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Was ist eine Hochschule? Uni, FH, BA & Co.

Hochschule

Die Universitäten sind deutschlandweit die Bildungseinrichtungen mit der längsten Geschichte und Tradition. Im Zuge des Bologna-Prozesses soll nun ein einheitlicher europäischer Hochschulraum entstehen.

Die Hochschulbildung sowie Promotion und Habilitation entsprechen dem Tertiärbereich im deutschen Bildungssystem. Dieser Bereich umfasst die Level fünf und sechs der International Standard Classification of Education (ISCED), die 1997 weltweit als Maßstab eingeführt wurde, um die Bildungssysteme verschiedener Nationen miteinander vergleichen zu können. Ein Hochschulstudium ist in Deutschland optional möglich und setzt in der Regel die allgemeine Hochschulreife voraus. Bei erfolgreichem Abschluss kann ein abgeschlossenes Hochschulstudium die beruflichen Chancen deutlich verbessern.

Das Fächerangebot an deutschen Hochschulen ist sehr breit. Die Fächer lassen sich in folgende Fachgebiete unterteilen:

  • Ingenieurwissenschaften
  • Mathematik, Naturwissenschaften
  • Agrar- und Forstwissenschaften
  • Medizin, Gesundheitswesen
  • Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
  • Gesellschafts- und Sozialwissenschaften
  • Sprach- und Kulturwissenschaften, Kunst und Gestaltung
  • Lehrämter

Viele Hochschulen in Deutschland haben spezielle Schwerpunkte und genießen in den jeweiligen Fächern deutschlandweit und international einen besonders guten Ruf. Regelmäßig werden Rankings veröffentlicht, in denen die Studiengänge an den verschiedenen Hochschulen auf diverse Kriterien hin geprüft werden. Solche Rankings sind gerade für Abiturienten eine nützliche Unterstützung bei der Suche nach der richtigen Hochschule.

Studium – Zulassungsvoraussetzungen und Abschlüsse

Um Zugang zu den Hochschulen zu erhalten, benötigt man den höchstmöglichen Abschluss der Sekundarstufe II, d.h. das Abitur oder einen gleichwertigen Abschluss. Für den Besuch einer Fachhochschule genügt auch die Fachhochschulreife. In Ausnahmefällen kann bei entsprechender beruflicher Vorbildung auch ein Hochschulzugang ohne Abitur möglich sein.

Die weiteren Zulasssungsbedingungen variieren von Fach zu Fach. Teilweise werden zulassungsfreie Studiengänge angeboten, für die sich der potenzielle Student nur einschreiben muss. Auf der anderen Seite gibt es eine Reihe zulassungsbeschränkter Studiengänge. Die Aufnahme wird hier entweder durch die Hochschule selbst oder durch die Stiftung für Hochschulzulassung geregelt.

Aufbau des Studiums

Man unterscheidet zwischen einem grundständigen (Bachelor) und einem weiterführenden postgradualen (Master, Promotion, Habilitation) Studium. Dank des Bologna-Prozesses kann ein erster Abschluss des Hochschulstudiums bereits nach drei Jahren mit dem  Bachelor erzielt werden. Der Abschluss ist bereits berufsqualifizierend. Nach zwei weiteren Jahren kann optional der Master angeschlossen werden, der zur Promotion berechtigt. Ob der Master direkt im Anschluss an das Bachelor Studium angehängt wird, oder ob man zunächst ins Berufsleben einsteigt, bleibt jedem selbst überlassen. Ähnlich wie bei den alten Diplomabschlüssen wird auch bei Bachelor und Master ein Zusatz an den Titel gehängt, der einen ersten Hinweis auf die Art des Studienfaches gibt. So führen Lehrer zum Beispiel den Master of Education und Absolventen der Informatik können den Titel Bachelor of Science erhalten.

Das Studiensystem an deutschen Hochschulen

Die Inhalte werden an deutschen Hochschulen in Vorlesungen, Seminare mit kleineren Lerngruppen, Tutorien und im Selbststudium vermittelt. Mit dem Bologna-Prozess wurde ein einheitliches System der Leistungsbewertungen der Studenten eingeführt, die Credit Points (ECTS – European Credit Transfer and Accumulation System).

Dafür wurde der Aufbau der Studiengänge grundlegend geändert. Studieninhalte wurden zu Modulen zusammengefasst, die mit Prüfungen abgeschlossen werden. Dies können Klausuren, mündliche Prüfungen, Hausarbeiten oder Referate sein. Entsprechende Credit Points dokumentieren die Leistungen der Studenten. Zugleich sollen die Leistungsnachweise mit Credit Points einen reibungslosen Wechsel der Universitäten sowohl im In- als auch im Ausland erleichtern.
Andere Fächer wie Lehramtsfächer, Rechtswissenschaften oder Medizin schließen mit dem ersten bzw. zweiten Staatsexamen ab.

Arten des Studiums in Deutschland

Im tertiären Bereich unterscheidet man zwischen einem

Diese drei Studienmöglichkeiten unterscheiden sich unter anderem in ihrer Ausrichtung auf die Theorie bzw. die Praxis und in ihrer gesamten Organisation. Dabei studieren die meisten Studenten in Deutschland in einem klassischen Vollzeitstudium an einer Universität oder einer Fachhochschule. Das Duale Studium wird allerdings immer populärer, da in diesem Bereich ein großer Bedarf besteht.


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