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Was ist die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)?

bpb

Ziel der Bundeszentrale für politische Bildung ist es, das Verständnis von politischen Sachverhalten sowie die Bereitschaft der politischen Mitarbeit bei Schülern in Deutschland zu fördern.

Wer sich nicht mit Politik befasst, hat die politische Parteinahme, die er sich sparen wollte, bereits vollzogen.
Max Frisch

 

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) wurde im Jahr 1952 unter dem Namen „Bundeszentrale für Heimatdienst“ gegründet und hat seitdem die Aufgabe, die politische Partizipation und das Bewusstsein für politische Themen bei der deutschen Bevölkerung zu stärken. Sie ist eine nachgeordnete Behörde des Bundesministerium des Innern und hat ihren Sitz in Bonn. Die Ziele der bpb wurden im „Erlass über die Bundeszentrale für politische Bildung vom 24. Januar 2004“ festgehalten – hier heißt es in § 2: „Die Bundeszentrale hat die Aufgabe, durch Maßnahmen der politischen Bildung Verständnis für politische Sachverhalte zu fördern, das demokratische Bewusstsein zu festigen und die Bereitschaft zur politischen Mitarbeit zu stärken.“

 

Dabei hat es sich die Bundeszentrale für politische Bildung zum Vorbild genommen, überparteilich und wissenschaftlich ausgewogen zu informieren und ihre Verantwortung  sowohl gesellschaftspolitisch als auch pädagogisch und publizistisch wahrzunehmen. Sie organisiert zahlreiche Veranstaltungen wie Kongresse oder Seminare, gibt Print-Publikationen heraus und stellt ein umfangreiches Online-Angebot zur Verfügung.

So finanziert sich die bpb

Finanziert wird die Bundeszentrale für politische Bildung vom Staat. So erhielt sie im Jahr 2002 zum Beispiel 26,8 Millionen Euro und im darauffolgenden Jahr 26,7 Millionen Euro aus dem deutschen Bundeshaushalt. Mehr als die Hälfte dieser Mittel wurden für die Organisation von Veranstaltungen sowie die Printpublikationen ausgegeben. Da die meisten Printprodukte kostenlos bei der Bundeszentrale für politische Bildung angefordert werden können, entstehen hier jedes Jahr Kosten von über 11 Millionen Euro, der nur etwa 2 Millionen Euro Einnahmen aus Print-Verkäufen gegenüber stehen.

Publikationen der bpb

Die Bundeszentrale für politische Bildung trägt die Verantwortung für eine Reihe von Publikationen, die regelmäßig in Deutschland erscheinen:

  • Die Informationen zur politischen Bildung:
    Die auch als „schwarze Hefte“ bekannten, mono-thematischen Schriften erscheinen alle drei Monate und können kostenlos bei der Bundeszentrale für politische Bildung angefordert werden. Vor allem für den Geschichts- und Politikunterricht an den Schulen werden sie häufig als Unterrichtsmaterial verwendet.
  • Aus Politik und Zeitgeschichte:
    Die wöchentlich erscheinende Zeitschrift wird der Zeitschrift „Das Parlament“ beigelegt, die bis zum Jahr 2000 ebenfalls von der Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben wurde, mittlerweile aber in der Hand des Bundestages ist. Die Beilage beinhaltet in jeder Ausgabe Fachaufsätze zu einem bestimmten Thema.
  • Monografien und Sammelbände:
    Aus diesen beiden Schriftenreihen entstanden in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von Sammelbänden zu politischen, geschichtlichen und zeitgeschichtlichen Themen, die gegen ein Entgelt von zwei bis acht Euro bei der Bundeszentrale für politische Bildung angefordert werden können.
  • Schülerwettbewerb zur politischen Bildung:
    In diesem Wettbewerb fordert die Bundeszentrale für politische Bildung in jedem Jahr Schüler aus Deutschland, Österreich und mittlerweile auch Belgien auf, Unterrichtsprojekte zum Thema Politik zu er- und bearbeiten und ihre Ergebnisse einzuschicken. Zu gewinnen gibt es unter anderem Klassenfahrten und Förderungen in Form von Unterrichtsmaterialien. Jedes Jahr nehmen etwa 60.000 Schüler an diesem Wettbewerb teil.
  • drehscheibe:
    Dieses monatlich erscheinende journalistische Service-Magazin stellt die besten Ideen und Konzepte aus Lokalredaktionen vor und bietet so Anreize und Anregungen für andere Journalisten.
  • fluter:
    Das Jugendmagazin der Bundeszentrale für politische Bildung erscheint vier Mal im Jahr und behandelt monatlich wechselnde Themenschwerpunkte unter den Rubriken „Thema“, „Lesen“, „Film“ und „Aktuell“.

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