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Wie funktioniert das amerikanische Bildungssystem?

Das amerikanische Bildungssystem

Die besten Universitäten der Welt sind in den USA zu finden – kein Wunder, denn immerhin haben diese im amerikanischen Bildungssystem trotz der hohen Studiengebühren einen besonders hohen Stellenwert.

Das Schulsystem in den USA

In den USA besteht die Allgemeine Schulpflicht in der Regel bis zum 16. oder auch 18. Lebensjahr, je nach Bundesstaat. Ein dreigliedriges Schulsystem mit Gymnasium, Realschule und Hauptschule wie in Deutschland gibt es in den USA nicht. Unterschiedlich begabte Kinder besuchen stattdessen gemeinsam eine Schule.

Die Schullaufbahn eines Kindes beginnt in Amerika mit der sechsjährigen “Elementary School”, die bereits mit dem Kindergarten startet und bis zur 6. oder 8. Klasse geht. In den Klassen 7 bis 9 geht es dann mit der “Middle School” oder auch “Junior Highschool” weiter. Anschließend besuchen die Schüler die “High School”, die mit der deutschen Gesamtschule vergleichbar ist. Diese Schule besuchen die amerikanischen Jugendlichen von den Klassen 9 bis 12 bzw. 10 bis 12.

Der Abschluss der High School berechtigt zum Besuch einer Hochschule. In den USA hat die universitäre Ausbildung einen besonders hohen Status. So sind die USA diejenige Nation mit dem höchsten prozentualen Anteil an jungen Leuten, die eine Hochschule besuchen.
Das Schulsystem ist staatlich, was bedeutet, dass bis zum Abschluss der Allgemeinen Schulpflicht alle die Möglichkeit haben, kostenlos die Schule zu besuchen. Dieses Angebot wird von 90% der Schüler in Anspruch genommen. Die restlichen 10% besuchen eine der Privatschulen im Land.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen College und University?

Die Bezeichnung College oder University hängt teilweise von den einzelnen Bundesstaaten ab. An einem College kann häufig ein Bachelorabschluss oder nur ein Abschluss in bestimmten Bereichen gemacht werden. An der University hingegen ist auch eine Promotion möglich. Damit ähneln College und University der deutschen Fachhochschule und Universität.

Hohe Studiengebühren für Hochschulen

Es gibt verschiedene Collegetypen: Undergraduate Schools, Graduate Schools und Professional Schools. Grundsätzlich werden an den Hochschulen Studiengebühren erhoben, die auch bei staatlichen Hochschulen die deutschen Studiengebühren bei weitem überstiegen. Da dieser Bildungszweig einen sehr hohen Status hat, nehmen jedoch viele Eltern diese hohen Kosten auf sich. Viele legen bereits Jahre vorher Ersparnisse für die Ausbildung ihrer Kinder an. Ein weitaus umfangreicheres Stipendienangebot als in Deutschland ermöglicht auch sozial schwachen und besonders guten Schülern den Besuch eines Colleges oder einer University. Berühmte amerikanische Universitäten sind unter anderem die Princeton University, Harvard University, Columbia University und die Yale University.


Mehr Artikel von Miriam Bax

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