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So managen Sie Ihre Reputation im Web

Haben Sie schon mal Ihren Namen gegoogelt? Mit effektivem Online-Reputationsmanagement können Sie genau steuern, was im Web über Sie zu finden sein soll. Christian Keppel von deinguterruf.de beschreibt, wie man ein solches Reputationsmanagement nutzen kann und worauf Internetnutzer achten sollten.

bildungsXperten:

Herr Keppel, Sie bieten auf www.deinguterruf.de spezielles Online-Reputationsmanagement an. Bitte beschreiben Sie kurz Ihren Service.

Christian Keppel:

Das Online-Reputationsmanagement ist noch ein recht junger Zweig und ist auch noch ständigen Änderungen und Neuheiten unterworfen. Generell bieten wir unseren Kunden mit dem Reputationsmanagement an, den Onlineruf, also die Suchergebnisse, die Google zu dem Kunden findet, zu optimieren. Die Motivation der Kunden reicht von einem grundsätzlichen Aufbau der Reputation über Aktualisierung bis hin zur Bekämpfung von Schmutzkampagnen.

bildungsXperten:

Viele Internetnutzer sind im Web unterwegs, ohne sich über mögliche Konsequenzen Gedanken zu machen. Jede Aktivität hinterlässt jedoch ihre Spuren. Wie wichtig ist die virtuelle Visitenkarte im Web wirklich?

Christian Keppel:

Unsere Arbeit in den letzten Jahren hat ganz klar aufgezeigt, dass die Digitalisierung der Welt gerade erst begonnen hat. Mit jedem Jahr nimmt die Bedeutung der eigenen digitalen Identität im Netz zu. Es gibt z. B. schon Berufszweige, in denen es kein gutes Licht auf den Bewerber wirft, wenn dieser keine Identität, oder, noch schlimmer, einen schlechten Onlineruf hat. Dieser Trend wird sich auch immer weiter auf das private Leben ausweiten und in einiger Zeit genauso wichtig sein wie eine saubere Schufa.

bildungsXperten:

Was ist der effektivste Weg, um überhaupt ein Bild davon zu bekommen, was alles im Netz über einen selbst zu finden ist? Gibt es auch Möglichkeiten, wie man dies regelmäßig selbst überwachen kann?

Christian Keppel:

Die erste Anlaufstelle sollte in jedem Fall Google sein. Regelmäßiges Ego-Googlen sollte zur Gewohnheit werden, genauso wie es üblich ist, sich morgens im Spiegel zu betrachten, bevor man das Haus verlässt. Das Google-Ergebnis ist in der Regel das, was auch von Dritten zuerst wahrgenommen wird.
Wenn Bedarf nach einer gründlicheren, automatisierten Suche oder einem professionellen Ansatz gegeben ist, so empfiehlt es sich, Angebote von Monitoringdiensten zu nutzen. Deinguterruf.de bietet z. B. an den Kunden in regelmäßigen Abständen über die neuesten Treffer zu seinem Namen zu informieren. Anhand des so erstellten Reports kann der Kunde dann bequem weitere Optionen zu den Webtreffern wählen und so aktiven Einfluss auf seinen Onlineruf ausüben.

bildungsXperten:

30% der Personalchefs geben mittlerweile den Namen der Bewerber in Suchmaschinen ein. Ist der digitale Ruf im Web hauptsächlich für Bewerber interessant oder gibt es auch andere Berufsgruppen oder Branchen, für die die Visitenkarte im Netz ebenfalls sehr wichtig ist?

Christian Keppel:

Der digitale Ruf nimmt immer mehr an Bedeutung zu, dies gilt sowohl für Bewerber als auch für Privatpersonen. Das Bewusstsein der User sollte dahingehen, dass der Onlineruf etwas Öffentliches ist, und diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen. In einiger Zeit zählt das digitale Ich genauso zur öffentlichen Wahrnehmung wie die Kleidung bzw. ein gepflegtes Äußeres. Heute ist dies speziell für Berufsgruppen im Medien- und Onlinebereich relevant. Es wird sich allerdings sukzessive auf viele weitere Berufsgruppen ausweiten und auch im privaten Bereich Einzug halten.

bildungsXperten:

Wenn man nun negative oder unerwünschte Informationen im Netz findet, was für eine Hilfestellung können Sie Ihren Kunden in diesem Fall anbieten? Was kann man darüber hinaus als ersten Schritt selbst unternehmen?

