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Verborgen – Verloren – Wiederentdeckt: Erinnerungsorte in Mainz von der Antike bis zum 20. Jahrhundert

„Verborgen – Verloren – Wiederentdeckt. Erinnerungsorte in Mainz von der Antike bis zum 20. Jahrhundert“ – unter diesem Thema stellt das Historische Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) bedeutsame Orte der Mainzer Geschichte vor, die oft kaum noch bekannt oder nurmehr in Spuren sichtbar sind. In neun Vorträgen vom 24. Mai bis 9. August werden heute noch vorhandene Relikte aufgedeckt, ihre Vorgeschichte wird rekonstruiert, und historische Traditionen, die sich um bestimmte Orte ranken, werden nachgezeichnet.



„Die Spannbreite der Reise durch neun Mainzer Erinnerungsorte erstreckt sich von der Antike bis ins 20. Jahrhundert“, erklärt der geschäftsführende Leiter des Historischen Seminars der JGU, Prof. Dr. Joachim Schneider, „ein besonderer Reiz liegt darin, dass die Veranstaltungsorte der Vorträge jeweils mit den Erinnerungsorten in einer engen Verbindung stehen und dass Geschichte so ‚hautnah‘ erlebbar wird.“

Zum Auftakt führt der erste Vortrag der Reihe in das Landesmuseum Mainz. Museen mit historischen Exponaten sollen vor dem Vergessen bewahren, sie wollen Geschichte und Geschichten vermitteln.

Die Auswahl und Art der Präsentation der Exponate erschaffen dabei stets eine vergangene und zugleich eine ganz neue Welt. Dieses Phänomen stellt Prof. Dr. Marietta Horster vom Historischen Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in ihrem Vortrag “Museen schaffen Erinnerung” am Donnerstag, 26. Mai 2011, um 19:00 Uhr im Steinsaal im Landesmuseum am Beispiel der Mainzer römischen Inschriften als Museumsexponate vor.

Weitere Vorträge führen jeweils donnerstags um 19:00 Uhr zu den Erinnerungsorten Zitadelle und Frauenlobgymnasium, Synagoge Mainz-Weisenau und Institut für Europäische Geschichte, in das Römisch-Germanische Zentralmuseum und das Rathaus der Landeshauptstadt Mainz. Die Reihe schließt im Landtag Rheinland-Pfalz. Dort referiert am 9. August Prof. Dr. Michael Kißener über die „Anfänge der modernen Demokratie in Mainz. Das ‚Deutschhaus‘ als Erinnerungsort.“

Der Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Weitere Informationen: www.erinnerungsorte.uni-mainz.de


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