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10 Tipps für ein optimales Xing-Profil

10 Tipps für ein optimales Xing-Profil

Was gehört ins Xing-Profil und wie nutzt man dieses erfolgreich für die Jobsuche? Ingrid Perschl von Careesma.at gibt Tipps für die optimale Selbstdarstellung – von der Kurzbeschreibung bis hin zu den Privatsphäre-Einstellungen.

Xing steht für “Crossing” und bezeichnet das größte Business Netzwerk im deutschsprachigen Raum. Das Prinzip von Xing ist ähnlich wie jenes von Facebook: Man verknüpft sich virtuell mit Bekannten, um den Kontakt aufrecht zu erhalten. Während Facebook ein Instrument für die Freizeit darstellt und die Kontakte überwiegend aus mehr oder weniger guten Freunden bestehen, kann man sich über Xing mit Kollegen, Vorgesetzten und Geschäftspartnern vernetzen.

Facebook oder Xing?

Facebook zielt eher auf junges Publikum ab und wird von vielen als Unterhaltungstool gesehen. Es gibt sehr unterschiedliche und kreative Wege, miteinander zu kommunizieren, durch Nachrichten, aber auch Statusmeldungen oder Fotokommentare. Zusammengeführt werden alle kommunikativen Aktivitäten auf der Pinnwand der Nutzer. Auf Xing hingegen wird etwas formeller kommuniziert – das soziale Netzwerk dient als Informationsquelle über Menschen, die man aus dem Businessleben kennt.

Auch Headhunter surfen bei Xing

Seit einiger Zeit nutzen Unternehmen Xing auch, um potentielle Mitarbeiter zu finden. Head Hunter haben auf der Plattform viele Möglichkeiten, nach interessanten Personen zu suchen. So ist auch der Traum eines jeden Xing-Nutzers tatsächlich schon wahr geworden: dass Xing-Nutzern auf Grund ihres Profils ein Job angeboten wurde. Ein Xing-Profil – auch ohne Premium-Mitgliedschaft, die knapp sechs Euro kostet – kann also für die Karriere ganz nützlich sein, sofern es mit den richtigen Informationen versehen ist.

Online Reputation durch ein ansprechendes Profil

Grundsätzlich werden in das Profil alle Informationen zum beruflichen Werdegang einer Person eingetragen, es ähnelt einem Lebenslauf. Daher sollte man wie bei einer Bewerbung auf ein professionelles Foto achten, Ausbildung wie Berufserfahrung gewissenhaft aufzählen und dabei Aufgabengebiete, Erfolge und spezifische Kompetenzen nicht unerwähnt lassen. Anders als ein gedruckter Lebenslauf bietet Xing aber noch weitere, teils interaktive Möglichkeiten.

Die Kurzbeschreibung und “Ich suche”

Zum einen gibt es ein Feld für eine Kurzbeschreibung, mit dem Raum für ein wenig Eigenwerbung geboten wird. Hier sollte man durch einen kurzen, prägnanten Text neugierig auf die eigene Person machen, denn dieser wird bei Suchanfragen als erstes dargestellt. Im Bereich „Ich suche“ sollte man möglichst konkret angeben, woran man interessiert ist, wie etwa Informationen und Erfahrungsaustausch.

“Ich biete” – Nutzen für andere hervorheben

Eine weitere Möglichkeit zur Selbstvermarktung gibt es im Bereich „Ich biete“, wo man Auskunft über seine Kenntnisse und Fertigkeiten geben kann. Da diese die Anknüpfungspunkte für  Kooperationen darstellen, sollte man präzise sein und den Nutzen für andere hervorheben. Die hier angegebenen Informationen erscheinen ebenfalls bei der Suche nach dem Profil und sind dementsprechend von Bedeutung. Um private Interessen kann man sein Profil im gleichnamigen Feld ergänzen, empfehlenswert ist eine Mischung aus sportlichen, fachlichen und kulturellen Interessen. Ebenso kann man bei Organisationen eine Auswahl unterschiedlicher privater Aktivitäten angeben.

Netzwerk-Kontakte kreieren Image

Einen großen Unterschied zum Lebenslauf auf Papier stellen die Verlinkungsmöglichkeiten auf der Plattform dar. Zum einen gibt es die Netzwerk-Kontakte, die Auskunft darüber geben, welchen Stellenwert man in der Branche hat und die ein Image kreieren. Zum anderen erfüllen die Gruppenmitgliedschaften eine weitere wichtige Funktion, da sie über Interessen und Engagements informieren. Schlussendlich ist es auch möglich, zu anderen Internetplattformen zu verlinken, um zu zeigen, welche Inhalte man auf Twitter empfiehlt, für welche Bücher man sich auf Amazon begeistert oder welche Themen man in seinem Blog behandelt.

Privatsphäre-Einstellungen: Schützen oder präsent sein?

Entscheidend sind abschließend die Privatsphäre-Einstellungen. Man kann auswählen, ob das Profil auch für Nicht-Mitglieder abrufbar sein darf oder gar von Suchmaschinen gefunden werden soll. Natürlich gilt es die Privatsphäre zu schützen, aber wer präsent sein möchte, sollte die Zugriffe auch ermöglichen. Besser auffindbar wird das Xing-Profil übrigens, indem man von anderen Kanälen darauf verlinkt und auch beim Verfassen von Kommentaren in Blogs oder Foren, nicht das Setzen eines Links vergisst.

Besonders bei lockeren Privatsphäre-Einstellungen sollte man stets im Hinterkopf behalten, dass Leute unaufgefordert zu jedem erdenklichen Zeitpunkt das Profil besuchen werden. Es ist ein Aushängeschild im Web und sollte aktuell gehalten werden. Deshalb sollte man die Aktualität der Angaben laufend prüfen sowie Kontakte und Gruppenmitgliedschaften regelmäßig bearbeiten. Ein ungepflegtes oder gar leeres Profil wird ungern gesehen und in der Regel nicht ernst genommen.

Kommen die Jobangebote dann von alleine?

Mit einer Flut von Jobangeboten, die ohne eigenes Zutun eintrifft, darf man allerdings trotz ordentlichen Profils nicht rechnen.

Viele Personaler nutzen Xing vorwiegend zum Backgroundcheck und vergleichen, ob die Online-Auftritte einer Person stimmig sind. Xing kann als Präsentationsmedium in Ergänzung zur aktiven Jobsuche eingesetzt werden. Wer sich über eine Jobbörse für eine Stelle bewirbt, macht sicherlich keinen Fehler, wenn er den Link zu seinem Profil mitschickt. Auf einen Lebenslauf in druckbarer Version sollte man trotzdem nicht verzichten.

In Zukunft werden der Einsatz von Xing im Recruiting sowie die passive Jobsuche an Bedeutung gewinnen. Fraglich ist, wie die Nutzung von Facebook, Xing und Linkedin, einer ähnlichen Plattform für internationale Geschäftskontakte, gehandhabt wird. Denn vielen Menschen ist es zu mühsam drei Profile zu pflegen.


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