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10 Tipps fürs Präsentieren ohne Angst

Präsentationen sind mittlerweile fester Bestandteil im Studentenalltag und unerlässlich im Job. Mit ein paar Tricks und Kniffen schaffen es auch die Schüchternen, souveräner vorzutragen und ohne Angst zu präsentieren. bildungsXperten erklärt, worauf es ankommt.

Für Schüchterne ist der bloße Gedanke an einen Vortrag mit den schlimmsten Szenarien verbunden – von Angst vor dummen Kommentaren,  Herumstammeln bis hin zum totalen Blackout.

Schüchternheit ist, entgegen der Vermutung vieler Menschen, nicht angeboren oder eine Krankheit, sondern vielmehr ein antrainiertes Verhalten. Und daran leiden nicht gerade wenige. Umso erstaunlicher, da toughes und selbstbewusstes Auftreten derzeit gefordert im Berufsleben wird wie nie. Nicht selten öffnen einem diese Eigenschaften beruflich viele Türen. Geraten schüchterne Menschen also automatisch ins Hintertreffen? Nicht unbedingt, denn wer aktiv daran arbeitet, seine Schüchternheit in den Griff zu bekommen, kann nach und nach die Angst vorm Vortrag überwinden.

In der Regel gilt: Je besser Sie vorbereitet sind, desto sicherer werden Sie sich fühlen. Ein wichtiger Tipp vorweg: Gehen Sie nach Möglichkeit Präsentationssituationen nicht aus dem Weg oder versuchen Sie nicht sich davor zu drücken. Denn nicht nur die Übung macht den Meister – Sie werden im Berufsleben immer wieder vor Menschen sprechen müssen. Je eher das Sprechen vor Publikum zur Routine wird, desto besser.

  1. Lassen Sie sich Zeit
    Wer kurz vor Vortragsbeginn in den Raum hetzt und sich nicht in Ruhe um die Technik kümmern kann, schafft schlechte Voraussetzungen und wird noch nervöser. Seien Sie stattdessen frühzeitig vor Ort und prüfen Sie in Ruhe, ob Ihre Präsentation oder sonstige technische Hilfsmittel funktionieren und ordnen Sie Ihre Unterlagen.
  2. Seien Sie ehrlich
    Versuchen Sie nicht, Ihre Aufregung zu überspielen, denn das merkt das Publikum in der Regel sofort. Besser ist es, offen zu seiner Aufregung zu stehen. Das wirkt sympathisch und nimmt Ihnen etwas den Druck. Außerdem ist Ihnen so die Aufmerksamkeit des Publikums sicher.
  3. Positiv denken: Sie sind gut!

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    Sie brauchen dafür kein Mantra oder Ähnliches. Aber wer pausenlos damit beschäftigt ist, sich auszumalen, was alles schief gehen kann, ist nicht nur unentspannt, sondern sieht auch genauso aus. Denken Sie daran, dass Sie der Experte sind. Im Idealfall haben Sie sich ausführlich mit Ihrem Thema beschäftigt, Ihnen kann also keiner etwas vormachen. Positive Gedanken beeinflussen maßgeblich Ihr Erscheinungsbild und Ihre Mimik. Also versuchen Sie Ihr Hirn zu überlisten und achten Sie auf eine positive Grundeinstellung.

