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WEITERBILDUNG FÜR DEN DEMOGRAFISCHEN WANDEL

Laut Statistischem Bundesamt werden im Jahr 2060 bis zu 17 Millionen Menschen weniger in Deutschland leben als heute: Die Entwicklung von Städten und ländlichen Räumen mit einschneidenden demografischen und wirtschaftlichen Veränderungen stellt alle Beteiligten vor ungeahnte Aufgaben und neue Herausforderungen. Erste Ansätze einer neuen Planungskultur werden derzeit praktiziert, erforscht und weiterentwickelt.

WINGS, das Fernstudienzentrum der Hochschule Wismar, bietet zum Wintersemester 2011/12* erstmals den interdisziplinären Master-Fernstudiengang „Integrative StadtLand-Entwicklung“ an. „Ziel ist es, unsere Studenten zu Generalisten auszubilden, die die komplexen Prozesse der StadtLand-Entwicklung verstehen“, sagt Prof. Andrea Gaube, wissenschaftliche Leiterin des Masters. Die Studierenden erlernen alle nötigen Fachkenntnisse und Methoden, um bei der Stadt- und Regionalentwicklung verschiedene Sichtweisen in Einklang zu bringen und erfolgreiche Ergebnisse herbeiführen zu können. Angesprochen sind alle Berufstätigen, die in Gestaltungs- und Entwicklungsprozesse von Städten und Gemeinden involviert sind: „Das können Architekten und Planer sein, aber genauso gut Verwaltungsangestellte, Kommunalpolitiker bis hin zu PR- und Marketingverantwortlichen“, so Gaube.

Besonders im Osten Deutschlands sind die Folgen der demografischen Veränderungen bereits gegenwärtig zu spüren. Ein drastischer Bevölkerungsrückgang führt vielerorts zu extrem dünn besiedelten Gebieten und schrumpfenden Städten. Das zwingt die Akteure mittelfristig unweigerlich zu Rück- und Umbaumaßnahmen. Deshalb haben sich bereits seit 2007 Forscher aus den verschiedensten Universitäten und Fachrichtungen Mecklenburg-Vorpommerns (MV) zu interdisziplinären Fragen der StadtLand-Entwicklung ausgetauscht. Auf dieser Basis entwickelten sie das neue Studienkonzept, das 2011 durch das Bildungsministerium MV genehmigt wurde.

„In allen Entwicklungs- und Planungsprozessen ist es sehr wichtig, die Wünsche und Bedürfnisse der Bevölkerung bei der Umgestaltung ihrer Heimat miteinzubeziehen“ sagt Gaube. Deswegen vermitteln die Dozenten den Studierenden neben dem nötigen Know-how in den Bereichen Wirtschaft, Baukultur und Entwicklung auch kommunikative und sozialwissenschaftliche Kompetenzen. Die Studierenden, die aus unterschiedlichsten Fachrichtungen kommen, bearbeiten in jedem Semester ein interdisziplinäres Projekt der Stadt- und Dorfentwicklung.

Insgesamt besteht das Studium aus zehn verschiedenen Kompetenzfeldern – sie lassen sich auch einzeln als zertifizierte Weiterbildungen belegen.

Die zehn Kompetenzfelder:

  • Architektur und Baukultur
  • Stadtentwicklung
  • Regionalentwicklung, Regionalmanagement, Landschaftsplanung
  • Geografie und geografische Informationssysteme
  • Technische Infrastruktur und Schrumpfung
  • Kommunalpolitik und Verwaltungsstrukturen
  • Betriebswirtschaft und regionale Kreisläufe
  • Sozialwissenschaften und lokale Lebenskultur
  • Moderation, Mediation und Kommunikationswissenschaften
  • Kommunikationsdesign und Präsentation

Weitere Informationen unter: www.wings.hs-wismar.de


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