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Ausbildungen mit Zukunft

Die Entscheidung ist häufig sehr schwierig – was möchte ich nach der Schule machen? Nils Köstring von AUBI-plus spricht im Interview über Ausbildungen mit Zukunft, gibt Bewerbungstipps und erläutert die wichtigsten Voraussetzungen, die ein Schulabgänger mitbringen sollte.

bildungsXperten:

Herr Köstring, neben der Vermittlung von Ausbildungsplätzen bietet aubi-plus.de viele wichtige Infos für Azubis rund um das Thema Ausbildung. Was ist das Besondere an aubi-plus.de?

Niels Köstring von AUBI-plus

Niels Köstring von AUBI-plus

Das Besondere ist der ganzheitliche Ansatz unseres Karriereportals. Wir bieten nicht nur Serviceleistungen für Ausbildungsplatzsuchende, sondern ebenso Angebote für Azubis, für Studienplatzsuchende, Studenten, Hochschulabsolventen sowie für Praktika- und Weiterbildungssuchende. Wir unterhalten reguläre Geschäftsbeziehungen zu 6.500 Unternehmensstandorten. Darunter Konzerne mit Weltgeltung, aber den Großteil bilden die mittelständischen Unternehmen mit 20-500 Mitarbeitern.

Auch die Zusammenarbeit mit Schulen nimmt in unserer Arbeit eine hohe Priorität ein. Derzeit planen wir zusammen mit unserem Kooperationspartner, der WORTMANN AG, eine Veranstaltung für Lehrkräfte mit dem Titel: „Lehren und Lernen im digitalen Klassenzimmer“, die am 15. Juni in Hüllhorst in Ostwestfalen stattfinden wird.Weiterhin stehen wir in diesem Jahr auf annähernd 50 Bildungsmessen in ganz Deutschland als Ansprechpartner bei allen Karrierefragen Rede und Antwort.

bildungsXperten:

Was soll ich bloß werden? Mit dieser Frage schlagen sich die meisten Schüler im letzten Schuljahr herum. Die richtige Ausbildung zu finden, ist eine Herausforderung und nicht leicht. Welche Kriterien sollten zukünftige Azubis bei der Wahl des Ausbildungsberufs beachten? Wie können Sie speziell mit aubi-plus.de Hilfestellung leisten?

Niels Köstring:

In der Tat stellt sich diese Frage für fast alle Schulabsolventen. Bei mir war das damals nicht anders. Sich im Berufs- und Studiengangsdschungel zurecht zu finden ist für Jugendliche alles andere als einfach.

Dies gilt insbesondere dann, wenn man sich hinsichtlich der eigenen Interessen und Neigungen nicht voll im Klaren ist. Die Herausforderung besteht darin, einen Beruf oder einen Studiengang zu finden, indem man seine Stärken und Talente ausspielen kann.

Da die meisten Jugendlichen einen groben Bereich nennen können der sie interessiert, haben wir auf www.aubi-plus.de die Berufsbilder nach Gruppen wie etwa „Berufe rund um Automobile“, „rund um  Metalltechnik“ oder „rund um Erziehung, Bildung, Pflege“ zusammengefasst. In den Berufsbeschreibungen versuchen wir z. B.  über „Anforderungsprofile“ darzustellen, welche Fähigkeiten in den verschiedenen Berufen wichtig sind. Darüber hinaus veröffentlichen wir einmal im Jahr unser Medium „Berufsstart“, auf dem die berufliche Orientierung das zentrale Thema ist.

bildungsXperten:

Ein Entscheidungskriterium neben den eigenen Vorlieben und Interessen ist auch eine Ausbildung in einer krisensicheren Branche oder wo es aktuell an Fachkräften mangelt. Welche Branchen werden auch in den nächsten Jahren die besten Zukunftsperspektiven haben (und warum)?

Niels Köstring:

Viele Unternehmen werden in den kommenden Jahren aufgrund des demografischen Wandels zusehends größere Anstrengungen unternehmen müssen, um die geeigneten Nachwuchskräfte zu rekrutieren. Somit wird es in einigen Branchen an Bewerbern auf Ausbildungsstellen und somit zwangsläufig an gut ausgebildeten Fachkräften mangeln.

Zukunftsfähige Branchen sehe ich viele. Darunter z. B. im Bereich der erneuerbaren Energien, IT-Branche, in der Alten- und Krankenpflege aber auch in der Hotellerie und Gastronomie. Die meisten Angebote in unserer Börse sind jedoch im kaufmännischen Bereich  zu finden.

bildungsXperten:

Gute Schulnoten sind in der Regel obligatorische Voraussetzungen, um den gewünschten Ausbildungsplatz zu ergattern. Wie sieht es mit weiteren Voraussetzungen z.B. Flexibilität oder Umzugsbereitschaft aus?

Niels Köstring:

Flexibilität und Umzugsbereitschaft ist gerade für Leute aus strukturschwachen Regionen oftmals unabdingbar.
Ganz oben auf dem Wunschzettel der Unternehmen steht neben den geforderten Eingangsvoraussetzungen in den relevanten Schulfächern, den Soft Skills und relevanten berufsspezifischen Erfahrungen durch z. B. Praktika, vor allem die persönliche Motivation der Bewerberinnen und Bewerber.

Ausbildungsabbrecher kosten unsere Volkswirtschaft jährlich viele Millionen.

Die Personalverantwortlichen müssen durch die Bewerbung und auch durch das Vorstellungsgespräch daher überzeugt sein, dass der Kandidat oder die Kandidatin sich intensiv mit dem Berufsbild auseinandergesetzt hat und motiviert ist, die Ausbildung abzuschließen.

bildungsXperten:

Wie sieht es mit traditionellen oder seltenen Ausbildungsberufen wie z.B. Pferdewirt/in oder Stuckateur/in aus? Sind solche Berufe ausgestorben oder total aus der Mode gekommen?

