
Mit Beginn der Sekundarstufe II stehen den Schülern in Deutschland viele Möglichkeiten der individuellen Weiterentwicklung offen. Man kann weiter zur Schule gehen und das Abitur oder das Fachabitur ablegen, oder den Berufseinstieg in Form einer Ausbildung wagen.
Die Bildungsstufe Sekundarstufe II besteht in Deutschland per Definition zum einen aus dem schulischen Bildungsweg, der zum Hochschulbesuch befähigt sowie zur beruflichen Ausbildung. Darunter fallen die folgenden Möglichkeiten:
- die gymnasiale Oberstufe
- die berufsbildende Schule
- Weiterbildung für Erwachsene, die zum Abitur führt
- Duale Ausbildung
- rein schulische Ausbildung
- Übergangssysteme
Einordnung der Sekundarstufe II
Die UNESCO führte in den 70er Jahren den sogenannten ISCED (den International Standard Classification of Education) ein – eine Gliederung der Bildungswege, in die sich alle nationalen Bildungssysteme mit ihren einzelnen Stufen einordnen lassen. Ziel dieser Standardisierung sollte es sein, den Vergleich zwischen den unterschiedlichen Systemen der Nationen zu vereinfachen. Bei diesem ISCED fällt die deutsche Sekundarstufe II in das 3. Level von insgesamt 6 Leveln. Das 3. Level wird auch als Sekundarbildung Oberstufe (secondary education second stage) bezeichnet. Diese dient sowohl der Allgemein- als auch der Berufsbildung, qualifiziert zum Berufseinstieg und ermöglicht den Besuch einer höheren Bildungseinrichtung.
Organisation der Sekundarstufe II, die zum Abitur führt
Diese Stufe im deutschen Bildungssystem umfasst in der Regel zwei bis drei Jahre. In dieser Zeit wird die gymnasiale Oberstufe oder berufsbildende Schule besucht und in der Regel mit einer umfangreicheren Abiturprüfung abgeschlossen.
Die Ausbildung im Rahmen der Sekundarstufe II
Das duale Ausbildungssystem ist das prominenteste seiner Art in Deutschland und ist für seine einzigartige Kombination von schulischer und betrieblicher Ausbildung auch im Ausland bekannt und angesehen. Der weniger bekannte Zweig der rein schulischen Ausbildung ist dagegen vor allem im Sozial- und Gesundheitswesen verbreitet und entwickelte sich im Laufe der Industrialisierung aus den Umständen heraus, dass es für diese Berufe anfänglich keine Betriebe gab, in denen eine Ausbildung im geforderten Maß hätte stattfinden können. Aus der Tatsache, dass die Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt in den vergangenen Jahren das Angebot in immer größerem Maße überstieg, entwickelten sich die sogenannten Übergangssysteme, die in der Regel aus weiterbildenden Maßnahmen ohne berufsqualifizierenden Abschluss bestehen.





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