglichen Abschlüsse sind hier:

  • Master of Arts (M.A.)
  • Master of Science (M.Sc.)
  • Master of Engineering (M.Eng.)
  • Master of Laws (LL.M.)
  • Master of Fine Arts (M.F.A.)
  • Master of Music (M.Mus.)
  • Master of Education (M.Ed.)

Soll im Programm ein bisher fachfremdes Wissensgebiet erschlossen werden, zum Beispiel das der Wirtschaftswissenschaften bei einem vorherigen geisteswissenschaftlichen Studium, so fällt die Wahl auf einen nicht-konsekutiven Studiengang. Hier gibt es eine ganze Reihe verschiedener Abschlüsse. Der am häufigsten angestrebte ist der Master of Business Administration, kurz MBA. Die Option des weiterbildenden Masterprogramms ist wie erwähnt nur gegeben, wenn bereits Berufserfahrung gesammelt wurde. Auf dieser Basis kann dann aufgebaut werden. Auch hier gibt es viele weitere Abschlussbezeichnungen in Deutschland.

Das Angebot der speziellen Studiengänge ist nach der Wahl des Programms dann recht groß. Beschäftigt man sich ein wenig mit der Materie, so gewinnt man jedoch schnell einen ersten Überblick. Portale, wie zum Beispiel MBA-Master.deStudienwahl.de oder Der Hochschulkompass, helfen bei der Orientierung.

Was kann ich eigentlich mit einem Masterabschluss machen?

Der Mastergrad eröffnet viele Möglichkeiten. Meist steigen die Absolventen von Anfang an mit einem höheren Gehalt ein als jemand, der „nur“ über einen Bachelorabschluss verfügt.

Außerdem steht der Masterabschluss wissenschaftlich gesehen auf einer Stufe mit den älteren deutschen Studienabschlüssen – dem Diplom, dem Magister und dem Staatsexamen. So ermöglicht dieser Abschluss auch (je nach Schwerpunkt) den Einstieg in ein Lehramts-Referendariat oder direkt in die höchste Laufbahn des öffentlichen Diensts – den höheren Dienst. Auch eine Promotion ist nach einem Masterabschluss möglich. Hier gibt es zur Zulassung zum Teil jedoch spezielle Regelungen und Voraussetzungen der einzelnen Hochschulen. Diese lassen sich in der jeweiligen Promotionsordnung der Hochschule nachlesen.


Mehr zu diesem Thema bei http://www.bachelor-studium.net

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