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Oecotrophologie-Studentinnen entwerfen Gastro-Konzept für UNESCO Welterbe Zollverein

Sechs Studentinnen des Fachbereichs Oecotrophologie der Hochschule Niederrhein haben in einem studienbegleitenden Semesterprojekt ein neues Gastronomiekonzept für das UNESCO Welterbe Zollverein in Essen entworfen.

Dabei wurde zunächst das bestehende Angebot unter die Lupe genommen und unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren ein facettenreiches Konzept erarbeitet. Im Mittelpunkt stand insbesondere die derzeit leerstehende Halle 4 auf dem Zechengelände. „Zu Beginn haben wir uns bei einer Ortsbegehung und einer Besichtigung aller Gastronomieeinheiten ein Bild vom Ist-Zustand gemacht“, berichtet Projektleiterin Julia Peters, Fachlehrerin im Schwerpunkt „Tourismus“ am Fachbereich Oecotrophologie. Nachdem die Bestandsaufnahme erfolgt war, machten sich die Studentinnen des Studiengangs Catering, Tourismus & Hospitality Services an die Arbeit. In der kreativ-konzeptionellen Phase erhielten sie dabei Unterstützung von Oecotrophologie-Professor Dr. Volker Peinelt.

Bevor jedoch neue Ideen für das alte Zechengelände im Essener Norden entwickelt werden konnten, mussten die Studentinnen Celia Meienburg, Lisa Gelzhäuser, Marlen Frankewitz, Anne Mies, Justyna Wita und Rebecca Woestmann noch einige Vorgaben mit einbeziehen. Dabei standen sie in engem Kontakt mit Martina Tendick, der Tourismuskoordinatorin der Stiftung Zollverein.Aufgrund des bestehenden Denkmalschutzes des Weltkulturerbes waren etwa die gestalterischen Möglichkeiten im Gastronomiebereich stark eingeschränkt. Weiterhin galt es, die Vielfalt der möglichen Zielgruppen für eine neue gastronomische Einrichtung einzubeziehen.

Herausgekommen ist ein rund 30 Seiten starkes Konzept, das neben einem eigenen Logo für die Gastronomie in der Halle 4 auch die Innenraumgestaltung sowie Ideen für die Außenareale beinhaltet. Zudem empfehlen die Studentinnen in ihrem Projekt das sogenannte „Free-Flow-System“ für die Halle 4. „Dieses System basiert auf appetitlich angerichteten Stationen, an denen der Gast frei über die Auswahl und Mengeseiner Speisen und Getränke wählen kann“, erklärt Peters das Modell.

Abgerundet wird das Konzept durch Veranstaltungsvorschläge, um die Attraktivität der Halle zusätzlich zu steigern. Eine Grillmeisterschaft im Schnee, eine sommerliche Modenschau oder aber auch ein Poetry-Slam im Frühling – zahlreiche Ideen wurden bei der Abschlusspräsentation in den Räumlichkeiten des Portals der Industriekultur in Essen vorgestellt. Ob der Vorschlag der Studentinnen letztendlich auch umgesetzt wird, steht allerdings noch nicht fest. „Für kommendes Semester planen wir eine weitere Zusammenarbeit, um die Realisierungsmöglichkeiten des Konzeptes ‚auf Zollverein‘ weiter abzuklopfen“, so Peters.

Weitere Informationen unter: www.hs-niederrhein.de