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Neue Professur „Islamische Studien“ an der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg

An der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg hat Frau Professor Katajun Amirpur den Ruf auf die neue Professur im Gebiet „Islamische Studien/islamische Theologie“ angenommen. Diese Professur steht für einen neuen Ansatz in Deutschland: Der Islam soll ausdrücklich als Beitrag zum interreligiösen Dialog in modernen Gesellschaften gelehrt und beforscht werden.

Dies ist eine andere Grundausrichtung als die der islamischen Zentren an anderen Universitäten: Sie richtet sich auf Verständigungspotenziale zwischen Muslimen und der Mehrheitsgesellschaft, ohne dabei Konflikte auszuklammern.Professorin Amirpur ist eine exzellente Wissenschaftlerin auf dem Gebiet innovativer Ansätze islamischer Dialogtheologie und verfügt über große internationale Erfahrungen. Die Vierzigjährige besitzt die deutsche und die iranische Staatsangehörigkeit. Sie wird zum Wintersemester 2011 von der Universität Zürich an die Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg wechseln.

Die Akademie der Weltreligionen, die im letzten Jahr gegründet wurde, richtet den Fokus auf religiöse und kulturelle Pluralität. Dies schließt die Einrichtung islamischer Theologie mit ein, geht aber – im Unterschied zu anderen Universitäten – durch Einbezug von Buddhismus, Hinduismus, Judentum und Alevitentum darüber hinaus. Dies entspricht der Forderung des Wissenschaftsrates, die Theologie in Deutschland zu pluralisieren.
Die neue Stelle im Bereich „Islamische Studien/ Islamische Theologie“ bildet einen Meilenstein für die Weiterentwicklung der Akademie der Weltreligionen.Prof. Dr. Eva Arnold, Dekanin der Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft, an der die Akademie der Weltreligionen federführend angesiedelt ist:„Frau Amirpur ist eine exzellente Wissenschaftlerin, die eine Bereicherung für unsere Fakultät ist – nicht nur auf ihrem Spezialgebiet der Islamischen Studien, sondern auch für generelle Fragen von kultureller Heterogenität, die bei uns in Forschung und Lehre eine zentrale Rolle spielen.“

Prof. Dr. Wolfram Weiße, Direktor der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg: „Wir haben uns über Jahre dafür eingesetzt, eine Professur mit innovativen Impulsen für islamisches Denken und für eine dialogorientierte islamische Theologie zu schaffen. Mit Frau Amirpur haben wir dafür eine Idealbesetzung. Sie steht für eine dialogorientierte islamische Theologie, die in Deutschland und international große Beachtung finden wird.“

Prof. Dr. Amirpur wird ihre Stelle zum Wintersemester 2011 antreten, ist aber schon vorher im Rahmen der Akademie der Weltreligionen aktiv. Am 28. Juni, um 20.00 Uhr, wird sie zusammen mit Prof. Weiße eine öffentliche Veranstaltung an der Universität Hamburg durchführen im Hauptgebäude der Universität, Flügelbau West, Raum 221, Edmund-Siemers-Allee 1.

Mehr unter: www.awr.uni-hamburg.de