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Fachinformatiker für Systemintegration – ein Beruf mit Zukunft

Ganz Deutschland spricht von Digitalisierung. Der digitale Wandel beschäftigt sogar die Politik. Cyberkriminalität, Elektroautos, die Vereinfachung behördlicher Verwaltungsprozesse – die Herausforderungen sind groß. Um sie zu meistern, werden Fachkräfte benötigt, die sich damit auskennen.

Laut Statista hatten 2018 durchschnittlich 64 Prozent der deutschen Unternehmen Probleme, ihren Bedarf an IT-Fachkräften zu decken. Gerade bei großen Firmen ist der Mangel eklatant, denn 77 Prozent haben eine eigene IT-Abteilung und benötigen Personal in diesem Bereich. Sich seinen eigenen Nachwuchs heranzuziehen, ist eine naheliegende Lösung.

Mit einer Lehre zum Fachinformatiker für Systemintegration (m/w/d) werden die digitalen Pioniere der Zukunft ausgebildet. Sie können in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden. Jobs in der IT gibt es beispielsweise in Systemhäusern. Hier sind die Mitarbeiter mit der Server- und Netzwerkadministration beschäftigt, aber auch mit der Pflege von Wissensdatenbanken.

Die Automobilindustrie als attraktiver Arbeitgeber

Aber auch bei Automobilherstellern werden Spezialisten in diesem Bereich benötigt. Bei erfahrenen Informatikern gehören BMW, Audi und Daimler zu den zehn beliebtesten deutschen Arbeitgebern und natürlich bilden die Konzerne auch Fachinformatiker/innen für Systemintegration aus.

Hier erwarten die Jugendlichen neben der Elektromobilität weitere interessante Aufgaben. Dabei werden oftmals modernste Lehrmethoden wie VR-Brillen eingesetzt, um verschiedene Fertigkeiten zu vermitteln. So macht es natürlich viel mehr Spaß zu lernen, wie Bauteile montiert oder Karosserieteile lackiert werden.

Seit einigen Jahren werden digitale Assistenzsysteme in vielen Neuwagen verbaut. Dafür wird ebenso das Know-how der Informatiker benötigt wie für die Mensch-Roboter-Kollaboration, kurz MRK. Die Roboter müssen programmiert werden, um in der Produktion eingesetzt werden zu können.

1.000 Euro Ausbildungsvergütung

Neben diesen spannenden Themenfeldern bieten die Unternehmen mit rund 1.000 Euro brutto pro Monat eine attraktive Ausbildungsvergütung, von der Lehrlinge in anderen Berufen nur träumen können. Doch nur so schaffen es die Firmen, geeigneten und motivierten Nachwuchs zu rekrutieren.

Neben dem Fachinformatiker für Systemintegration (m/w/d) gibt es die Systementwickler. Die Entscheidung für eine der beiden Richtungen fällt entweder durch den Auszubildenden selbst im zweiten Lehrjahr oder wird durch den Betrieb vorgegeben. Systementwickler beschäftigen sich hauptsächlich mit der Programmierung von Software, Systemintegratoren mit umfangreichen Computernetzwerken und IT-Sicherheit.

Das Hobby zum Beruf machen

Für viele Informatiker fällt die Entscheidung für diesen Beruf bereits in der Schulzeit. Viele Bewerber punkten mit Kenntnissen der Rechner-Infrastruktur und ersten Erfahrungen mit Programmiersprachen wie C++. Wer dann auch noch Spaß daran hat, Systemfehlern auf den Grund zu gehen und Lösungen zu finden, bringt gute Voraussetzungen mit.

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und endet mit der IHK-Prüfung. Das Einstiegsgehalt ist stark von der Branche und Unternehmensgröße abhängig, liegt aber bei rund 2.000 Euro brutto, beispielsweise als Systemadministrator. Wer sich nach der Lehre weiterbildet oder gar ein Studium absolviert, für den kann sich der Verdienst leicht verdoppeln.


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