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Uni Bayreuth: Einzigartiger Ausbau des Jurastudiums

Es ist der bundesweit erste Lehrstuhl für „Öffentliches Recht, Rechtsdogmatik und Rechtsdidaktik“, und er wurde aus Studien-beiträgen eingerichtet: An der Rechts- und Wirtschaftswissen-schaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth, die auf diese Weise einen neuen Akzent im Bereich der Rechtsdidaktik gesetzt hat, wird Prof. Dr. Kay Windthorst dazu beitragen, den anerkannt hohen Standard des Bayreuther Jurastudiums weiter auszubauen.

„Qualität und Umfang der Lehrmaterialien werden wir stetig verbes-sern, und zur Vermittlung des examensrelevanten Stoffes wollen wir verstärkt auch eLearning-Techniken einsetzen“, erklärt Windthorst. „Alle Maßnahmen zielen darauf ab, das notwendige Wissen für die Studierenden so klar strukturiert wie möglich bereitzustellen und dafür gezielt die Neuen Medien einzusetzen.“ So ist unter anderem geplant, didaktisch aufbereitete Vorlesungen online als Podcast anzubieten. Eine im Aufbau befindliche elektronische Datenbank wird die neueste Rechtsprechung und Literatur zu den verschiedenen Teilgebieten des Rechts zur Verfügung stellen. Diese Informationen sollen mit den online bereitgestellten Lehrmaterialien verknüpft werden.

Ab dem Wintersemester 2011 / 2012 haben die Studierenden der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät die Möglichkeit, an einer Vortragsreihe mit dem Titel „Lernen – Sprechen – Überzeu-gen“ teilzunehmen. Dabei werden Experten die neuesten Erkenntnis-se auf den Gebieten der modernen Lerntechniken und rhetorischen Strategien vorstellen. Zudem erhalten die Studierenden auch prak-tische Tipps zur Verbesserung der Atemtechnik, der Stimmführung und zum Umgang mit der Prüfungsangst.

„Die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät will mit diesen Angeboten Maßstäbe für eine exzellente juristische Ausbildung set-zen, die gleichermaßen von didaktischer Kompetenz und einer Nähe zur rechtswissenschaftlichen Forschung geprägt ist“, fasst Windthorst die zahlreichen, auf eine Optimierung der Lehre ausgerichteten Vor-haben zusammen. „Mit ihren Studienbeiträgen leisten die Studieren-den einen ganz wichtigen Beitrag dazu, dass wir das Bayreuther Jurastudium mit neuen Ideen und Instrumenten weiterentwickeln können. Selbstverständlich werden wir dabei auch die Anregungen aufgreifen, die von den Studierenden an uns herangetragen werden.“
Der zweite Schwerpunkt des Lehrstuhls ist die Rechtsdogmatik. Mit ihrer Hilfe werden – über die gesetzlichen Vorgaben hinaus –
Kriterien und Programme entwickelt, die sich auf allgemeine Akzeptanz stützen können und dadurch gewährleisten, dass die juristische Entscheidungsfindung stabiler und berechenbarer wird. Die Rechts-dogmatik bildet damit eine Brücke zwischen dem Öffentlichen Recht, dem zentralen Rechtsgebiet des Lehrstuhls, und seiner didaktischen Vermittlung an die Studierenden.
Diese Verknüpfung von Öffentlichem Recht, Rechtsdogmatik und Rechtsdidaktik ist, bundesweit gesehen, ein Alleinstellungsmerkmal des Jurastudiums in Bayreuth. „Indem wir bewährte Bestandteile der juristischen Ausbildung mit neuen, zukunftsweisenden Inhalten und Methoden verbinden, wollen wir die Studierenden in die Lage versetzen, das schwierige erste Staatsexamen erfolgreich zu bestehen,“ erklärt Windthorst. „An der Universität Bayreuth werden wir auch in Zukunft keine ‚Schmalspur-Juristen’ in die Welt entlassen. Wir halten an der Ausbildung zum Volljuristen fest, die deutschlandweit und international eine hohe Wertschätzung erfährt. Gerade deshalb ist uns daran gelegen, das Verständnis des Rechts in seinen systematischen Zusammenhängen mit Nachdruck zu fördern. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für den späteren Erfolg in einem juristischen Beruf.“

Weitere Informationen können Sie unter folgender Email anfragen: