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Preiswürdige Innovation: Studentinnen konzeptionieren Textil, auf dem Pflanzen wachsen können

Ein Konzept für ein Textil, auf dem Pflanzen wachsen können, haben Studierende des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik entwickelt.

Sie sind damit in diesem Frühjahr auf verschiedenen nationalen und internationalen Ideenwettbewerben vertreten und haben bereits einen Preis gewonnen. Für ihre Abschlussarbeit stellten sie sich die Frage: Wie kann man die Umwelt mit Hilfe von Textilien ein bisschen grüner machen? Ihre Antwort: Mit einem flexibeleinsetzbaren Textil, das mit einer Düngerlösung beschichtet ist und auf dem Pflanzen wachsen können.

„Das Textil kann in mehreren Bereichen angewendet werden“, erklärt Henrike von Besser, die gemeinsam mit Jennifer Elze das Konzept entwickelt hat. Vorstellbar sei etwa die Begrünung von Hochhäusern, die auf diese Weise wesentlich einfacher durcführbar sei, so von Besser. Die Studentinnen haben bei ihrer Arbeit aber auch an Flüchtlingscamps gedacht, die mit dem Nährstoff-Textil in kürzester Zeitbegrünt werden könnten, um so den Menschen den Aufenthalt dort ein bisschen angenehmer zu gestalten. „Mit dem Textil ließen sich ausgelaugte Böden begrünen, ohne tonnenweise Muttererde ankarren zu müssen“, erklärt von Besser.

Das Textil komme mit starken Regenfällen ebenso zurecht wie mit intensiver Sonnenbestrahlung. Außerdem belaste es das Grundwasser nicht. Obwohl die Entwicklungskosten relativ hoch seien, könne sich die Herstellung des Produkts durch die vielfältige Einsetzbarkeit auch wirtschaftlich lohnen, glaubt die Studentin.

Betreut wurde die Arbeit „Grow Green – Textile Aid“ von Prof. Dr. Marina-Elena Wachs, die am Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik Designtheorie mit Textil und Mode lehrt. Es entstand während der Projektphase unter der Leitung von Dipl.-Ing. Alexandra Weigand. Die Studentinnen kamen mit ihrem außergewöhnlichen Konzept in die Endrunde eines internationalen Wettbewerbs in Dänemark, wo sie Platz zwei belegten.