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Scotland-Scottland Konferenz in Oberwesel

Veranstaltung vom 26. bis 29. Mai sieht Gründung einer Gesellschaft zur Förderung von Schottlandstudien in Europa vor. Namhafte Wissenschaftler/-innen aus dem In- und Ausland werden sich vom 26.-29. Mai 2011 auf der Schönburg in Oberwesel treffen, um an der Scotland-Scottland Konferenz teilzunehmen.



Diese interdisziplinäre Konferenz wird von PD Dr. Sigrid Rieuwerts und ihrem Team am Department of English and Linguistics, British Studies, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) organisiert und in Kooperation mit dem Forschungszentrum für Schottlandstudien in Germersheim durchgeführt. Die Teilnehmer gehen besonders der Frage nach, welche Personen und kulturellen Ereignisse Einfluss auf Sir Walter Scotts „The Minstrelsy of the Scottish Border“ (1802-1803) genommen haben, und welchen Einfluss Scotts frühes Meisterwerk wiederum auf Schottland, Europa und die Romantik insgesamt ausgeübt hat.

Trotz des engen Fokus ist das Programm der Konferenz reichhaltig und abwechslungsreich gestaltet, stehen doch so verschieden Aspekte wie „Minstrelsy Ballads and the Borders“, „Voices in and Beyond the Borders“, „Border Identity and Authenticity“, „Scott and Beyond“, „Scott – Interpersonal and Intertextual“ und „Scott and Music“ im Vordergrund der einzelnen Konferenz-Sessions. Besonders zu erwähnen sind vielversprechende Keynote-Vorträge von Stuart Kelly, David Hewitt, Penny Fielding und Paul Barnaby.

Stuart Kelly, Literary Editor der Scotland on Sunday und Autor des Bestsellers „Scottland – The Man Who Invented A Nation“ (2010), wird, passend zum Titel seines Werkes wie auch zum Titel der Konferenz, am Donnerstag um 16.00 Uhr einen Vortrag zu Sir Walter Scotts Einfluss auf das schottische Selbstverständnis halten. Der Titel seines Vortrags lautet: Sir Walter Scott: Tradition and the Avant-Garde.

David Hewitt, Professor Emeritus an der Universität Aberdeen und Herausgeber der Edinburgh-Ausgabe der Waverley Novels, wird am Donnerstag um 17.00 Uhr einen Vortrag zu „Scott in the 90s: Some Revisionist Views“ halten. Penny Fielding, Senior Lecturer an der Universität Edinburgh, wird am Sonntag um 9.00 Uhr einen Vortrag zu „Black Dwarves: Scott, the Borders and Radicalism“ halten. Paul Barnaby, Leiter des Sir Walter Scott Digital Archives in Edinburgh, wird im Anschluss (Sonntag, 10.00 Uhr) die Welt seines digitalen Scott-Archivs vorstellen. Alle Vorträge werden in englischer Sprache gehalten.

Doch nicht nur Sir Walter Scott-Forscher kommen bei der Konferenz auf ihre Kosten. Ein weiteres Highlight wird die Lesung des gefeierten Autors Andrew Crumey sein, der am Samstagabend um 19.30 Uhr aus seinem preisgekrönten Roman „Sputnik Caledonia“ (2008) vortragen wird.

Herzstück der Konferenz ist aber die Gründung einer Gesellschaft zur Förderung von Schottlandstudien in Europa (Society of Scottish Studies in Europe). Diese Gesellschaft strebt die Vernetzung in der Wissenschaft und der Lehre zu Schottland an. Die Universität Mainz wird dabei eine zentrale Rolle spielen und möchte damit auch das Interesse an den Geisteswissenschaften in der Region beflügeln. Denn die Erforschung der schottischen Kultur, Literatur und Musik soll der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und für einen lebendigen interkulturellen Diskurs in der Öffentlichkeit sorgen. Die Gründung ist für Samstagnachmittag (16.00-18.00 Uhr) angesetzt. Dadurch soll sichergestellt werden, dass der intensive Austausch im Bereich der Schottlandstudien nicht auf punktuelle Konferenzen beschränkt bleibt, sondern ganzjährig ein internationales Forum hat.

Weitere Informationen:
Dr. phil. habil. Sigrid Rieuwerts
Department of English and Linguistics
British Studies
Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-22763
E-Mail:
http://www.walterscott.de