
Politische Bildung ist eine der Schlüsselqualifikationen auf dem Weg zu einem mündigen Staatsbürger. Nur wer politisch gebildet ist, kann das politische Geschehen des eigenen Landes mitgestalten.
Unter politischer Bildung versteht man in Deutschland die Vermittlung der Prinzipien der Demokratie, Toleranz und Kritikfähigkeit, sowie die Befähigung zu aktiver Partizipation am politischen Geschehen des eigenen Landes. In der Präambel der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) heißt es dazu:
„Staat und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland haben auf Grund der Erfahrungen mit der nationalsozialistischen Diktatur und der DDR eine besondere Verpflichtung, die Entwicklung eines sich auf Demokratie, Toleranz und Pluralismus gründenden politischen Bewusstseins zu fördern.“ (Quelle: www.bpb.de)
Entwicklung der politischen Bildung
Erste Ausführungen zur politischen Bildung finden sich bereits in Schriften aus dem antiken Griechenland. Seitdem hat sich das Leitbild von der politischen Bildung von einer Idealvorstellung des Herrschers über die Erziehbarkeit der herrschenden Klasse bis hin zur Meinung und Meinungsbildung der Massen verändert.
1997 haben die Bundeszentrale für politische Bildung und die Landeszentralen für politische Bildung im „Münchner Manifest“ die Aufgaben der politischen Bildung im 21. Jahrhundert formuliert. Besonders die kritische Aufarbeitung der deutschen Geschichte ist eine zentrale Aufgabe der politischen Bildung. Zu den Forderungen des Münchner Manifests mit dem Titel „Demokratie braucht politische Bildung“ zählt unter anderem, dass Politische Bildung im öffentlichen Auftrag pluralistisch, überparteilich und unabhängig arbeitet.
Politische Ausrichtungen
In Europa und in Deutschland sind verschiedene politische Meinungen und Zielsetzungen vertreten. Dazu zählen zum Beispiel:
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- Konservative Politiker – Aufrechterhaltung und Anerkennung der Obrigkeit in Form des Staates.
- Liberal-konservative Politiker – Wahrung der Verantwortung des Rechtsstaates
- Sozial-liberale Politiker – Konkurrenz aufbauen, um Effizienz und Stabilität zu sichern
- Demokratisch-sozialistische Politiker – Abbau autoritärer Strukturen in allen Bereichen der Gesellschaft
- Marxistische Politiker – Aufhebung der politisch-ökonomischen Strukturen der kapitalistischen Systeme
Politische Bildung im Alltag
An deutschen Schulen gehört politische Bildung in Form des Politik-Unterrichts zu den festen Bestandteilen der Lehrpläne. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Einrichtungen, die sich dieser Verantwortung außerhalb der Schule angenommen haben. Dazu gehören zum Beispiel die Bundeszentrale für politische Bildung sowie die einzelnen Landeszentralen in den Bundesländern oder auch der Bundesausschuss für politische Bildung. Außerdem ist politische Bildung immer auch ein impliziter Bestandteil der Jugendarbeit in Deutschland.
Politische Bildung im Erwachsenenalter
Im Erwachsenenalter werden Medien zu einem der wichtigsten Instrumente der politischen Bildung. Im Idealfall hat ein Mensch während seiner Kindheit und Jugend ein Grundverständnis von den wichtigen Inhalten der politischen Bildung erhalten, besitzt ein bestimmtes Grundwissen in diesem Bereich und hatte Gelegenheit sich eine eigene Meinung zu bilden und diese zu festigen.Durch Selbstständiges Informieren in Zeitungen, den Rundfunkangeboten oder auch den Neuen Medien, sollte ein Erwachsener schließlich in der Lage sein, bei Wahlen eine bewusste Entscheidung zu treffen und sich bei Interesse selbst für seine politische Meinung zu engagieren.
Themen der politischen Bildung
Der Begriff „politische Bildung“ umfasst nicht nur das Themenfeld der Politik, sondern befasst sich generell mit gesellschaftlich relevanten Themen. Diese sind in der heutigen Zeit zum Beispiel:
- Innenpolitik
- Europa
- Internationale Politik
- Geschichte und Zeitgeschichte
- Gesellschaft
- Kultur
- Medien
- Politische Grundfragen






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