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Fünf Tipps, um die Motivation von Mitarbeitern zu fördern

Das Herzstück eines jeden Unternehmens sind seine Angestellten. Nachhaltiger Unternehmenserfolg hängt in hohem Maße von der Arbeitsweise der Mitarbeiter ab. Wie motiviert die Angestellten sind und welche Verbundenheit sie gegenüber dem Unternehmen empfinden, entscheidet häufig über die Resultate ihrer Arbeit. Doch gerade in Puncto Motivation werden häufig Möglichkeiten, die oft nur geringen Aufwand bedeuten würden, von Unternehmen außer Acht gelassen. Mithilfe der fünf nachfolgenden Tipps können positive Veränderungen in Bezug auf die Mitarbeitermotivation herbeigeführt werden.

Tipp 1: Materielle Anreize

Monetäre Anreize wie beispielsweise Boni, Gehaltserhöhungen, Geschenke und Gutscheine zählen zu den bekanntesten Mitteln, um die Motivation von Mitarbeitern zu steigern. Doch häufig ist Geld nicht alles und materielle Vergütungen rufen oft keine langfristige Motivation hervor, sondern lösen eher kurze Motivationsschübe aus. So gelten kleine Geschenke ab und an als Belohnung für ein gutes Arbeitsresultat als sinnvoll, eine dauerhafte Gehaltserhöhung kann aber schnell den ursprünglichen Stimmungszustand hervorrufen und garantiert keine langfristige Zufriedenheit und Effizienz der Mitarbeiter.

Wann die Belohnung in Form von materiellen Anreizen als motivierend gilt, ist abhängig von der Tätigkeit und anderen äußeren Gegebenheiten. Im Allgemeinen besteht keine Korrelation zwischen dem Engagement der Mitarbeiter und der Einkommenshöhe. Forscher haben aber herausgefunden, dass extrinsische Belohnungen bei jenen Mitarbeitern, die ihre Tätigkeit als uninteressant bezeichnen, durchaus zu einer Steigerung der intrinsischen Motivation beitragen können.

Tipp 2: Lob und Anerkennung

Lob und Anerkennung haben sich als bewährte und noch dazu für den Arbeitgeber kostenlose Motivationsfaktoren herausgestellt. Studien haben ergeben, dass die Anerkennung und das Lob für eine Leistung langfristig Motivation beim Arbeitnehmer hervorrufen können. Gleichzeitig stecken sich Menschen, die für ihre Leistung gelobt werden, häufig höhere Ziele und fühlen sich stärker dazu verpflichtet, diese auch zu erreichen. Ein Kompliment sollte jedoch immer gut formuliert sein und auch seine Berechtigung haben. Ein grundloses Lob kann häufig nach hinten losgehen und wirkt dann auf den Empfänger eher ironisch und verspottend. Das Lob für die erzielten Erfolge sollte nicht übertrieben sein und immer genau benannt werden. Auch sollte nachgefügte Kritik vermieden werden, die beispielsweise durch entwertende Worte wie „aber“ oder „eigentlich“ getätigt wird.

Tipp 3: Der Spaß sollte erhalten bleiben

Auch wenn es oft heißt, dass Berufliches und Privates getrennt bleiben sollte, so gehört doch der Spaß auch am Arbeitsplatz dazu. Kleine Späße und Witze lockern den Arbeitsalltag auf und tragen enorm dazu bei, dass sich Arbeitnehmer im Unternehmen wohl fühlen. Auch persönliche Fragen und Gespräche, die nicht nur auf das Befinden im Arbeitsleben abzielen, vermitteln dem Arbeitnehmer das Gefühl von Wertschätzung für seine Person.

Tipp 4: Unternehmensdemokratie schaffen

Demokratie ist nicht nur die politische Grundlage eines Staates, sie findet sich auch in vielen anderen Bereichen des alltäglichen Lebens. Um ein angenehmes Arbeitsklima zu gewährleisten, sollten auch Unternehmen und Firmen demokratische Strukturen beinhalten. Nichts ist langweiliger und demotivierender für Mitarbeiter, als nur ein Hamster im Rad zu sein. Deswegen ist es sinnvoll, die Mitarbeiter an Entscheidungen teilhaben sowie sie mitbestimmen und mitgestalten zu lassen. Sie sollten die Möglichkeit erhalten, Kritik und Verbesserungsvorschläge zu äußern. Eine solche Unternehmensdemokratie signalisiert dem Mitarbeiter auch, dass seine Person im Unternehmen geschätzt und gebraucht wird, wodurch ebenfalls seine Motivation gesteigert werden kann.

Tipp 5: Gutes Arbeitsklima durch ein harmonisches Team

Eine repräsentative Studie der Beratungsgesellschaft Hay Group zeigt, dass ein „kollegiales“ Umfeld für viele Menschen einen wichtigeren Stellenwert einnimmt, als die bloße faire Bezahlung. Ein schlechtes soziales Arbeitsklima wirkt sich zudem auch auf die Arbeitsergebnisse aus. Denn häufig ist Teamarbeit und das gemeinsame Erreichen eines Ziels essenziell in einem Unternehmen. Umso wichtiger ist es also, ein angenehmes Betriebsklima zu erreichen. Dazu helfen teamfördernde Maßnahmen und Aktivitäten. Sie stärken den Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft und bilden eine willkommene Abwechslung vom Arbeitsalltag.

Grundsätzlich sollten solche Unternehmungen regelmäßig stattfinden und nicht erst dann, wenn bereits schlechte Stimmung im Team herrscht. Das Angebot für Firmenevents ist inzwischen umfangreich, es muss also nicht immer die klassische Betriebsfeier sein. Bewährt haben sich auch Betriebsausflüge, bei denen die Mitarbeiter fernab vom Arbeitsplatz den Kopf frei kriegen können, sich auch privat kennenlernen und gleichzeitig etwas Neues erleben. Beispiele für abwechslungsreiche Firmenevents sind Städtetrips, sportliche Aktivitäten oder Kochveranstaltungen. Damit der Betriebsausflug zu einem gelungenen Event wird, sollte eine sorgsame Planung immer vorausgehen. Auch hier bietet es sich an, die Angestellten mit in die Organisation und die Entscheidung der Aktivität einzubeziehen.

Abhängig davon, wo der Betriebsausflug stattfindet, sollten auch Überlegungen zur An- und Abreise getroffen werden. Bei Aktivitäten oder Reisen außerhalb der Stadt bietet es sich an, die Fahrt ebenfalls als Team zu bestreiten. Denn eine gemeinsame Fahrt rundet meistens den Betriebsausflug positiv ab und ist mit weniger Stress und Kosten für die Mitarbeiter verbunden.

Maßnahmen zur Steigerung der Motivation von Mitarbeitern zahlen sich langfristig aus. Ein positives Arbeitsklima durch den Zusammenhalt im Team und die Anerkennung von guten Leistungen erhöhen die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter in einem Unternehmen. Das Ergebnis sind glückliche Arbeitnehmer, zufriedene Arbeitgeber und positive Resultate. Welche Motivationstechnik nun am erfolgversprechendsten ist, hängt davon ab, welche Ebene der Motivation erreicht werden soll. Generell sollte jedoch eine Kombination aus allen Techniken in der Praxis Anwendung finden.


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