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Nummer 1 in NRW: Elektrotechnik der Hochschule OWL

Die erfolgreichste Forschung in der Elektrotechnik in NRW wird an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe betrieben: Im aktuellen NRW-weiten Vergleich aller Fachhochschulen und Universitäten hat die Hochschule OWL die Spitzenposition inne.


Dies ergab das aktuelle Analyseraster vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie. Kennzahlen für das aktuelle Ergebnis sind die eingeworbenen Drittmittel pro Wissenschaftsstelle im Fach Elektrotechnik der Jahre 2008 und 2009. Hierbei warben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule OWL rund 161.000 Euro pro Person ein. Platz 2 folgte mit rund 135.000 Euro und Platz 3 mit 76.000 Euro. Im Vergleich aller 21 ausgewerteten Studiengänge aller Fachhochschulen und Universitäten in NRW belegte die Elektrotechnik der Hochschule Platz 5.

„Die Analyse des Ministeriums beweist eindrucksvoll, wie exzellent die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Hochschule OWL in der Elektrotechnik arbeiten“, so Dr. Oliver Herrmann, Präsident der Hochschule. „Besonders erstaunlich sind auch die Vergleichszahlen von 2001 bis 2003 – damals wurden nur 2.400 Euro pro Wissenschaftsstelle eingeworben.“ Der Dekan des Fachbereichs Elektrotechnik und Technische Informatik, Professor Dr. Uwe Meier, sieht in diesem Erfolg eine Reaktion auf die bewusste Profilbildung im Fachbereich: „In den vergangenen Jahren haben wir der Elektrotechnik an der Hochschule ein klares Profil gegeben. Forschung und Lehre werden nun gleichberechtigt betrachtet. Insbesondere mit dem Institut Industrial IT konnten wir in vielen Bereichen neue Maßstäbe setzen.“

Die Forschung im Fachbereich gliedert sich im Wesentlichen in die Bereiche Industrielle Informationstechnik mit sechs Professoren und Mechatronische Systeme in der Industrieautomation und Automobiltechnik mit drei Professoren. Insgesamt hat die Elektrotechnik 15 Professuren.

Die Forschung im Fachbereich Elektrotechnik und Technische Informatik

Industrielle Informationstechnik

Das international ausgerichtete Institut für industrielle Informationstechnik (Institut Industrial IT – inIT) ist als drittmittelstärkste Einrichtung der Hochschule Ostwestfalen-Lippe eine weltweit führende Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der Prozessinformatik und beschäftigt derzeit mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kompetenzfeldern industrielle Echtzeitkommunikation, industrielle Bildverarbeitung und verteilte Echtzeit-Software in öffentlich geförderten Verbundvorhaben oder in Projekten der industriellen Auftragsforschung. Das inIT vertritt die Hochschule OWL auch bei der laufenden Spitzenclusterbewerbung „Intelligente Technische Systeme Ostwestfalen-Lippe – it’s OWL“.

Forschungsprojekte:

• Tiger-Chip als „Großprojekt“ in Kooperation mit Siemens, Phoenix Contact und dem  Fraunhofer-Kompetenzzentrum in Lemgo (Prof. Jürgen Jasperneite)
• Autonome Antriebstechnik durch Sensorfusion für die intelligente, simulationsbasierte Überwachung und Steuerung von Produktionsanlagen (Prof. Volker Lohweg)
• Systeme zur Erkennung von Banknotenfälschungen. Projektpartner: KBA-NotaSys SA, Lausanne, Schweiz (Prof. Volker Lohweg)
• Lemgoer Modellfabrik als Forschungsplattform für das Themenfeld „Intelligenz in der Produktionstechnik durch Informations- und Kommunikationstechnologien“

Mechatronische Systeme in der Industrieautomation und Automobiltechnik

Ein weiterer Schwerpunkt der Forschung liegt im Bereich der mechatronischen Systeme, mit dem sich drei Professoren des Fachbereichs mit 25 Mitarbeitern befassen. Im Rahmen öffentlich geförderter Projekte des BMBF und BMWi sowie in Form bilateraler Auftragsforschung mit der Industrie wird an verschiedenen Forschungsthemen aus dem Bereich der Industrie und Fahrzeugtechnik gearbeitet.

Forschungsprojekte:

•  Aktoren auf Basis magnetorheologischer Flüssigkeiten (Prof. Jürgen Maas)
• Mechatronische Komfort- und Assistenzsysteme – Intelligentes Türscharnier für Kraftfahrzeuge (Prof. Jürgen Maas)

Das Analyseraster

Das Analyseraster bietet landesweite Vergleiche zur Ermittlung relevanter Anhaltspunkte für den Erfolg der Hochschulen in NRW und wird von der HIS GmbH im Auftrag des MIWFT regelmäßig durchgeführt. Im Bereich Forschung werden die Wissenschaftsstellen als Nenner der Kennzahlen – in diesem Fall der eingeworbenen Drittmittel – eingesetzt. Im Gegensatz zu absoluten Indikatorwerten wird damit ein fairer Vergleich zwischen unterschiedlich großen Fächern an den Hochschulen und Universitäten des Landes gewährleistet.

Drittmittel sind Gelder, die die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Forschungsanträgen beim Land, Bund oder der EU, oder in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft zusätzlich zum Haushalt der Hochschule einwerben. Die Mittel sind projektgebunden und werden für besonders Erfolg versprechende Forschungsvorhaben bewilligt.

Das Analyseraster kann im Internet eingesehen werden unter:
www.wissenschaft.nrw.de/hochschulen_und_forschung/Analyseraster

Kontakt:

Prof. Dr. Uwe Meier
Dekan des Fachbereichs Elektrotechnik und Technische Informatik
Tel.: 05261/702-150 oder -252
E-Mail:


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