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Checkliste Ausbildungsstart: Perfekt vorbereitet in die Zukunft

Der Übergang von der Schule in das Berufsleben birgt viele Veränderungen. Es gibt im Vorfeld einiges zu beachten und zu organisieren. Um einen guten Überblick darüber zu bekommen, was für den Ausbildungsbeginn alles vorbereitet werden muss, wird nachfolgend eine Checkliste geliefert. Damit sollte möglichst früh begonnen werden, um sich eine Menge Stress zu ersparen und von einem gelungenen Berufseinstieg zu profitieren.

Girokonto

Falls noch kein Girokonto vorhanden ist, muss die Eröffnung zum Ausbildungsstart erfolgen. Im Idealfall kann dem Ausbildungsbetrieb am ersten Tag eine Kontonummer angegeben werden, auf die die Ausbildungsvergütung überwiesen wird. Die Eröffnung des Kontos sollte rechtzeitig geplant werden, da sie meist einige Wochen in Anspruch nimmt. Wer noch nicht volljährig ist, benötigt hierfür die Unterschrift eines Elternteils. Da einige Banken spezielle Girokonten für Azubis anbieten, für die im Gegensatz zum gewöhnlichen Konto keine Kontoführungsgebühren gezahlt werden müssen, sollte vor der Eröffnung des Girokontos ein Vergleich erfolgen.

Krankenkasse und Krankenversicherung

Da die Familienversicherung nicht mehr für Azubis gilt, muss nun eine eigene Krankenversicherung abgeschlossen werden. Welche Krankenkasse gewählt wird, bleibt jedem selber überlassen, allerdings muss die Entscheidung und Anmeldung spätestens zwei Wochen nach dem Beginn der Lehre erfolgt sein. Viele Krankenkassen bieten für Azubis spezielle Tarife an. Daher ist auch hier ein Vergleich im Vorfeld ratsam.

Sozialversicherungsausweis

Zum Start der Ausbildung wird ein Sozialversicherungsausweis benötigt, der schriftlich bei der Krankenkasse beantragt werden kann. Dieses Dokument benötigt das Unternehmen, damit vom eigenen Konto beispielsweise die Arbeitslosen-, Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung abgezogen werden können. Viele Kassen bieten auf ihrer Homepage entsprechende Formulare zum Ausdrucken und Ausfüllen an. Da die Bearbeitungszeit eventuell etwas länger dauert, empfiehlt es sich, die Beantragung rechtzeitig in die Wege zu leiten.

Steueridentifikationsnummer

Wer bereits einen Nebenjob hatte, verfügt vermutlich schon über die Steueridentifikationsnummer. Wenn dem nicht so ist, muss diese beantragt werden, was auf der Webseite des Bundeszentralamtes für Steuern möglich ist. Diese Nummer wird direkt zu Beginn der Lehre benötigt. Daher sollte dies rechtzeitig erledigt werden. Sie wird per Post gesendet, was einige Tage in Anspruch nehmen kann.

Elektronische Lohnsteuerkarte

Für die Zahlung der Lohnsteuern, die der Arbeitgeber von der Ausbildungsvergütung abzieht, ist die elektronische Lohnsteuerkarte erforderlich. Hierfür werden die Steueridentifikationsnummer, das Geburtsdatum sowie eine schriftliche Bestätigung benötigt, dass es sich bei der Ausbildung um das erste Arbeitsverhältnis handelt.

Gesundheitsbescheinigung

Wer jünger als 18 Jahre ist, muss zum Ausbildungsstart eine Gesundheitsbescheinigung vorlegen. Der Grund hierfür ist, dass der Arbeitgeber wissen möchte, ob sein Azubi gesund ist und die geplanten Tätigkeiten seine Gesundheit nicht gefährden. Die Untersuchung ist kostenlos und kann in der Regel beim Hausarzt erfolgen. Manche Arbeitgeber verlangen bei älteren Azubis ebenso eine Einstellungsuntersuchung beziehungsweise den Berechtigungsschein.

Polizeiliches Führungszeugnis

Für einige Ausbildungen wird vom Arbeitgeber ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt. Dieses kann bei der Stadtverwaltung angefordert werden und dient als Nachweis, dass keinerlei strafrechtliche Verurteilungen vorliegen.

Fazit

Es empfiehlt sich, die Dinge rechtzeitig zu erledigen, um vor Ausbildungsbeginn nicht in Stress zu geraten. Die Lehre ist immerhin aufregend genug. Da sollte zumindest alles Organisatorische reibungslos ablaufen, um einen freien Kopf zu haben. Daher ist es ratsam, sich die Checkliste auszudrucken und damit zu beginnen, die Punkte schrittweise abzuarbeiten und für den Ausbildungsstart bestens vorbereitet zu sein.


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