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Das Gap Year als vielseitiges Multisprachenjahr verbringen

Die Bedeutung von Auszeiten zwischen zwei wichtigen Lebensabschnitten wächst nach wie vor. Doch was hat es mit einem Gap Year eigentlich auf sich? Welche Möglichkeiten gibt es? Und warum sollte ein frisch gebackener Abiturient gleich wieder die Schulbank drücken?

Zwischen Schule, Studium oder Ausbildung verbringen immer mehr junge Erwachsene eine gewisse Zeit im Ausland. Selbstfindung, Erholung und authentische Erfahrungen sind Stichworte, die dabei häufig fallen und bei so manchem Mitglied der älteren Generationen bis vor kurzem eher Ablehnung als Bewunderung hervorgerufen haben dürften. Sogar Schulkameraden, Kommilitonen und Kollegen beäugen Pläne für eine Auszeit teilweise noch mit Skepsis und bezeichnen sie gern als „verlorene Zeit“ auf dem Weg in die Karriere. Ein Jahr Pause vor der weiteren Lebensplanung als eine Art Brückenjahr, ein sogenanntes Gap Year, hat aber mittlerweile an Akzeptanz gewonnen. So sind Aspekte wie interkulturelle Kompetenz, Selbstständigkeit im Umgang mit ungewohnten Herausforderungen oder der selbstbewusste Umgang mit Fremdsprachen längst zu einem festen Bestandteil eines gelungenen Lebenslaufes geworden. Und diese Fertigkeiten sind es eben, die ein Brückenjahr einem jungen Erwachsenen lehren kann. Ganz nebenbei können sie noch „die Zeit ihres Lebens“ verbringen.

Es gibt die verschiedensten Optionen für ein Gap Year. Möchten Sie während des Reisens Geld verdienen und erstklassige Arbeitserfahrungen sammeln? Wollen Sie beispielsweise Spanisch lernen in Costa Rica? Planen Sie an Hilfsprojekten teilzunehmen oder einfach Menschen kennenzulernen? Die Liste ist lang. Welche die richtige Wahl für den Einzelnen ist, hängt besonders von dessen Vorlieben, Talenten und Zielen ab. Der eine lässt sich gern viel Zeit für eine ausgiebige Planung und einen ausführlichen Vergleich, während der andere schon im Flieger sitzt und den Rest vor Ort klärt. Und auch die Eltern haben in vielen Fällen sicherlich ein gewisses Wörtchen mitzureden. Wer möchte schon gern seinen Sprössling in die weite Welt ziehen lassen, ohne ihn in Sicherheit zu wissen. Ob Au Pair, Work and Travel oder Freiwilligenprojekte – für eine beruhigende Absicherung empfiehlt sich die Buchung über eine der vielen Agenturen, die sich von Anfang an um alles kümmern. Von der Bewerbung über Packlisten bis hin zum ersten Heimweh und dem großen Abschiedsschmerz, wenn das Jahr dann doch viel zu schnell um war; trotz teilweise großer Entfernungen zum Heimatort, trotz Sprachbarrieren, Kulturschock und Selbstzweifeln. Auf diese Art und Weise ist immer jemand da.

Ein wichtiges Argument für ein Gap Year im Ausland sticht immer wieder heraus, nämlich das Sprachenlernen. Das Reisen selbst wird intensiver, authentischer und gelassener, wenn man die Landessprache spricht. Die Kultur eines Landes wird leichter verständlich und zugänglich, wenn man sich mit den Einheimischen fernab der Touristenhochburgen unterhalten kann. Und auch nach der Zeit auf Reisen bieten Fremdsprachenkenntnisse ein Plus, das durchaus den Unterschied zu den anderen Bewerbern für den Studienplatz, die Ausbildungsstelle oder den Job ausmachen kann.

