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Uni Mainz: 10. Internationales Althebräisches Kolloquium

Die Forschungsstelle Althebräische Sprache und Epigraphik der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz begeht in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: Auf Einladung von Dr. Reinhard G. Lehmann treffen sich vom 28.-30. Oktober 2011 zum zehnten Mal Wissenschaftler aus der ganzen Welt an der Universität Mainz, um sich über die Erforschung der althebräischen Sprache auszutauschen.

Das Mainz International Colloquium on Ancient Hebrew (MICAH) wurde 1998, damals noch unter anderem Namen, aber bereits in Mainz, von Dr. Reinhard G. Lehmann ins Leben gerufen und hat sich seither als internationales wissenschaftliches Forum für die Althebraistik etablieren können. Im Rahmen der diesjährigen dreitägigen Veranstaltung werden sich Alttestamentler, Semitisten, Historiker und Altorientalisten aus Deutschland, Frankreich, Schweden, Norwegen, Dänemark, Israel, Großbritannien, den USA und Kanada miteinander austauschen, ihre Projekte vorstellen und neue Impulse setzen. Im Zentrum steht die Erforschung der althebräischen Sprache des 1. Jahrtausends v. Chr., wie sie vor allem in der Bibel im Alten Testament überliefert ist, und ihrer Nachbarsprachen. “Ohne die Kenntnis dieser Nachbarsprachen ist das Althebräische der Bibel nicht angemessen zu verstehen”, erklärt Lehmann, der die Tagung organisiert. “Das Lehrangebot an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz umfasst daher auch Sprachen wie Alt-Aramäisch, Phönizisch und Ugaritisch sowie nordwestsemitische Epigraphik und Paläographie. Das Kolloquium bietet uns die Möglichkeit, diese Inhalte auf internationaler Ebene wissenschaftlich zu diskutieren.”

Das Mainz International Colloquium on Ancient Hebrew bringt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedenster Fachkulturen und Konfessionen zusammen, die sich mit einem weitgefächerten Themenspektrum befassen, das von der grammatischen und syntaktischen Analyse hebräischer Bibeltexte über alt-aramäische, transjordanische und phönizische Inschriften sowie damit verbundene epigraphische, linguistische und religionsgeschichtliche Fragestellungen bis hin zur Vorstellung neuer photographischer Methoden zur Wiedergabe alter Inschriften reicht.

Zu diesem Themenkomplex hält im Rahmen der 10. MICAH-Tagung Dr. Marilyn Lundberg, Associate Director des West Semitic Research Project der University of Southern California, am Freitag, 28. Oktober 2011, um 18:00 Uhr den öffentlichen Vortrag “The Impact of Imagining and Distribution Technology on the Study of Ancient Hebrew and Cognate Inscriptions” an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Die Tagung und der Vortrag von Dr. Marilyn Lundberg finden im Atrium maximum in der Alten Mensa der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Johann-Joachim-Becher-Weg 3, statt

Das vollständige Programm des 10. Mainz International Colloquium on Ancient Hebrew (MICAH) ist im Internet erhältlich: http://www.micah.hebraistik.uni-mainz.de/204.php


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