Sie befinden sich hier: Start » Wissen » So funktioniert die Fachhochschulreife an berufsbildenden Schulen

So funktioniert die Fachhochschulreife an berufsbildenden Schulen

Fachabitur

Die Fachhochschulreife ermöglicht neben dem Abitur ein (Fachhochschul-) Studium und wird nach der Jahrgangsstufe 12 absolviert.

Unter der Bezeichnung ‚Berufsbildende Schule‘ werden in Deutschland Berufsfachschulen, Berufsschulen und in manchen Bundesländern auch Berufskollegs geführt. Die berufsbildende Schule unterscheidet sich von den allgemeinbildenden Schulen wie Gymnasien, Realschulen oder Hauptschulen darin, dass bei ihnen ein anderes Bildungs- und Erziehungsziel im Mittelpunkt der Ausbildung steht. Jugendliche sollen hier gezielt auf die Arbeitsbedingungen in einem bestimmten Berufsfeld vorbereitet werden. Daher wird an berufsbildenden Schulen theoretisches wissenschaftliches Arbeiten besonders mit der Praxis verknüpft.

Berufsbildende Schule – die Ausbildungsmöglichkeiten

Eine berufsbildende Schule bietet zum einen die Möglichkeit – ähnlich wie in der gymnasialen Oberstufe – die Allgemeine Hochschulreife, bzw. die Fachhochschulreife zu erlangen. Desweiteren können zudem berufsqualifizierende Abschlüsse wie zum Beispiel der Meister oder auch der Hauptschulabschluss erworben werden. Eine berufsbildende Schule kann auch begleitend zu einer betrieblichen Ausbildung besucht werden.

Berufsbildende Schule – Die Fachhochschulreife

Die Fachhochschulreife, die an der berufsbildenden Schule erlangt wurde, befähigt zum Studium an einer Fachhochschule und zum Eintritt in die höhere Beamtenlaufbahn. In der Regel dauert es 3 Jahre, bis man die berufsbildende Schule mit einem entsprechenden Abschluss abschließen kann. Dabei findet der Unterricht zum einen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik Unterricht. Außerdem werden auch hier – wie beim Abitur im Gymnasium – weitere Fächer frei gewählt. Um den Abschluss zu erreichen, muss gegen Ende der 3 Jahre eine mündliche Abschlussprüfung und eine bestimmte Anzahl von schriftlichen Prüfungen abgelegt werden. Diese Anzahl der Prüfungen variiert zwischen den einzelnen Bundesländern, da auch hier – wie in allen anderen Bildungsbereichen – die Bildungspolitik Sache des jeweiligen Bundeslandes ist.

Die Fächerwahl, der Schüler, hängt zum einen vom Angebot der Schule, zum anderen von den Berufswünschen der Schüler ab. Generell unterscheidet man hier zwischen:

  • einem pädagogischen Schwerpunkt
  • einem technischen Schwerpunkt
  • einem wirtschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt
  • und einem gestalterischen Schwerpunkt.

Eine Besonderheit beim Fachabitur an der berufsbildenden Schule ist, dass sich die Schüler ein halbes Jahr lang für den Abschluss qualifizieren müssen.

Nur wer während dieser Zeit den Mindestanforderungen gerecht wird, darf  auch wirklich weiter die berufsbildende Schule besuchen und den Abschluss erwerben. Den Anforderungen nicht gerecht wird, wer beispielsweise 4 Fächer mit mangelhaft abgeschließt oder wenn 2 Fächer mangelhaft sind und eines ungenügend ist. Auch eine übermäßige Anzahl von Fehlstunden kann zu einem Prüfungsausschluss führen.
Die berufsbildende Schule ist kostenfrei, Schulgebühren gibt es in der Regel keine. Lediglich die Kosten für Bücher und Unterrichtsmaterial müssen selbst getragen werden.


Mehr Artikel von Miriam Bax

Das könnte Sie auch interessieren

Was ist die Sekundarstufe II?

Mit Beginn der Sekundarstufe II stehen den Schülern in Deutschland viele Möglichkeiten der individuellen Weiterentwicklung offen. Man kann weiter zur Schule gehen und das Abitur oder das Fachabitur ablegen, oder den Berufseinstieg in Form einer Ausbildung wagen.  » mehr