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Berufsbegleitend studieren: Wie schafft man das eigentlich?

Immer mehr Menschen entscheiden sich neben dem Beruf ein Studium anzuhängen und möchten sich höher, besser oder anders qualifizieren. Sehr viele nehmen es in Angriff und scheitern verheerend. Doch was machen die einen falsch und wie gehen die Erfolgreichen dabei vor?

Einige wichtige Punkte aus meinem Buch „Erfolgreich berufsbegleitend Studieren: Ein Absolvent packt aus!“ möchte ich Ihnen mit auf den Weg geben. Lesen Sie, wie Sie die häufigsten Fehler vermeiden und durch Tipps und Tricks stressfrei und tausende Euros reicher ihr Ziel erreichen.

Die Vorbereitung ist entscheidend

Wie in so vielen anderen Bereichen auch, ist die gründliche Vorbereitung auf ein berufsbegleitendes Studium ein wichtiger Erfolgsfaktor. Ich wundere mich sehr oft mit welcher Sorglosigkeit manche an diese Sache herangehen.

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Diese Studierenden sind dann überrascht, wenn sie kläglich scheitern und machen dann alle anderen dafür verantwortlich, dass es bei ihnen nicht funktioniert hat. Gehen Sie proaktiv an die Sache heran und bereiten Sie sich ordentlich darauf vor. Ein paar wichtige Maßnahmen zum Erfolg:

  • Ungefähr 3 Monate vor der 1. Vorlesung beginnen Sie, Ihre alten Kenntnisse aufzufrischen und erkundigen Sie sich, welches Wissen Sie benötigen werden (z.b. Englisch: englische Texte lesen, Sprachkurse besuchen, Sprach-CD´s im Auto anhören)
  • Treffen Sie Vorkehrungen an Ihrem Arbeitsplatz und arbeiten Sie voraus, so dass Sie sich in der Anfangszeit des Studiums voll darauf konzentrieren können. (Gerade in der Anfangszeit des Studiums ist man sehr von all dem Neuen überfordert, da ist es sehr hilfreich, wenn der Arbeitstag nicht zu sehr belastet.)
  • Integrieren Sie Sport in Ihren Alltag. Es hilft Ihnen das Gelernte zu verarbeiten und vor allem den Stress abzubauen. Gewöhnen Sie sich an, jeden Tag etwas für Ihren Körper zu tun, egal ob Sie nur 30 Minuten spazieren oder eine Stunde joggen. Tun Sie etwas für sich!
  • Reden Sie mit Studierenden, die bereits 1 Jahr hinter sich haben und erkundigen Sie sich nach Professoren und deren Prüfungsverhalten. Fragen Sie auch gleich, ob Sie sich vielleicht Probeklausuren kopieren können, damit Sie wissen wie die Prüfungsfragen gestellt werden und was die wichtigen Prüfungsgebiete sind.
  • Schaffen Sie sich Routinen für das Lernen, für Sport usw., damit Sie einen Rhythmus bekommen. Es hilft enorm und erspart Ihnen viel Zeit und Stress. (Gerade in der Startphase ist das Stressniveau irrsinnig hoch. Routinen helfen Ihnen den Tag zu strukturieren und Sicherheit zu bekommen)

Vermeiden Sie diese 7 Fehler

Wenn mich jemand fragen würde, was die häufigsten Gründe für das Scheitern beim berufsbegleitenden Studieren sind, dann würde ich Ihnen ans Herz legen diese folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • Abkapseln von den Studien- oder Arbeitskollegen (Wer im Job oder Studium keine Informationen bekommt, der hat einen gewaltigen Nachteil)
  • Rechthaberei (Streit mit Kollegen und Professoren)
  • Schwänzen (absolutes „NO GO“, sie bestrafen sich selbst und bringen sich um wertvolle Informationen, die Sie dann zu Hause nachlernen müssen)
  • Unhöflichkeit (bleiben Sie höflich, hilfsbereit und werden Sie zum Teamplayer; Egoisten und Miesepeter haben es schwer!)
  • Feinde im Job (versuchen Sie im Job vorausschauend zu arbeiten und keine Arbeitsrückstände aufzubauen; gehen Sie grundsätzlich Streit aus dem Weg, Sie brauchen ihre Energien woanders)
  • Klausuren aufschieben (verursacht unnötigen Stress und Koordinationsarbeit)
  • Strebern ohne Ende (niemand kann immer nur lernen! Pausen und mindestens 1 freier Tag pro Woche für Spaß und Spiel einplanen)

Wie Sie sich im Laufe des Studiums mindestens €10.000 holen können

Ein berufsbegleitendes Studium kann ein riesen Kostenfaktor sein, vor allem dann wenn man zwischen Studienort, Arbeitsplatz und Wohnort pendeln muss. Auch Bücher, Skripten und Kopien können ganz schön teuer werden. Dazu habe ich eine gute Nachricht.

Teilen Sie dem zuständigen Finanzamt mit, dass Sie berufsbegleitend studieren und die Fahrtkosten, Reisediäten, etwaige Studiengebühren, Kosten für Laptop, uvm. bei der Arbeitnehmerveranlagung von der Steuer absetzen möchten. Sie erfahren dann dort die genaue Vorgangsweise und teilen Ihnen mit, ob Ihr Studium anrechenbar ist. Ich kann mich an keinen Fall erinnern, wo dem nicht so ist, aber zur Sicherheit klären Sie es ab. Bei exotischen Studien kommt es auf Ihre Argumentation an. Ein guter Draht zum Finanzamt ist ohnehin wichtig, weil Sie die nächsten Jahre von dort Ihre gesamten Lohnsteuern zurückholen werden und diese können abhängig von Ihrer Einkommensklasse pro Jahr durchaus 4.000 Euro und mehr betragen.

Des Weiteren möchte ich Sie auf die vielfältigen Möglichkeiten von Stipendien und Förderungen aufmerksam machen (z.B. auf stipendien.de), die Ihnen vielleicht sogar ermöglichen, Ihren Job auf Teilzeit umzustellen, um sich noch intensiver auf das Studium konzentrieren zu können.


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