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Studieren ohne Abitur

Wie die Neuregelung des Hochschulzugangs in NRW für beruflich Qualifizierte in die Praxis umgesetzt wird, haben Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum erforscht. Ziel war es herauszufinden, welche Erwartungen Berufstätige ohne Abitur an ein Studium haben, an welchen Stellen Schwierigkeiten auftreten und wo es Handlungsbedarf gibt.

Die Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IGM und die Arbeitsstelle Wissenschaftliche Weiterbildung (AWW) der RUB erstellten in dem Begleit-forschungsprojekt seit Juli 2010 eine exemplarische Analyse und präsentieren nun ihre Ergebnisse. Die Hans-Böckler- und die Otto Brenner Stiftung förderten das Projekt.

Transferworkshop mit Ministerin Schulze

Am Donnerstag, 14. Juli 2011 findet von 10 bis 17.30 Uhr im Technologiezentrum Ruhr (TZR) der Transferworkshop des Projektes statt. Die Bochumer Forscher diskutieren die gewonnenen Erkenntnisse mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und mit der interessierten Öffentlichkeit. An der Veranstaltung nehmen u. a. die NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und der Ministerialrat des Arbeitsministeriums NRW, Wolfgang Heiliger, teil.  Die Anmeldung ist noch bis zum 1. Juli möglich (E-Mail: , Tel.: 0234/32-26899). Das Veranstaltungsprogramm steht im Internet:

http://www.ruhr-uni-bochum.de/rub-igm/Veranstaltungen/workshophochschulzugan

g.pdf.

Fachkräftemangel und Durchlässigkeit des Bildungssystems

Der durch den demographischen Wandel drohende gesamtwirtschaftliche Fachkräftemangel macht sich in altindustriell geprägten Regionen wie dem Ruhrgebiet bereits bemerkbar – derzeit vor allem in Form von personellen Engpässen in bestimmten Berufen und Branchen. Unter dem Motto “Aufstieg durch Bildung” soll die Fachkräfteentwicklung auch jenseits des traditionellen Hochschulzugangs verstärkt gefördert werden. Die Kultusministerkonferenz formulierte im März 2009 Mindeststandards für die entsprechende Umsetzung in den Ländern. Zum Wintersemester 2010/2011 ist die vom Landesministerium NRW erlassene Neuordnung des Zugangsverfahrens in Kraft getreten und hat damit die Regelung abgelöst, die die Ruhr-Universität Bochum seit 2005 praktizierte.

Ist-Situation und zukünftiger Handlungsbedarf

Ziel der Studie war, die Rahmenbedingungen für und die Anforderungen an ein erfolgreiches Studium für Berufstätige an der Ruhr-Universität Bochum zu ermitteln. In dem Projekt eruierten die Forscher zunächst die Ist-Situation an der RUB für beruflich Qualifizierte. Durch eine standardisierte Befragung wurde erhoben, wie Studien- und Unterstützungs-/Beratungsangebote genutzt und eingeschätzt werden. Mithilfe von Experten-Interviews aus den Bereichen Hochschule, Wirtschaft und Verbände konnten die Wissenschaftler erste Handlungsbedarfe ableiten, um den Weg ins Studium ohne traditionelle Hochschulzugangsberechtigung zu gestalten.

Weitere Informationen:
Dr. Manfred Wannöffel,
Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IGM,
Tel.:0234/32-26899,
E-Mail:


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