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Junge Wissenschaftlerin forscht zu islamisch-feministischer Theologie

Mit der Erforschung islamisch-feministischer Theologie der arabischen Länder und in Deutschland betritt die junge Hamburgerin Noha Abdel-Hady weitgehend wissenschaftliches Neuland.


Im Rahmen des standortübergreifenden Graduiertenkollegs Islamische Theologie forscht sie ab Herbst an der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg. Betreut wird sie von Prof. Dr. Katajun Amirpur, ab kommendem Wintersemester Professorin für islamische Studien und islamische Theologie an der Akademie der Weltreligionen (www.awr.uni-hamburg.de).

In ihrer Doktorarbeit untersucht Abdel-Hady, wie weibliche Gelehrte in Ägypten durch das Erstellen religiöser Rechtsgutachten das Islamische Recht mitgestalten. Auch die islamische Theologie in Deutschland kann sich durch frauenbezogene islamische Rechtsgutachten weiterentwickeln und damit langfristig zu einem veränderten Religionsverständnis beitragen. Noha Abdel-Hady: „Ich sehe die Promotion am Graduiertenkolleg für islamische Theologie als konsequenten Schritt zu einer wissenschaftlichen und fachlichen Weiterentwicklung der Rechtswissenschaft innerhalb der islamischen Theologie in Deutschland. Mir ist es wichtig, mit meinen Forschungen den Dialog zwischen Muslimen und der deutschen Gesellschaft zu fördern.“

Prof. Dr. Wolfram Weiße, Direktor der Akademie der Weltreligionen: „Noha Abdel-Hady bearbeitet ein innovatives Thema und wir werden sie dabei nach Kräften unterstützen. Der Beginn des Graduiertenkollegs Islamische Theologie ist uns Ansporn, verstärkt in den anderen Weltreligionen wissenschaftliche Ressourcen auszubauen und Nachwuchsförderung zu betreiben.“

Noha Abdel-Hady wurde 1985 in Hamburg geboren und hat dort Islam-,
Religions- und Politikwissenschaften studiert. Ihr Studium hat sie 2011 mit ihrer Magisterarbeit mit dem Thema: „Islamisch-feministische Gesellschaftskritik in Ägypten“ abgeschlossen. Die Doktorandin mit ägyptischen Wurzeln ist überdies als Antidiskriminierungs- und Mentorentrainerin in der interkulturellen und interreligiösen Arbeit aktiv.

Das von der Stiftung Mercator geförderte Graduiertenkolleg Islamische Theologie vereint an den Standorten der Universitäten Erlangen-Nürnberg, Frankfurt am Main, Hamburg, Münster, Osnabrück und Paderborn die wissenschaftlichen Expert/inn/en der Islamischen Theologie in Deutschland.
Ab Oktober 2011 beteiligt sich auch die Universität Tübingen am Graduiertenkolleg.

Weitere Informationen:

www.gk-islamische-theologie.de


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