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Verleihung akademischer Grade mit einem Festakt an der Universität Greifswald

Während eines Festaktes verleiht die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald am 17. Juni 2011 in der historischen Aula im Hauptgebäude akademische Grade.

Seit der letzten Verleihung akademischer Grade wurden acht Habilitationen und 131 Promotionen erfolgreich abgeschlossen. Außerdem werden die Promotionspreise der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald e. V. sowie die Käthe-Kluth-Stipendien verliehen. Den Festvortrag wird Prof. Dr. Alfred Gomolka halten. Sein Thema: Subsidarität und Regionalentwicklung in der Europäischen Union. Der Festakt beginnt um 11:00 Uhr. Die Medien sind herzlich eingeladen.

Die feierliche Verleihung der Akademischen Grade in der historischen Aula ist an der Universität Greifswald Tradition. Während des Festaktes übergibt die Universitätsmedizin sieben Habilitationsurkunden an Dr. rer. med. Nele Friedrich, Jun. Prof. Dr. med. Julia Mayerle, Dr. med. Henriette Elisabeth Meyer, Dr. med. Peter Hinz, Dr. med. Sven Gläser, Dr. med. Georg Daeschlein und Dr. med. Roland Zippel. Die Philosophische Fakultät verleiht eine Habilitationsurkunde an Dr. Thomas Kubiak, Psychologie.

Die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald e. V. vergibt während der festlichen Veranstaltung drei Promotionspreise. Diese Preise werden seit 1992 für hervorragende Leistungen vergeben und sind mit 500,00 Euro je Fakultät dotiert. In diesem Jahr gehen sie an:

Stephan Block von der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Er hat geladene Polymere untersucht, die sich aus wässriger Lösung an entgegengesetzt geladenen Oberflächen anreichern. Seine Forschungsergebnisse sind für technische Prozesse beim Korrosionsschutz, in Klärwerken und bei der Papierherstellung interessant.

Dr. med. Georg Kneser von der Universitätsmedizin untersuchte mit moderner Videotechnik und Licht-reizen die kleinen Blutgefäße an der inneren Netzhaut im Auge. Ihn interessierte, wie sich diese Blut-gefäße verhalten, konkret wie sie sich verformen. Bei seinen Untersuchungen bezog er Teilnehmer der Gesundheitsinitiative „Blutgefäße – Fit durch Sport“ ein. Nach sechs Monaten sportlicher Betätigung der Probanden konnte nachgewiesen werden, dass sich das Verformungsverhalten der Blutgefäße im Auge verbessert hat.

Andrea Christian Bertino von der Philosophischen Fakultät setzte sich mit Johann Gottfried Herder und dem Philosophen Friedrich Nitzsche auseinander. In der Dissertation wird nachgewiesen, dass beide die Philosophie aufgrund ihrer natürlichen, moralischen und religiösen Bindungen skeptisch in Frage gestellt und den Menschen von Grund auf neu vom natürlichen Ursprung seiner Sprache her verstanden.

Während des Akademischen Festaktes wird auch das Käthe-Kluth-Stipendium vergeben. Ein Vollstipendium geht in diesem Jahr an Dr. rer. med. Nele Friedrich  von der Universitätsmedizin. Die 30-jährige Biomathematikerin gilt als hervorragende Wissenschaftlerin, die nach ihrer Dissertation 2007 schon im April 2010 ihre Habilitationsschrift fertig gestellt und eingereicht hat. Zurzeit arbeitet sie als Leiterin einer Arbeitsgruppe in der Epidemiologie und hat 2010 ihren ersten eigenen DFG-Antrag gestellt. Mit dem Stipendium will sie ihre wissenschaftliche Selbstständigkeit zielstrebig vorantreiben.
Teilstipendien werden an Dr. med. Pia Körner, ebenfalls von der Universitätsmedizin, und Dr. phil. Kerstin Knopf von der Philosophischen Fakultät vergeben.
Das Stipendium wird seit 2007 an Nachwuchswissenschaftlerinnen vergeben. Es ist nach der Anglistin Käthe Kluth benannt, der ersten Professorin an der Universität Greifswald.

Weitere Informationen

Gesellschaft von Freunden und Förderern der Ernst-Moritz-Arndt Universität e.V.
Käthe-Kluth-Stipendium


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