Einen gelungenen Kompromiss aus selbstständiger Reiseerfahrung ohne Rundum-Sorglos-Agentur und trotzdem gut begleiteter Planung eines Reiseveranstalters mit einem starken Fokus auf Fremdsprachenkenntnisse bietet ein Multisprachenjahr, zum Beispiel mit DIALOG-Sprachreisen. Im Grunde genommen ist dies ein Langzeitsprachkurs im Ausland, jedoch mit einigen individuellen Besonderheiten. So kann man die Dauer des Multisprachenjahres auf 6 oder 9 Monate festlegen, auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt. Während dieser Zeit lernt man je nach Wunsch 2 bis 3 Sprachen in bis zu 3 verschiedenen Kursorten. Ob eine Amerika-Tour mit Französischkurs in Montréal, Englisch in New York und Spanisch in Costa Rica oder eine linguistische Reise durch Europa mit Italienisch-, Portugiesisch- und Russischkurs – Ihre Reiseroute können Sie sich ganz individuell zusammenstellen. Und mit dem passenden Veranstalter geht die Reiseplanung auch ganz unkompliziert. Vor Ort arbeiten Sprachreisen-Veranstalter mit Sprachschulen von hoher, häufig offiziell geprüfter Qualität und gutem Service, sodass nicht nur die Reiseplanung, sondern auch die Reise selbst mit guter Betreuung vor Ort zum Erfolg wird. Eine passende sowie günstige Option der Unterkunft ist das Wohnen in Gastfamilien. Das ist ein guter Spartipp, aber man erhält auch unbezahlbare Einblicke in das Leben der Einheimischen und ihrer Sprache, da man an ihrem Alltag teilnehmen darf.

Zusätzlich wird man an jeder Station Menschen aus aller Welt treffen, die die Landessprache ebenfalls im Urlaub oder im Gap Year lernen möchten. Diese Kontakte werden nicht nur den Aufenthalt ungemein versüßen, sondern tragen ganz nebenbei auch zu einem erhöhten Erfolg des Multisprachenjahres bei. Die Begegnung mit Menschen aus verschiedenen Sprach- und Kulturkreisen verstärkt das Verständnis für die eigene und damit auch für das Miteinander verschiedener Kulturen. Und natürlich muss man bei der Kommunikation auf die gemeinsam zu lernende Sprache zurückgreifen und trainiert so besonders das Hörverständnis, da Akzente und Sprachlevels variieren und das Zuhören erschweren. Am Ende des Gap Year steht häufig ein gut aufgestelltes Netzwerk von Freunden, Bekannten und vielleicht sogar Geschäftskontakten in der ganzen Welt – ein kostenloser Bonus, der sich auszahlt.

Man könnte natürlich argumentieren, dass eine gewisse Zeit im Ausland, umgeben von einer Fremdsprache, die man notgedrungen lernen muss, einen Langzeitsprachkurs überflüssig macht. Und natürlich ist die konkrete und praktische Anwendung einer Sprache die beste Übung! Doch mit einem Sprachkurs wird einem dabei professionelle Unterstützung zuteil, die man gerade am Anfang mit wenig oder ganz ohne Sprachwissen braucht. Darüber hinaus können erfahrene Lehrer Einblicke in die Sprache liefern, die in alltäglichen Unterhaltungen verloren gingen. Ein weiterer großer Vorteil von Sprachkursen ist die Möglichkeit, sich auf Examen vorzubereiten (Cambridge Examen oder TOEFL), die etwa für die Universitätszulassung oder für eine Arbeitserlaubnis im Ausland nötig sein können.

Die Intensität von 6 oder 9 Monaten Sprachkurs, zusammen mit der fortwährenden Auseinandersetzung mit Land, Leuten und ihrer Sprache sowie den Erfahrungen, die sich unterwegs ansammeln, machen ein Multisprachenjahr zu einer wertvollen Option für ein Brückenjahr. Die Hilfestellungen und die ausführliche Planung durch den Reiseveranstalter im Vorhinein liefern eine solide Basis, die einer selbstständigen Erkundung der Welt und ihrer Sprachen dienen soll. Die Ansprechpartner des Veranstalters und der Sprachschulen vor Ort bieten ein Netzwerk an Unterstützung während der Reise, das für Entspannung während der Auszeit sorgt. Und am Ende dieser aufregenden Zeit stehen Kenntnisse und Fähigkeiten für die Zukunft sowie das Erfolgserlebnis eines kleinen Abenteuers „ganz allein“, das man sich selbst zuschreiben kann. Aber eben doch nicht ganz allein.


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