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Einen eigenen Podcast aufbauen: Tipps & Tricks zum Start

Der Begriff „Podcast“ ist mehr als nur ein Modewort. Ein Podcast eignet sich für alle, die ein Publikum für ihr Themengebiet begeistern wollen. Ein gut gemachter Podcast verschafft den Machern eine ansehnliche Reputation, indem die Zuhörerschaft Vertrauen fasst.

Vorüberlegungen zur Planung des eigenen Podcasts: Warum ein guter Name mehr als Schall und Rauch ist

Auch für den Aufbau des eigenen Podcasts gilt: Nichts geht über gute Planung.
Zu Beginn des eigenen Podcast-Projekts sollten daher ganz genaue Vorüberlegungen getroffen werden:

1.) Themenfindung:
Ein Podcast fokussiert sich auf ein bestimmtes Thema oder eine Nische. Optimalerweise ist das Thema so formuliert, dass es Stoff für viele Podcast-Episoden bietet. Es ist aber nicht so weit gefasst, dass sich niemand angesprochen fühlt.

2.) Zielgruppenspezifizierung:
Statt die breite Masse anzusprechen, fokussiert sich ein Podcast auf eine ganz bestimmte Zielgruppe. Richtet sich der Podcast eher an Männer oder Frauen, an Jung oder Alt? Ist eine Expertise gefragt? Je genauer die Zielgruppe festgelegt ist, desto stärker kann auch der Mehrwert des Podcasts herausgearbeitet werden.

3.) Einzigartigkeit:
Zwar kann es durchaus lohnenswert sein, sich bei der Konkurrenz umzusehen, doch sollte der eigene Podcast kein Abklatsch von einem bereits vorhandenen Projekt sein. Besser ist es, sich darüber zu informieren, welche Podcasts es bereits zum jeweiligen Themengebiet gibt und wie sich der eigene Podcast davon abheben kann. Den Podcast zu verschriftlichen ist dabei nur eine Möglichkeit, das Projekt möglichst einzigartig zu machen.

4.) Namensgebung:
Der perfekte Podcast-Name passt nicht nur zum Thema, sondern auch zur Zielgruppe. Statt sich in Doppeldeutigkeiten zu verlieren, sollte der Name einzigartig und prägnant sein.

Die Technik macht’s: mit dem richtigen Equipment zum perfekten Podcast

Ein Podcast lebt vom gesprochenen Wort. Zwar bedarf es dazu nicht unbedingt eines Tonstudios, doch auf einige technische Geräte sollte dennoch nicht verzichtet werden:

1.) Podcast-Mikrofonset:
Der Preis für hochwertige Podcast-Mikrofonsets liegt zwischen 100 und 300 Euro. Wichtig ist, dass das Mikrofon über einen Popschutz verfügt, um störendes Rauschen und Nebengeräusche auszublenden. Wird der Podcast von mehreren Gesprächspartnern geführt, sind Mikrofone mit Keulen- oder Kugelcharakteristik empfehlenswert.

2.) Podcast-Software:
Zum Aufnehmen und Schneiden des Podcasts gibt es kostenlose Programme. Die zwei bekanntesten sind hierbei GarageBand oder Audacity. Da eine Podcast-Folge optimalerweise zwischen 25 und 30 Minuten beträgt, kann es je nach Themengebiet für die Zuhörerschaft hilfreich sein, den Podcast transkribieren zu lassen.

3.) Hosting-Plattform:
Bevor die Podcast-Folge der Hörerschaft auf iTunes und Co. zur Verfügung gestellt werden kann, muss sie bei einem Anbieter gehostet werden. Libsyn.com gehört hierbei zu den beliebtesten amerikanischen Anbietern und kostet zwischen 5 und 7 Euro monatlich. Podcaster.de erfreut sich hingegen im deutschen Raum großer Bekanntheit. Podcast-Audiodateien können aber auch über SoundCloud oder YouTube verbreitet werden.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Erstellung des eigenen Podcasts

Sind einmal die Rahmenbedingungen geklärt, geht es an die Erstellung des Podcasts. Hier gilt es, hinsichtlich des Aufbaus einige Schritte einzuhalten:

1.) Das Podcast-Intro:
In den ersten Eingangssekunden des Podcasts gilt es, die Hörerschaft von der Qualität der Episode zu überzeugen. Das Intro sollte daher Interesse wecken, aber vor allem einen Mehrwert bieten. Was hat der Zuhörer davon, sich die Podcast-Episode bis zum Ende anzuhören?

2.) Ein Jingle:
Viele Podcasts haben eine Erkennungsmelodie, einen sogenannten Jingle. Der Jingle macht einen Podcast nicht nur unverwechselbar, sondern dient auch zum Trennen von verschiedenen Kapiteln oder Show-Segmenten.

3.) Die Episode:
Jede Podcast-Episode sollte einen roten Faden haben. Das fängt bei einer gezielten Frage an, die während des Podcasts gelöst wird und endet mit einem Call-to-Action. Die Fragestellungen ergeben sich dabei aus der Zielgruppe. Wichtig ist dabei, deren Probleme oder Themen aufzugreifen, die ihnen wirklich unter den Nägeln brennen. Mal kann es dazu auch sinnvoll sein, Interviewgäste einzuladen.

4.) Die Verbreitung:
Auch ein gut gemachter Podcast muss sich zunächst einmal Gehör verschaffen. Dazu heißt es, auf allen für die Zielgruppe relevanten Plattformen die Werbetrommel zu rühren. Für die Suchmaschinensuche lohnt es sich, Podcast-Transkriptionen bereitzustellen, wie sie der Schreibdienst Transkripto anfertigt. Durch die Verschriftlichung des Podcasts kann dieser schneller und einfacher gefunden werden. Der Podcast unterscheidet sich durch die Transkription auch von der Konkurrenz.

Eine Podcast-Anleitung für Anfänger: Ein Resümee

Die Erstellung eines guten Podcasts ist kein Hexenwerk und verschlingt auch kein Vermögen. Ist die Podcast-Idee einmal klar umrissen, steht dem Erfolg nichts mehr im Wege. Vorausgesetzt natürlich, dass die Einzigartigkeit des Podcasts zur Geltung kommt!

Um das zu erreichen, muss man zunächst einmal die Zielgruppe klar definieren, für die der Podcast Mehrwert generieren soll. Je nützlicher die Zuhörerschaft den Podcast findet, desto eher wird man auch treue Follower gewinnen.


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