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Gut versichert in die Ausbildung

Im August und September nehmen wieder zahlreiche Berufsanfänger ihre Ausbildung auf. Laut Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) wurden im Jahr 2010 rund 560.000 Ausbildungsverträge neu abgeschlossenen. Für 2011 wird deutschlandweit mit etwa 618.500 Ausbildungsplatzangeboten gerechnet.

Mit der Ausbildung beginnt für viele junge Menschen auch ein neuer Lebensabschnitt: Sie verfügen häufig zum ersten Mal über ein eigenes Einkommen und sind daher nicht mehr grundsätzlich über die Eltern versichert. Aus diesem Anlass gibt das unabhängige Verbraucherportal toptarif.de einen Überblick über die wichtigsten Versicherungen für Auszubildende.

Grundsätzlich sollten Berufseinsteiger mit dem Ausbildungsbeginn prüfen, für welche Policen die Absicherung über die Eltern weiterhin besteht und welche zusätzlichen Versicherungen zum Schutz vor größeren Risiken notwendig werden. „Azubis sollten sich keinesfalls überversichern“, rät Daniel Dodt von toptarif.de . „Es gibt einige Versicherungen, die für jeden Berufsanfänger unerlässlich sind. Andere wiederum sind nur in besonderen Fällen oder erst nach Ende der Ausbildung erforderlich. Um die knappe Kasse zu schonen, empfiehlt es sich sorgfältig zu prüfen, welche Policen wirklich notwendig sind.“

Unverzichtbare Versicherungen: Krankenversicherung, private Haftpflicht und Berufsunfähigkeits-versicherung

Auszubildende unterliegen mit Aufnahme der Ausbildung der allgemeinen Versicherungspflicht. Sie benötigen daher eine eigene Krankenversicherung und können sich nicht mehr über die Eltern versichern. Alle Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen zahlen einen einheitlichen Beitragssatz ihres Arbeitsentgeltes, wobei sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Beiträge teilen. Hinsichtlich der Leistungen und Zusatzbeiträge gibt es zwischen den einzelnen Versicherungen jedoch Unterschiede. Für Berufseinsteiger, die weniger als 325 Euro im Monat verdienen, übernimmt der Arbeitgeber den vollen Krankenversicherungsbeitrag.

Azubis erfüllen mit ihrem Verdienst in der Regel nicht die Aufnahmekriterien für eine private Krankenversicherung. Wer sich zum Ausbildungsbeginn nicht selbst um eine Krankenversicherung kümmert, wird über den Ausbildungsbetrieb pflichtversichert. Für Auslandsaufenthalte und Reisen sollten Berufseinsteiger zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Diese übernimmt bei Krankheit im Ausland die Behandlungs- und möglicherweise anfallenden Krankenrücktransportkosten.

Befinden sich Azubis in der ersten Berufsausbildung, können sie sich in der Regel über die Privathaftpflichtversicherung der Eltern mitversichern. Diese springt ein, wenn anderen unabsichtlich Sach- oder Personenschäden zugefügt wurden. Da jeder Erwachsene unbegrenzt für Schäden haftet, ist die Privathaftpflicht unbedingt notwendig, um einem etwaigen finanziellen Ruin vorzubeugen. Azubis, die bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen haben oder verheiratet sind, benötigen eine eigene Haftpflichtversicherung. Policen gibt es bereits für fünf bis zehn Euro im Monat, einige Anbieter haben zudem spezielle Tarife für Singles oder junge Menschen im Portfolio.

Ratsam ist zudem der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung. Wer es sich finanziell leisten kann, sollte diese Möglichkeit bereits während der Ausbildung in Anspruch nehmen, da diese Versicherung bei krankheits- und berufsbedingter Invalidität finanziell einspringt. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund empfehlenswert, dass in den ersten Berufsjahren in der gesetzlichen Rentenversicherung keine und nach der Ausbildung nur geringe Ansprüche bei Berufs- und Erwerbsunfähigkeit bestehen. Überdies ist es sinnvoll, einen Vertrag mit Nachversicherungsgarantie abzuschließen. In diesem Fall kann später die Rentenleistung der Police erhöht werden, ohne dass sich der Versicherte erneut einer Gesundheitsprüfung unterziehen muss. Der Abschluss einer solchen Versicherung birgt vor allem für junge Menschen Vorteile, weil sie in der Regel gesund sind und die Einstiegstarife daher relativ niedrig ausfallen.

Weitere sinnvolle und im Bedarfsfall notwendige Policen: Hausrat- und Kfz-Versicherung

Ziehen Berufseinsteiger für die Ausbildung in die erste eigene Wohnung, sollten sie über eine Hausratversicherung nachdenken. Eine solche Police ist vor allem empfehlenswert, wenn neues und hochwertiges Mobiliar angeschafft wird. Die Hausratversicherung schützt unter anderem vor Schäden durch Einbruchdiebstahl, Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel sowie Raub und ist bereits für fünf bis zehn Euro im Monat erhältlich.

Falls Auszubildende ein Auto besitzen, ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Gerade junge Fahrer mit wenig Fahrerfahrung müssen relativ hohe Beiträge zahlen. Oftmals wird es günstiger, wenn das Auto beim Anbieter der Eltern oder als deren Zweitwagen versichert wird. Viele Versicherer gewähren zudem Vergünstigungen für Autohalter, die bereits mit 17 ihre Fahrprüfung abgelegt und am begleiteten Fahren teilgenommen haben.

Unnötige Versicherungen in jungen Jahren: Krankenzusatzversicherung und Rentenvorsorge

„Ein vollständiger Versicherungsschutz ist wichtig, aber das eigene Einkommen und die Ausgaben für Versicherungen sollten in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen“, unterstreicht Daniel Dodt von toptarif.de (www.toptarif.de). Es ist daher ausreichend, Krankenzusatz- und private Rentenversicherungen nach Ende der Ausbildung abzuschließen. „Am wichtigsten ist zunächst, sich umfassend über die angebotenen Leistungen zu informieren und die Preise der verschiedenen Anbieter zu vergleichen. Dadurch können gerade Azubis noch einmal kräftig sparen.“

Durch Verbraucherportale wie toptarif.de (www.toptarif.de/versicherungen) oder kostenlose Service-Hotlines wie 0800 – 10 30 499 können sich Verbraucher schnell und unkompliziert über Alternativen in ihrer Region informieren und kostenlos zu günstigen Versicherungen wechseln.

Weitere Informationen unter: www.toptarif.de


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