
Weiterbildung und Lebenslanges Lernen
Dabei wird vor allem ein Konzept im 21. Jahrhundert immer wichtiger: das Lebenslange Lernen. In den meisten Berufen ist es heute nicht mehr ausreichend, einmalig eine Ausbildung zu machen. Stattdessen muss man sich regelmäßig weiterbilden, nicht zuletzt um konkurrenzfähig zu bleiben. Und auch im privaten Leben wird es immer häufiger notwendig, das Wissen ständig zu erweitern – und sei es nur, um die neue Waschmaschine bedienen zu können. Das hat auch die Bundesregierung erkannt: Die Förderung des lebenslangens Lernen ist fester Bestandteil der Agenda geworden.
Bildung als Standortfaktor
Der Forschungs- und Entwicklungsstandort Deutschland soll in den kommenden Jahren noch mehr gefördert werden. Dafür wird eine große Anzahl gut ausgebildeter Fachkräfte benötigt, die eine angemessene Umgebung für ihren persönlichen Bildungsweg vorfinden. Dafür ist es wichtig, dass:
- Bildung für alle erschwinglich ist. Keinem soll ein Ausbildungsweg versperrt bleiben, weil er ihn sich nicht leisten kann.
- Bildung für alle zugänglich ist. Keiner soll auf Grund seines ethnischen Hintergrundes oder seiner gesellschaftlichen Position auf seinem Bildungsweg diskriminiert werden.
- Bildung in einem angemessenen Rahmen stattfindet. Bildungseinrichtungen müssen den Bedürfnissen der Lernenden entsprechend ausgestattet sein und es soll eine respektvolle und entspannte Lern-Atmosphäre geschaffen werden.
Stärken, Schwächen und Zukunftsvisionen
In Deutschland gibt es bereits Bereiche, in denen Bildung besonders gefördert wird. Der Prozentsatz der Kinder, die einen Kindergarten oder eine Kinderkrippe besuchen und damit bereits in jungen Jahren gefördert werden, liegt mittlerweile bei 90%. Und auch die Zahl der Schulabgänger mit Hochschulreife ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Handlungsbedarf herrscht dagegen noch bei der Zahl der Jugendlichen, die die Schule ohne Schulabschluss beenden oder auch bei der Zahl der Hochschulabsolventen. Im internationalen Vergleich kann sich Deutschland hier nicht sehr profilieren.
Die Bundesregierung und die Bildungseinrichtungen in Deutschland haben es sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Zahl der Menschen zu erhöhen, die in primären oder sekundären Bildungseinrichtungen lernen. Die Angebote sollen besser, einfacher zugänglich und vielfältiger werden. Denn – wie schon Francis Bacon sagte – „Wissen ist Macht“.





Eine Antwort
Anne am 18. September 2011 um 9:44 Uhr
Ich finde es sehr erstaunlich wie postiv in diesem Artikel von der Bildungspolitik gesprochen wird.
“Bildungsrepublik Deutschland sei kein reines Hirngespinst”?
Wie kommt es denn, dass mittlerweile 43% der Abiturienten studiert? Ist die Zahl der Bacherlor und Masterabschlüsse nicht wesentlich interessanter?
Von Heut auf Morgen ist die Deutsche Gesellschaft super schlau geworden? 102.8 Milliarden Euro wurden investiert und der Lernwille der Schüler ist rasant gestiegen?
Grund für die vielen Abiturienten ist nicht etwa das Herabsenken des Leistungsniveaus? Wenn man in manchen Bundesländern Mathematik abwählen kann? Wenn man in einer Klausur nur 85% der Fragen richtig beantwortet und immer noch eine “Eins” bekommt und damit die Anforderungen in besonderem Maße erfüllt hat?
Nicht ohne Grund sprechen die älteren Generationen davon, dass das Abitur früher sehr viel schwerer gewesen sei.
Das Abitur ist zum Maßstab, – zum Alltäglichen geworden.
Die Wirtschaft boomt, doch die Bildung der Kinder leidet. Ich spreche nicht von Ausbildung sondern vom Prinzip der Bildung nach Humboldt.
Schülerin aus Sachsen (17)