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Neuer Master-Studiengang Educational Technology an der Saar-Uni

Sie gestalten neue Lernumgebungen und erforschen, wie Wissen mithilfe neuer Technologien verbreitet und angewendet werden kann: Experten für Bildungstechnologien. Künftig werden sie in dem neuen Master-Studiengang „Educational Technology“ ausgebildet, den die Universität des Saarlandes ab dem kommenden Wintersemester anbietet.

Das forschungsorientierte, zweisprachige Master-Programm stellt eine Brücke zwischen den Computerwissenschaften und den Bildungswissenschaften her. Eine Bewerbung ist bis zum 30. September möglich.

Welchen Wissensstand die Studenten haben, und wie sich die eigene Vorlesung optimieren lässt, kann ein Hochschuldozent mittels neuer Technologien künftig schon während der Veranstaltung erfahren: Über so genannte Backchannel stellen die Zuhörer direkt Fragen zum vorgetragenen Stoff, die nicht nur der Dozent, sondern auch die übrigen Studenten mitverfolgen und kommentieren können. Dies ist nur ein Beispiel für mögliche neue Technologien im Bereich Bildung und Weiterbildung, deren Entwicklung und Erforschung Armin Weinberger an der Universität des Saarlandes vorantreibt. Der Professor für Bildungstechnologie und Wissensmanagement bietet ab dem Herbst den neuen Master-Studiengang „Educational Technology“ an, der Informatik, Pädagogik und Psychologie miteinander verbindet.

Experten für Bildungstechnologie untersuchen, wie Individuen oder Gruppen – beispielsweise im Klassenzimmer oder in Sozialen Netzwerken – mithilfe neuer Technologien Wissen konstruieren, kommunizieren und anwenden. Dabei verwenden sie Methoden, die wissenschaftlich zwischen den Computerwissenschaften und den Bildungswissenschaften angesiedelt sind. „Sie entwickeln zum Beispiel neue Lernumgebungen, unterstützen die Personalplanung oder helfen, große Wissensdatenbanken zu verwalten. Damit sind sie heute in vielen Unternehmen, Verbänden oder auch in Museen und Bibliotheken gefragt“, erklärt Professor Armin Weinberger. Bisher fehlten dort häufig Experten, die den technischen Hintergrund verstehen, aber gleichzeitig auch über pädagogische Fähigkeiten verfügen. „Für die Akzeptanz der neuen Medien ist es außerdem wichtig, dass man über pädagogische und psychologische Kenntnisse verfügt. Denn alle gut gemeinten Bildungstechnologien können Wissenskonstruktion und -kommunikation nur so weit fördern, als sie pädagogisch-psychologisch fundiert sind“, meint der Wissenschaftler.

Im neuen Master-Studiengang Educational Technology können die Studenten neben den Kernthemen aus Computer- und Bildungswissenschaften auch Inhalte aus einem vielfältigen Wahlbereich belegen, zum Beispiel Künstliche Intelligenz, Human-Computer Interaction und Lehr-Lerntheorien. Das Master-Programm wendet sich an Absolventen aus Psychologie, Pädagogik und Informatik. Für den Studiengang, der zunächst 20 Master-Plätze bereitstellt, arbeiten die Uni-Fachrichtungen Bildungswissenschaften und Informatik sowie das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und die Hochschule für Technik und Wirtschaft zusammen. Er wird in deutscher und englischer Sprache gelehrt und erfordert daher sehr gute Kenntnisse beider Sprachen.

Bewerbungen können bis zum 30. September 2011 eingereicht werden.

Mehr Informationen unter: http://edutech.uni-saarland.de


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