
Eigentlich ist es unmöglich, sich im Laufe des Lebens nicht weiter zu bilden. Jede neue Fähigkeit und jede neue Information ist streng genommen Weiterbildung – warum also nicht auch schulisch oder beruflich weiterbilden.
Der vierte Bereich des deutschen Bildungssystems, der Quartärbereich, befasst sich mit dem Konzept der Weiterbildung. Das Konzept definiert sich, den Beschlüssen der Ständigen Konferenz der Kultusminister zufolge, so:
„Weiterbildung ist die Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluss einer unterschiedlich ausgedehnten ersten Bildungsphase und in der Regel nach Aufnahme einer Erwerbs- oder Familientätigkeit. Weiterbildung in diesem Sinne liegt auch vor, wenn die einzelnen ihr Lernen selbst steuern. Sie umfasst die allgemeine, politische, kulturelle und wissenschaftliche Weiterbildung.“
Weiterbildung hat dabei auf gesellschaftlicher und individueller Ebene die unterschiedlichsten Funktionen. Sie ist das notwendige Werkzeug zur Anpassung an den technischen Fortschritt, sie sichert die volkswirtschaftliche Leistungsfähigkeit und kann ein entscheidender Faktor in der Arbeitsmarktpolitik sein. Weiterbildung ist entscheidend für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und Voraussetzung für Selbstbestimmung und Unabhängigkeit.
Formen der Weiterbildung
Dieser Bereich gliedert sich in folgende Teilbereiche:
- Lebenslanges Lernen
- Berufliche Weiterbildung
- Allgemeine Weiterbildung
- Politische Weiterbildung
- Interkulturelle Weiterbildung
- Informelle Weiterbildung
- Umschulungen
Kosten und Finanzierung
Mehr als die Hälfte aller Kosten für Weiterbildungsmaßnahmen werden in Deutschland von den Unternehmen getragen, die diese Maßnahmen gezielt für ihre Mitarbeiter initiieren. Jeweils etwa 20% der Kosten werden von Privatpersonen, die sich weiterbilden möchten, und von der Bundesagentur für Arbeit erbracht. Rund 5% stammen aus öffentlichen Kassen. Die Weiterbildung hat ein Finanzvolumen von etwa 50 Milliarden Euro.





Noch keine Kommentare