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Schülercampus „Mehr Migranten werden Lehrer“ in Hildesheim

Vom 30. November bis 3. Dezember 2011 findet an der Stiftung Universität Hildesheim der Schülercampus „Mehr Migranten werden Lehrer“ statt.

Der Schülercampus, 2008 von der Hamburger ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius initiiert, ist ein viertägiger Kompaktkurs und bietet Einblicke in das Lehramtsstudium und den Lehrerberuf. Ziel ist es, junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte für den Lehrerberuf zu interessieren.

Die Universität Hildesheim realisiert das Orientierungsangebot vom 30. November bis 3. Dezember 2011. Die Ausschreibung beginnt Anfang September 2011. Dies ist nach Oldenburg der zweite niedersächsische Schülercampus.

Das Projekt zielt auf ein Grundproblem allgemeinbildender Schulen in Deutschland: Fast jeder dritte Schüler ist nichtdeutscher Herkunft. In manchen Großstadt-Schulen liegt der Anteil über 60%, in einzelnen Klassen bis zu 90%. Die Lehrerzimmer sehen dagegen weniger heterogen aus: Bundesweit wird der Anteil der Lehrkräfte mit Migrationshintergrund auf 4-6 % geschätzt.

Das soll sich ändern: Um mehr Oberstufenschüler mit Migrationshintergrund für den Lehrerberuf zu interessieren, hat die Hamburger ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius 2008 den Schülercampus initiiert. Der viertägige Kompaktkurs bietet Einblicke in das Lehramtsstudium und den Lehrerberuf, um junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte für den Lehrerberuf zu interessieren. Der Schülercampus zeigt Wirkung: Von den 121 Teilnehmern der Hamburger und Düsseldorfer Schüler-campus-Kurse haben 90 ein Lehramtsstudium aufgenommen.

„Die Bundesrepublik Deutschland ist Einwanderungsland. Der Schlüssel für eine gelingende Integration liegt in der Bildung. Die Stiftungsuniversität hat dies mit der Ergänzung ihres Leitbildes um den Schwerpunkt Bildungsintegration deutlich unterstrichen”, sagt Professor Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich, Präsident der Stiftung Universität Hildesheim. Mit dem Kompetenzzentrum „Frühe Kindheit Niedersachsen“, dem „Centrum für Bildungs- und Unterrichtsforschung“, neuen Professuren mit den Schwerpunkten „Neurobiologische Grundlagen des Lernens“, „Heterogenität und Unterricht“, „Deutsch als Zweitsprache“, „Kulturelle Bildung“ und „Diversity Education“ kann die Universität einen wichtigen Beitrag zur Bildungs-integration leisten, so der Präsident.

Die Stiftung Universität Hildesheim bietet Lehramtsstudierenden in Kooperation mit über 250 Partnerschulen theoriebasierte praktische Erfahrungen vom ersten Semester an. Ein Schwerpunkt in der Lehrerausbildung liegt im Bereich Interkulturelle Kompetenz, Deutsch als Zweitsprache und Individuelle Förderung. Viele der Studierenden mit Zuwanderungsgeschichte bringen ihre spezifischen Kompetenzen in das Projekt LernKUhLT ein, in dem seit 2006 Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund von Lehramtsstudierenden zweimal in der Woche gefördert werden.

Der Schülercampus in Niedersachsen ist eine Initiative der ZEIT-Stiftung in Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium, der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung, der TUI Stiftung und der Universität Hildesheim. Die Sparkasse Hildesheim und die Bürgerstiftung Hildesheim unterstützen den Hildesheimer Schülercampus. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, ist Schirmherrin des Schülercampus „Mehr Migranten werden Lehrer“.

Weitere Informationen finden Sie unter www.uni-hildesheim.de/schuelercampus und www.mehr-migranten-werden-lehrer.de


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