  4. Übung macht den Meister
    Der Einstieg ist meist der schwierigste Part bei einem Vortrag. Proben Sie Ihren Vortrag also zuhause vor einem Freund und üben Sie den Ernstfall. Sie können auch Ihren Vortrag auf Band aufnehmen und hinterher Ihre Stimme analysieren und ggfs. optimieren. So fällt Ihnen auch schnell auf, ob Sie vielleicht zu schnell oder zu langsam reden, ob zu oft der Klassiker, das „Äh“, auftaucht, oder ob Sie vielleicht zu leise und undeutlich reden.
  5. Verstecken Sie sich nicht
    Vielen Vortragenden ist es am liebsten, nicht groß aufzufallen und sie neigen dazu, sich z. B. hinter einem Rednerpult zu verstecken. Dies ist jedoch der falsche Weg. Auch wenn es Sie Überwindung kosten wird – versuchen Sie stattdessen, offen vor Ihren Zuhörern zu stehen. Wenn es Ihnen zunächst lieber ist, können Sie dazu auch auf einem Stuhl sitzen. In jedem Fall sollte keine Barriere zwischen Ihnen und dem Publikum entstehen. So wirken Sie sicher und offen. Diese Wirkung können Sie mit Ihrer Körpersprache zusätzlich verstärken: Achten Sie darauf, nicht die Arme zu verschränken. Vermeiden Sie zudem Hektik, Übersprungs- oder Verlegenheitshandlungen (z. B. die Haare nervös hinters Ohr streichen). Ein freundliches Gesicht ist das A und O um eine positive Atmosphäre zu schaffen. Viele wissen, gerade was die Körperhaltung angeht, nicht, was Sie mit Ihren Händen tun sollen. Nicht einfach runterhängen lassen, sondern besser auf Hüfthöhe halten. Das funktioniert am besten, indem Sie Ihre Karteikarten oder einen Zeigestab in der Hand halten. Ein klares No-Go ist, die Hände in die Taschen zu stecken.
  6. Lesen Sie nicht ab
    Der Tipp ist zwar nicht neu, aber dennoch wichtig. Nichts ist langweiliger, als ein Vortrag, der komplett abgelesen wird. Der Augenkontakt zum Publikum sollte nicht nur beim kurzen Aufblicken während des Vorlesens hergestellt werden. Vielmehr sollten Sie versuchen Blickkontakt mit dem Publikum herzustellen und die Reaktionen beobachten. Wenn Ihnen das freie Reden zunächst schwerfallen sollte, sorgen Sie dafür, dass Sie immer ein Handout oder Karteikarten zur Hand haben, an denen Sie sich im Notfall entlang hangeln können.
  7. Aktiv das Publikum mit einbeziehen
    Gerade sehr aufgeregte oder schüchterne Menschen versuchen, einen Vortrag so schnell wie möglich hinter sich zu bringen, um sich der unangenehmen Situation entziehen zu können. Dabei sollten Sie genau das Gegenteil tun. Bleiben Sie nicht passiv, sondern versuchen Sie, Ihr Publikum aktiv einzubeziehen. Wenn Sie den Blickkontakt mit Ihrem Publikum halten, werden Sie schnell merken, ob Ihre Zuhörer noch bei der Sache sind, oder nicht. Falls Ihnen fragende oder gelangweilte Blicke entgegen kommen, sollten Sie die Initiative ergreifen, um Ihren Vortrag nicht zu gefährden. Lassen Sie Rückfragen zu und regen Sie zur Diskussion an. Können Sie eine Frage nicht beantworten, spielen Sie den Ball zurück und stellen die Frage dem Publikum.
  8. Feedback einholen
    Ist die Präsentation geschafft, setzen Sie sich noch einmal mit dem Ablauf und dem Ergebnis auseinander: Was lief gut? Was hatten Sie noch nicht im Griff oder wobei haben Sie sich vielleicht unsicher gefühlt? Überlegen Sie dabei genau, wie Sie sich verbessern können. Je nach Situation können Sie sich auch Feedback des Seminarleiters oder aus dem Publikum einholen, vor allem wenn Sie sich selbst schlecht einschätzen können. Versuchen Sie, die Kritik professionell und nicht allzu persönlich aufzunehmen. Auch wenn der erste Impuls nach dem Vortrag der ist, das Ganze ganz schnell zu vergessen – Sie werden vom Feedback profitieren.
  9. Anerkennung der eigenen Leistung
    Loben Sie sich selbst dafür, dass Sie den Mut hatten, eine Präsentation zu halten. Auch wenn Ihnen Fehler unterlaufen sein sollten, habe Sie dennoch Kompetenz bewiesen. Belohnen Sie sich dafür.
  10. Sie sind nicht allein
    Gut zu wissen: Die meisten Redner sind vor Vorträgen nervös, auch wenn es nicht so scheint. Lassen Sie sich also nicht von falschem Perfektionismus blenden. Außerdem – wer hat gesagt, dass Sie der perfekte Redner sein müssen? Schrauben Sie Ihre Ansprüche an sich selbst nicht zu hoch.

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Eine Antwort

Frederick am 15. April 2011 um 11:03 Uhr

Der in Punkt 5 erwähnte Rat mit den Karteikarten in der Hand ist super. Ich habe bei jedem Vortrag etwas in der Hand und wenn es nur die Fernbedienung für den Beamer oder mein Füller ist. Während meines Studiums durfte ich einige Kommilitonen beobachten, die mit Händen in der Hosentasche Ihren Vortrag herunter gebetet haben – das sieht einfach furchtbar aus. Zumal man dem Vortrag mit Handbewegungen und Gesten mehr Ausdruck verleihen kann.