Niels Köstring:

Ausgestorben sind sie nicht. Jedoch gibt es z. B. für die Berufe Pferdewirt/-in oder Winzer/-in nicht überall ausbildende Unternehmen. Jede Region hat Nischenberufe, allerdings oft mit nur wenigen Plätzen. Ein junger Mensch wird in beiden Berufen in seiner Region nur schwer fündig werden. Mit dem Berufswunsch Pferdewirt/-in sähe es im Münsterland oder Oldenburger Land schon ganz anders aus.

Der Großteil der Bewerber verteilt sich auf gerade einmal 20 Ausbildungsberufe. Wir versuchen in unserem redaktionellen Bereich und auch in unserer facebook-Kolummne daher die weniger bekannten und neu geordneten Berufe vorzustellen.

bildungsXperten:

In der Bewerbungsphase muss man sich oft gegen eine große Zahl an Mitbewerbern durchsetzen. Haben Sie spezielle Bewerbungstipps für zukünftige Azubis, um aus der Masse herauszustechen?

Niels Köstring:

Als erstes gilt es zu überprüfen, ob man die vom Unternehmen festgelegten Anforderungskriterien für die Stelle erfüllt. Ist dies der Fall, müssen bei der Bewerbung zunächst die formalen Kriterien stimmen. Immer mehr Unternehmen setzen mittlerweile auf Online-Bewerbungen. Bei dieser Bewerbungsform herrscht auch bei den digital natives, bzw. den Bewerbern, die nach 1980 geboren wurden, ein großer Informationsmangel hinsichtlich der Gestaltung.

Generell gilt: Individualität ist Trumpf. Schafft es der Bewerber authentisch zu vermitteln, warum er der richtige Kandidat für das Unternehmen ist, steht einer Einladung zum Vorstellungsgespräch eigentlich nichts mehr im Weg.

bildungsXperten:

Was halten Sie von bestimmten Bewerbungstrends wie Bewerbungen via Social-Media? Halten Sie solche Wege für ratsam?

Niels Köstring:

Für High-Potentials und Universitätsabsolventen verspricht die Nutzung von Karrierenetzwerken wie Xing oder LinkedIn tolle Perspektiven, da dort mittlerweile sehr viele Headhunter unterwegs sind.

Im Bereich Ausbildung ist dies eher selten der Fall. Nichtsdestotrotz sind die sozialen Netzwerke wie z. B. facebook geradezu ideal, um mit dem Unternehmen in Dialog zu treten. Bei einer seriösen Ansprache kann dies eigentlich nur positive Auswirkungen mit sich bringen.  Auch wir bieten für unsere Nutzer neben einer Community einen Servicebereich an, in dem interessante Sonderinhalte wie z. B. das Ausbildungsgesuch oder die Ausbildungsagenten zur Verfügung stehen.

bildungsXperten:

Zwischen den Ausbildungsgehältern liegen oft Welten. In welchen Ausbildungen erhalten die Azubis am meisten und welche Ausbildungsberufe versprechen nach Abschluss der Ausbildung das höchste Gehalt?

Niels Köstring:

Wir stellen die Ausbildungsgehälter auf www.aubi-plus.de ganz bewusst nicht in den Vordergrund. Natürlich unterliegen auch junge Menschen gewissen ökonomischen Zwängen, jedoch raten wir ausdrücklich davon ab, einen bestimmten Ausbildungsberuf zu wählen, nur weil er besonders gut entlohnt wird. Die Frage nach dem Gehalt ist sicherlich nicht unerheblich, jedoch sollte man auf dieser Grundlage nicht die Entscheidung für oder gegen einen Beruf treffen.

Eine der geringsten Ausbildungsvergütungen erhält man als angehende/-r Friseur/-in. Der Beruf mit dem höchsten Ausbildungsgehalt ist der/die Binnenschiffer/-in. Nach der Ausbildung versprechen vor allem Berufe im Bank- und Finanzwesen relativ hohe Einstiegsgehälter. Dies hängt jedoch stark vom Unternehmen und von der jeweiligen Position ab. Auch ein Schritt in die berufliche Selbstständigkeit kann durchaus lukrativ sein.

bildungsXperten:

Welche Möglichkeiten bieten Sie Schülern, sich über offene Ausbildungsplätze zu informieren und wie sind die Resonanzen Ihrer User zu Ihrem Angebot?

Niels Köstring:

Auf unserer Homepage www.aubi-plus.de, finden die Suchenden neben einer Ausbildungsplatzbörse und einer Praktikabörse auch die „Last-Minute-Börse“. In dieser sind nur Angebote, die noch für den Ausbildungsbeginn zum Sommer 2011 offen sind.

Darüber hinaus versuchen wir über regionale Offensiven Unternehmen mit Jugendlichen unter Beteiligung der Schulen zu vernetzen. Die Schulen haben mit unseren „Online-Inhalten“ die Möglichkeit, die regionalen Ausbildungsangebote direkt auf der Schulhomepage abrufbar zu machen.

Wir erhalten jeden Tag Mails unserer Nutzer. Natürlich freuen wir uns über Lob. Ganz besonders interessiert sind wir aber an konstruktiver Kritik. Diese hilft uns dabei, unseren Service zu verbessern und weiterhin progressiv zu denken und zu handeln. Ein Highlight ist für mich persönlich, wenn ich junge Menschen kennenlerne, die über uns ihren Platz in einem Unternehmen gefunden haben. Das ist eigentlich das schönste Feedback für unsere Arbeit.

Weitere Informationen: Einstieg.com – alles zum Thema Ausbildung


Mehr zu diesem Thema bei http://www.aubi-plus.de/

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