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Keine Angst vor Naturwissenschaften – Lerntipps für Physik & Chemie

Liegt die Durchfallquote in reinen Mathefächern oftmals bei satten 50 Prozent, fallen in den naturwissenschaftlichen Fächern mit gut 40 Prozent zwar weniger Lernende durch – doch bleibt es für die betroffenen Schüler und Studenten deprimierend. Die Frage, die sich stellt ist: Wie tritt man den Lernteufeln erfolgreich entgegen und verbessert nachweislich seine Noten?

Früh übt sich, wer ein Meister werden will

Niemand hat Probleme damit, dem Kassierer im Supermarkt genügend Geld für den Einkauf zu reichen, und wenn es um die richtige Menge Backpulver für zwei Portionen eines Kuchens geht, schafft auch das so ziemlich jeder mühelos. Es handelt sich bei diesen Beispielen nämlich um einfache Rechenaufgaben, die uns deshalb gelingen, weil wir einen Bezug zur Sache haben und der Abstraktionsgrad gering ist. Genauso gut können wir im Grundkurs Physik den Funktionen eines einfachen Stromkreises folgen. Geht es allerdings zur komplexen Elektrotechnik weiter, bilden sich oftmals große Fragezeichen über den Köpfen im Klassenraum.

Hilfestellung bieten hierbei zwei essentielle Wörter, deren Sinn entscheidend ist: Zusammenhänge verstehen. Chemie ist ganz interessant, aber mit Mathe kann man nichts anfangen? Dann liegt hier bereits der erste Knackpunkt. Denn viele Fächer in den Naturwissenschaften hängen auch außerhalb ihrer Lernfelder zusammen. So wird aus einem Physikingenieur sicherlich nichts, wenn er sich gegen mathematische Formeln sträubt. Die Naturwissenschaften bilden ein komplexes Feld. Daher sollten bereits früh die Grundlagen verinnerlicht werden, damit später erfolgreich darauf aufgebaut werden kann.

3 Tipps für effizientes Lernen

1. Weg mit dem inneren Schweinehund

Der größte Widersacher der Motivation ist meist die Vorstellung von der reinen Masse der Aufgaben. Ein ganzes DIN-A4-Papier voll mit Physik-Aufgaben? Kein Problem: Hierfür sollte man sich vornehmen, sich einfach zehn Minuten an eine Aufgabe zu setzen – denn diese Zahl wirkt leicht machbar – und genau das ist sie auch.

2. Das Lernpensum nicht übertreiben

Der Kopf braucht Pausen, um gelernte Inhalte zu verinnerlichen. Fünf Stunden am Stück zu pauken macht daher wenig Sinn – erst recht, wenn man sich auf Biegen und Brechen alles zu merken versucht. Hier sollte die Qualität des Lernens ganz klar vor der Quantität kommen! Wer kleine Mengen wiederholt, kann sie besser verinnerlichen. Daher sollte in jedem Fall Stück für Stück an die Aufgaben ran gegangen werden.

3. Mit Online-Portalen zum Erfolg

Vielen Schülern und Studenten ist der Lernstoff aus Büchern und Heften – verständlicherweise – zu trocken, doch das Internet bietet da heutzutage Abhilfe. Dank vertonter Lernvideos und ansprechend gestalteter Beispielaufgaben mit Lösungen ist das World Wide Web eine tolle Erweiterung für den Lernstoff aus Schule und Uni.

Das GiGo-Prinzip

Wer das simple GiGo-Prinzip beherzigt, der wird im Nu seine Produktivität in den Lernphasen steigern und Inhalte nicht nur besser zuordnen, sondern auch im Gedächtnis behalten können. Abgekürzt für „Garbage In gleich Garbage Out“ bedeutet GiGo also nichts anderes als: „Wer Müll konsumiert, kann auch nur Müll produzieren“. Wer allerdings zusätzlich zum Unterricht der Lehrkraft qualitativ hochwertige Lernmaterialien, Online-Kurse und Hilfestellungen benutzt, der wird auch den Lernstoff ganz anders handhaben und von Mal zu Mal besser werden. Ablenkungen durch Videospiele und Co. sind bis dato die größten Zeitfresser und halten immer wieder gern vom Lernen ab – dabei ist ein klarer Kopf eine wichtige Sache, denn nur was an Input im Langzeitgedächtnis landet, kann auch nach Wochen als korrekter Output in der Klausur wieder abgegeben werden.


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