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Keinen Ausbildungsplatz? 13 Alternativen

Kein Ausbildungsplatz

Einen Ausbildungsplatz zu finden kann sich heute als schwierig gestalten. Mit diesen Alternativen kann man die Zeit bis zur nächsten Bewerbungsphase trotzdem sinnvoll nutzen.

Die Schule ist endlich vorbei, die Bewerbungen für die Ausbildung sind verschickt – doch es hagelt nur Absagen. Was kann man tun, wenn man auch nach Ablauf der Bewerbungsphase noch immer keine Ausbildung gefunden hat? Ganz klar: Das Jahr bis zur nächsten Bewerbungsphase sinnvoll nutzen und neue Qualifikationen sammeln, die den Lebenslauf aufwerten.

Generell gilt für alle, die auch im August oder September noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben: Die Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit bietet professionelle Hilfe bei der Suche nach dem richtigen Ausbildungsplatz. Wer diese Möglichkeit noch nicht genutzt hat, sollte umgehend einen Gesprächstermin mit der Bundesagentur für Arbeit in seiner Nähe vereinbaren.

Diese Alternativen bieten sich an für alle, die noch keine Ausbildungsstelle gefunden haben:

Weiterführende Schule besuchen

Wer einen mittleren Schulabschluss besitzt, kann die Zeit bis zum nächsten Ausbildungsbeginn besonders sinnvoll nutzen um auf einer Schule den nächsthöheren Schulabschluss zu machen. Denn je höher der Schulabschluss, desto größer werden die Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden. Die Fachhochschulreife und das Abitur ermöglichen dem Absolventen zudem neue Perspektiven: Als Alternative zur Ausbildung kann dann ein Studium an einer Fachhochschule oder Universität in Betracht gezogen werden.

Studium

Die Möglichkeit, an Stelle einer Ausbildung zu studieren, bietet sich auch jedem, der bereits die Fachhochschulreife oder das Abitur gemacht hat. Vielleicht gibt es einen Studiengang, der zu einem ähnlichen Beruf führt, wie die angestrebte Ausbildung? Eventuell ist auch ein Duales Studium, das die praktische Ausbildung mit dem theoretischen Studium verbindet, der ideale Mittelweg. Hierfür sollte man sich frühzeitig über Voraussetzungen und Anmeldefristen der Hochschule informieren. Ausführliche Informationen zum Thema Studium bietet die Seite Studieren im Netz.

Alternativen im Fernstudium

Das Fernstudium bietet eine gute Möglichkeit sich auf den Berufseinstieg vorzubereiten. Folgende Institute bieten passende Fernlehrgänge an:

Berufsfachschule besuchen

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Mit Hauptschul- oder Realschulabschluss bzw. einem mittleren Bildungsabschluss, aber auch mit Fachhochschulreife oder Abitur bietet sich als Alternative zur allgemeinbildenden Schule der Besuch einer Berufsfachschule an. Der Vorteil, den diese Vollzeitschule gegenüber der „normalen“ Schule bietet:  Die Schülerinnen und Schüler werden in einen Beruf eingeführt oder erwerben sogar einen Berufsabschluss.
Es gibt Berufsfachschulen für zahlreiche Fachrichtungen: Kaufmännische Berufe, Fremdsprachenberufe, handwerkliche, hauswirtschaftliche und sozialpflegerische Berufe sowie viele andere. Die Bildungsgänge dauern je nach beruflicher Fachrichtung und Zielsetzung ein bis drei Jahre und vermitteln entweder einen Teil einer Berufsausbildung oder einen Berufsabschluss.

Durch die Wahl der richtigen Fachrichtung lässt sich die Chance auf einen Ausbildungsplatz im nächsten Jahr oder kommenden Jahren wesentlich verbessern. Bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen kann der erfolgreiche Besuch der Berufsfachschule auch auf die Ausbildungszeit in anerkannten Ausbildungsberufen angerechnet werden. Außerdem kann bei dreijährigem Besuch der Berufsfachschule auch die Fachhochschulreife erworben werden, mit der sich völlig neue Perspektiven, wie z.B. ein Studium, eröffnen.

Freiwilliges soziales Jahr (FSJ)

Eine beliebte Möglichkeit, sich nach der Schulzeit erst einmal zu orientieren und wichtige Erfahrungen zu sammeln ist ein „Freiwilliges Soziales Jahr“ oder ein „Freiwilliges Ökologisches Jahr“.  Diese Freiwilligendienste eröffnen Einblicke in die Berufswelt und können so die Entscheidung für einen Beruf erleichtern.

Ein Freiwilliges Soziales Jahr kann in der Kranken- und Altenpflege, der Jugend- und Behindertenhilfe oder der Kinderbetreuung absolviert werden. Wer ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren möchte, kann sich für Naturschutzmaßnahmen, Landschaftspflege oder die Umweltbildung in Umweltschutzverbänden, Forst- und Umweltämtern oder landwirtschaftlichen Betrieben engagieren.

Es gibt jedoch auch Voraussetzungen für ein FSJ: Die Schulpflicht muss erfüllt sein und der Teilnehmer muss bei Beendigung des Dienstes noch unter 27 Jahre alt sein. Die Arbeitszeit beträgt in der Regel 39 Stunden die Woche, als Anerkennung für Ihr Engagement bekommen Sie ein Taschengeld und finanzielle Unterstützung für Unterkunft und Verpflegung. Zudem erhalten Ihre Eltern weiterhin Kindergeld. In vielen Studiengängen oder Ausbildungen wird das FSJ zudem als Praktikum oder Wartezeit anerkannt.

Lesen Sie auf Seite 2, welche weiteren Möglichkeiten sich bieten, wenn Sie keinen Ausbildungsplatz finden.

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