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Mainzer Juniorprofessorin Dr. Sibylle Baumbach zum Mitglied der renommierten „Jungen Akademie“ ernannt

Am vergangenen Samstag ist Dr. Sibylle Baumbach, Juniorprofessorin am Department of English and Linguistics der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, in einem Festakt in Berlin zum Mitglied der Jungen Akademie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina ernannt worden.

Jährlich nimmt die Junge Akademie zehn Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum auf, die sich dem interdisziplinären wissenschaftlichen Diskurs widmen und sich gemeinsam an den Schnittstellen von Wissenschaft und Gesellschaft engagieren. Voraussetzung für die Mitgliedschaft in der Jungen Akademie ist unter anderem eine herausragende Promotion, wie sie Sibylle Baumbach mit ihrer Dissertationsschrift “‘Let me behold thy face’ – Physiognomik und Gesichtslektüren in Shakespeares Tragödien” im Jahr 2006 an der Ludwig-Maximilians-Universität München vorlegte. Als Mitglied der Jungen Akademie verfügt Baumbach über die nächsten fünf Jahre über ein Forschungsbudget von rund 25.600 Euro für wissenschaftliche Projekte.

“Ich freue mich sehr über die Aufnahme in die Junge Akademie. Vor allem im Hinblick auf mein aktuelles Forschungsprojekt, das sich mit Faszinationskonzepten und -narrativen in Text und Bild befasst und interdisziplinär angelegt ist, bietet die Junge Akademie einen idealen Raum für den Austausch mit WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Fachgebieten“, so Juniorprof. Dr. Sibylle Baumbach. „Schon bei dem ersten Treffen der Mitglieder in Berlin haben sich hier viele spannende Perspektiven ergeben – sowohl im Plenum als auch innerhalb der einzelnen Arbeitsgruppen. Neben neuen Impulsen und Anregungen für die eigene Forschung freue ich mich zudem darauf, über die Junge Akademie nicht nur den Dialog zwischen den Disziplinen, sondern auch den Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit weiter zu fördern.”
Sibylle Baumbach studierte Anglistik, Germanistik und Komparatistik an der Universität Heidelberg, im englischen Cambridge und an der University of California, Santa Barbara in den USA. Ihre Promotion mit einer Arbeit zu physiognomischen Lektüren in Shakespeares Tragödien reichte sie im Jahr 2006 ein, bevor sie als Teaching Fellow und DAAD-Lektorin an die University of Warwick in England ging. Von hier aus wechselte sie zunächst im Jahr 2007 als Forschungskoordinatorin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an das International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) der Justus-Liebig-Universität Gießen, im Jahr 2009 dann ging sie als Visiting Scholar an das Department of Comparative Literature der Stanford University, gefördert durch ein Feodor Lynen Fellowship der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Im April 2011 schließlich wurde Baumbach auf eine Juniorprofessur für Englische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz berufen, wo sie die Schwerpunkte ihrer Forschung in der englischen Literatur und Kultur in der Frühen Neuzeit sowie in Mythenrezeptionen ebenso wie in der neuen europäischen Literatur und der Fantastik in der Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit sieht.
In der Folge von Baumbachs Dissertationsprojekt ist im Jahr 2008 die Publikation “Shakespeare and the Art of Physiognomy” entstanden. Außerdem ist sie Co-Autorin des 2009 erschienenen Einführungswerks “An Introduction to the Study of Plays and Drama” und hat im letzten Jahr einen Band zu “Regions of Culture – Regions of Identity” herausgegeben. Sie ist Mitherausgeberin der Aufsatzbände “Metaphors Shaping Culture and Theory” und “Literature and Values”. Ihr aktuelles Buchprojekt widmet sich der Faszinationsästhetik und Faszinationsfiguren in Bild und Text.

Weitere Informationen sowie Bildmaterial finden Sie hier: http://www.uni-mainz.de/presse/46332.php