Christian Keppel:

Wir können unseren Kunden in vielfältigen Situationen und Problemstellungen helfen. Zunächst einmal muss das Problem analysiert und verstanden werden. Erst dann können wir unseren Kunden die optimale Strategie anbieten. Hierbei ist es möglich, dass der oder die Einträge vollständig entfernt oder gekürzt werden, oder aber, dass das maßgebende Suchergebnis des Kunden optimiert wird.

Als ersten Schritt für den Betroffenen selbst, würde ich empfehlen auch zu ergründen, um was für einen Eintrag es sich handelt. Sind es selbst verfasste veraltete Einträge, Beleidigungen und Schmähungen von Dritten oder sind es pikante persönliche Daten, welche nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind? Je nach Fall bestehen dann eventuell Möglichkeiten selbst Schritte zu beschreiten oder professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

bildungsXperten:

Wie können Sie als professioneller Anbieter die Online-Reputation Ihrer Kunden gezielt managen? Was kann man bereits selbst tun, um sich ein positives Image im Web aufzubauen?

Christian Keppel:

Das gezielte Optimieren einer Reputation ist äußerst individuell und muss daher von Fall zu Fall betrachtet werden. Aus diesem Grund wird für jeden Kunden eine eigene Strategie erarbeitet, denn die Möglichkeiten sind genauso vielfältig wie die Problemstellungen. Die Bandbreite reicht hier von einzelnen Entfernungen bis hin zu kompletten Online PR-Kampagnen zum Aufbau oder zur Stärkung der Reputation. Hierbei verschmelzen teilweise klassische PR-Arbeit und Online-Reputationsmanagement.

Für unsere Arbeit, als auch für den Kunden gilt: Tue Gutes und rede, bzw. schreibe darüber!

bildungsXperten:

Immer mehr Internetnutzer sind derzeit in sozialen Netzwerken unterwegs. Was raten Sie hier in puncto Umgang mit Informationen? Wie kann man solche Netzwerke gezielt zum Aufbau des Images im Netz nutzen?

Christian Keppel:

Der aktuelle Boom von Facebook lässt darauf schließen, dass in absehbarer Zeit kein Weg an diesem sozialen Netzwerk vorbei führt. Unzählige Unternehmen unterhalten bereits eigene Fanpages und der allgegenwärtige „Like-Button“ von Facebook hat nahezu das gesamte Internet erobert. Ähnlich wie bei der grundsätzlichen Online-Reputation gilt auch hier, dass es sich um ein quasi öffentliches digitales Erscheinungsbild eines selbst handelt. Man sollte sich also auch hier verhalten und handeln, wie man es auch in der Öffentlichkeit tun würde.
Aufgrund des sehr guten Rankings der sozialen Netzwerke in den Internetsuchmaschinen kann man quasi darauf vertrauen, dass diese Profile eine erste Anlaufstelle für User sind, welche nach Ihnen suchen. Entsprechend kann man diese Chance nutzen.

bildungsXperten:

Wenn man nun einen Allerweltsnamen besitzt, gibt es überhaupt Möglichkeiten, sich gegenüber anderen „Klaus Meiers“ in den Suchmaschinen durchzusetzen?

Christian Keppel:

Eine eindeutige Identifizierung sollte das Ziel eines jeden Nutzers sein. Nur so können eventuelle Missverständnisse vermieden werden. Dies ist bei Allerweltsnamen entsprechend schwieriger, aber nicht unmöglich. Um sich hier absetzen zu können, muss also der Informationsumfang ein wenig erweitert werden und mit dieser zusätzlichen Information optimiert werden. Z. B. „Klaus Meier Düsseldorf“ oder „Klaus Meier Reporter“.

bildungsXperten:

Was halten Sie davon, wenn man sich gänzlich dem Internet verweigert und keine Spuren im Netz hinterlässt? Ist das überhaupt noch ratsam?

Christian Keppel:

Generell ist es schwierig, überhaupt nicht im Internet in Erscheinung zu treten. Selbst wenn aktiv keine Einträge verfasst werden, so ist es durch die Personensuchmaschinen bereits gängig, eigene Landingpages zu jeder Suchabfrage zu erstellen. Wenn Sie also nach einem Namen in einer Personensuchmaschine suchen, so hat derjenige bereits einen Suchtreffer bei den Internetsuchmaschinen. Auch hier gilt: Lieber aktiv das eigene Suchergebnis pflegen als es dem Zufall überlassen.

Das Interview führte Miriam Bax.


Mehr zu diesem Thema bei http://www.deinguterruf.de/default.aspx

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