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Sich als Student selbstständig machen – alles Wissenswerte im Überblick

Viele Menschen träumen davon, ihr eigener Chef zu sein und sich beruflich zu verwirklichen. Eine selbstständige Tätigkeit bringt den entsprechenden Freiraum mit sich und bietet ein besonderes Lebensgefühl. Auch für Studierende geht die Selbstständigkeit mit verschiedenen Vorteilen einher und ermöglicht einen frühzeitigen Einstieg ins Geschäftsleben. Im direkten Vergleich zu klassischen Studentenjobs bietet eine Gründung langfristige Perspektiven in unterschiedlichsten Wirtschaftsbranchen. Aber wie gelingt der erfolgreiche Aufbau einer Selbstständigkeit ohne langjährige Berufserfahrung und Geschäftskontakte? Es folgt eine Vorstellung der einzelnen Teilschritte mit allen wichtigen Tipps für angehende Jungunternehmer.

Eine professionelle Planung als Basis

Durch die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit sammeln Studierende wertvolle Erfahrungswerte in der Praxis. Das theoretisch erlernte Wissen umzusetzen, resultiert in einer erhöhten Motivation für das restliche Studium, was die vielfältigen Vorteile unterstreicht. Zu Beginn aller Überlegungen steht dabei die Ausarbeitung der eigenen Geschäftsidee. In diesem Zusammenhang geht es unter anderem um die Definition der Zielgruppe sowie die Finanzierung, sodass im weiteren Verlauf eine Preisstruktur erarbeitet werden kann. In dieser müssen Dinge wie Lagerhaltungskosten, Entwicklung, Produktion, eventuelle Lohnkosten, Steuern, Abgaben, Versicherungen, Miete, Marketing und sonstige potentielle Kostenfaktoren miteinbezogen werden.

Im Idealfall wird das Geschäftskonzept mit allen Details in Form eines Businessplans festgehalten. Dieser ist wichtig, um gerade in der Anfangsphase alle Kosten im Blick zu haben und diese keinesfalls zu unterschätzen. Ein solches Dokument ist weiterhin die Grundvoraussetzung für die fortlaufende Analyse und Optimierung des Geschäftsvorhabens. Auch für mögliche Gespräche mit privaten Investoren oder Banken ist ein vollständiger Businessplan von zentraler Bedeutung, denn dieser zeugt von den betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten sowie der Seriosität des Gründers und verdeutlicht außerdem nochmals die Ernsthaftigkeit des ganzen Unterfangens.

Daran anknüpfend gilt es die rechtlichen Rahmenbedingungen zu klären. Die rechtzeitige Gewerbeanmeldung und die rechtskonforme Buchführung zählen hier zu den elementaren Aufgaben. Im Folgenden sind die wichtigsten Fragen nochmals zusammengefasst, die es vor der Gründung eines Unternehmens beziehungsweise dem Schritt in die Selbstständigkeit zu beantworten gilt:

  • Wie vermarktet man die eigene Idee am besten, sodass diese effizient und möglichst schnell in Entwicklung/in Produktion/unter die Leute gebracht werden kann?
  • Wie lässt sich die Idee gewinnbringend umsetzen?
  • Welcher Weg ist für die Idee passender? Selbst ein Unternehmen gründen oder als Selbstständiger/Freiberufler tätig werden?
  • Fällt die Wahl auf die Gründung eines eigenen Unternehmens: Welche Rechtsform ist die geeignete für das Vorhaben?
  • Worin unterscheiden sich diese? Mit welchen Rechten und Pflichten sind diese außerdem verbunden?
  • Wo soll die Tätigkeit ausgeübt werden? In der Studentenstadt, dem Heimatdorf, im Ausland oder ganz woanders?
  • Funktioniert die Selbstständigkeit neben dem Studium? Ist eine Doppelbelastung machbar? Worauf gilt es bei gleichzeitiger Ausübung zu achten?
  • Wie sind die jeweiligen rechtlichen beziehungsweise gewerblichen Rahmenbedingungen vor Ort?

Als selbstständiger Student beruflich durchstarten

Sobald alle Vorbereitungen getroffen sind, geht es um die konkrete Umsetzung. Den Bekanntheitsgrad der eigenen Produkte und Dienstleistungen zu steigern, hat dabei oberste Priorität. Zu diesem Zweck empfiehlt sich der Einsatz von Werbeartikeln, die bequem online bestellt werden können. Durch die entsprechenden Artikel wird das Interesse potenzieller Kunden gesteigert, was beim Aufbau einer Selbstständigkeit unverzichtbar ist. Darüber hinaus gilt es ein effektives Zeitmanagement zu etablieren: Im Optimalfall werden sowohl für das Studium als auch für die selbstständige Tätigkeit feste Zeiten eingeplant. Flexibel gestaltbare Wochen- und Tagespläne dienen dabei als sinnvolle Hilfsmittel. Durch dieses Vorgehen lässt sich sicherstellen, dass trotz des Aufbaus eines eigenen Geschäftsvorhabens die gewünschten Ergebnisse im Studium erzielt werden. Ergänzend gilt es darauf hinzuweisen, dass selbstständige Studierende von steuerlichen Vorteilen profitieren. Dieses Entgegenkommen des Gesetzgebers bezieht sich zum Beispiel auf die Betriebsausgaben und Kosten für Dienstreisen.

Abschließendes Fazit zur beruflichen Selbstständigkeit als Student

Insgesamt gesehen lässt sich festhalten, dass die Selbstständigkeit für Studierende zahlreiche Vorzüge bietet. Von den flexiblen Arbeitszeiten bis hin zum Aufbau eines wertvollen Netzwerks ergeben sich vielfältige Mehrwerte. Mögliche Nachteile sind hingegen der bürokratische Aufwand oder die mögliche Vernachlässigung des Studiums. Wenn alle aufgeführten Hinweise und Tipps beachtet werden, steht dem erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit aber nichts mehr im Wege. Die wichtigsten Schritte finden sich nochmal in der folgenden Übersicht:

  • detaillierte Ausarbeitung der Geschäftsidee
  • rechtskonforme Anmeldung der selbstständigen Tätigkeit
  • konsequentes Zeitmanagement
  • zielgruppenorientierte Verbreitung von Werbemitteln
  • Planung und Umsetzung effektiver Marketingmaßnahmen

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