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Zukunftsperspektiven für Marketingfachkaufleute

Wie stehen die Chancen in absehbarer Zukunft im Bereich Marketing und Public Relations? Wie wichtig wird das Playful-Marketing sein und welche Trends und Tendenzen sind für die kommende Zeit absehbar? Erfahren Sie jetzt alles über die Kompetenzen und das Know-how, das heutzutage von Marketingfachkaufleuten und Co. erwartet wird, um auf dem Markt zu bestehen.

Marketingfachkaufleute werden in großen Industrieunternehmen ebenso eingesetzt wie bei Agenturen, Dienstleistern, Beratungsunternehmen und in den Kommunikationsabteilungen von Unternehmen. Auch öffentliche Einrichtungen und zunehmend Non-Profit-Organisationen setzen speziell ausgebildete Fachkräfte im Marketing ein. Dort sind sie, ebenso wie in der freien Wirtschaft, auf den Feldern der klassischen Werbung und des Vertriebs tätig, sowie in den Bereichen Public Relations, Dialogmarketing, Event- und Promotionplanung, Multimedia-Aktivitäten und Sponsoring.

Tätigkeitsfeld der Marketingfachkaufleute

Das Tätigkeitsfeld ist umfassend und vielfältig. Die Verkaufsförderung gehört ebenso dazu wie die Beteiligung an Ausstellungen, Messen und Events, der Einsatz diverser Werbeartikel, die Öffentlichkeitsarbeit, das Telefon- und zunehmend das Internetmarketing.

Im letztgenannten Punkt liegt ein Zukunftsfeld, auf dem sich neue Perspektiven auftun. Denn so vielfältig und gleichzeitig integrativ wie im Netz, konnte wohl noch nie Marketing betrieben werden. Daher benötigen gut ausgebildete Marketingfachkaufleute heute sehr umfassende und unter anderem auch technische Kompetenzen. Die Social Skills sind aber keineswegs unbedeutender geworden, im Gegenteil: Je wichtiger die Kommunikation über das Internet wird, desto feiner werden winzige Nuancen bei der Kommunikation per Mail, Messenger, Blog oder Kurznachrichtendienst wahrgenommen. Die Präsentation in sozialen Netzwerken gehört heutzutage ganz selbstverständlich zu jeder Marketingaktivität dazu.

Trends im Marketing

Während sich einige altgediente Marketer noch die Augen ob der zunehmenden Dominanz des Internets reiben und langsam lernen, was SEO, Social Network und eine Twitter-Nachricht bedeutet, sind junge Fachleute längst schon wieder einen Schritt weiter. Sie erkennen einen Trend, der nur scheinbar einen Schritt zurück darstellt: Beim Playful-Marketing geht es um die Verknüpfung, mehr noch die Verquickung von On- und Offline-Welt. Denn die Online-Kampagnen der frühen 2000er Jahre funktionieren nicht mehr wie gewohnt, Marketing-Innovationen müssen die reale Welt wieder einbeziehen. Das bedeutet auch, dass sich am Berufsbild von Marketingfachleuten gegenüber den 1980er bis 1990er Jahren doch nicht so viel ändert, wie man ursprünglich angenommen hatte. Die Online-Welt kommt nur hinzu, sie muss auch beherrscht werden und stellt einen notwendigen Brückenkopf im Marketing dar. Erfolge stellen sich dann bei der Kopplung zur realen Welt “da draußen” ein. Marketingfachleute werden also nach wie vor auf Messen und Events Hände schütteln und Small Talk betreiben – zwischendurch werfen sie dann einen Blick auf das Smartphone.

Auch andere Trends sind für 2013 und darüber hinaus abzusehen, so setzt sich der Begriff „Big Data“ immer stärker durch und steht für die Erhebung, Sammlung und Auswertung von Datenmengen in besonders großem Umfang, um im Bereich des analytischen Marketings für verfeinerte Resultate zu sorgen. Inwiefern sich dieses Konzept zukünftig durchsetzen wird, bleibt allerdings noch abzuwarten.

Auch die Marketingeffizienz steht auf dem Prüfstand und wird Marketers gerade durch die eher verhaltenen Konjunkturprognosen dazu zwingen, ihre Budgets effizienter und verantwortungsvoller denn je einzusetzen. Auch in diesem Zusammenhang wird „Big Data“ voraussichtlich eine Rolle spielen und für detailliertere Erfolgskontrollen sorgen. Zudem besteht ein deutliches Interesse daran, den Kunden wieder in den Fokus zurückzuholen. Stichwort ist hier das Schlagwort „Kundenzentrierung“, das 2013 regelmäßig fällt. Hier wird deutlich, dass das Marketing in den letzten Jahren wohl etwas weniger Rücksicht auf diesen Punkt genommen hat und sich deshalb von Themen wie Technik, Mobile und Online zurückziehen sollte, um den Kunden in den Vordergrund zu stellen.


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