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Grün. Innovativ. Praxisnah – seit 1971 Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf feiert ihr 40-jähriges Bestehen

Grün. Innovativ. Praxisnah. Das ist die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf – seit 40 Jahren. Ihr Jubiläum feiert die HSWT am 2. Juli 2011 mit einem großen Fest auf dem Weihenstephaner Berg. SeitihrerGründung im Jahr 1971 hat die Hochschule ihren Schwerpunkt konsequent auf Studienfächer aus dem „grünen Bereich“ gesetzt.




Heute ist das Studienangebot einzigartig und bietet all das, was im weitesten Sinn mit Natur, Ernährung und Umwelt zu tun hat. Die Geschichte der Hochschule Weihenstephan-Triesdorfbeginnt im August 1971. Zu diesem Zeitpunkt wird aus der Ingenieurschule für Gartenbau die Fachhochschule Weihenstephan. Um ein breiteres Angebot an praxisorientierten Ausbildungsmöglichkeiten anbieten zu können, werden die Ingenieurschulen für Landbau in Schönbrunn, Landsberg am Lech und Triesdorfangegliedert. Die Fachhochschule startet im Jahr ihrer Gründung mit 640 Studenten.

Von Beginn an setzen die Verantwortlichen auf Innovation und die Erweiterung des Studienangebots. Bereits 1972 wird der neue Studiengang „Forstwirtschaft“eingeführt – alserster dieser Art an einer Fachhochschule in Deutschland.

Drei Jahre nach der Gründung, 1974,studieren mehr als1.000 junge Menschenan der FHW. Auch die folgenden Jahresind von hohen Studentenzahlen geprägt: Im Jahr 1982 müssenzahlreiche Interessenten abgewiesen werden, von mehr als 2.700 Bewerbernerhalten nur knapp 500 einen Studienplatz. Auch die Wohnsituation verschärft sich. Für 5.000 Studenten in Weihenstephan (FH und TUM) gibt es in den Wohnheimen nur 349 Zimmer (zum Vergleich: heute bietet das Studentenwerk München in 4 Wohnheimen mehr als 950 Appartements und Einzelzimmer in Wohngruppen an).

Anfang der 1980er Jahre entschließt sich die Bayerische Staatsregierung, die vier Standorte der Fachhochschulezu konzentrieren. Die Abteilung Landshut/Schönbrunn wird 1989 nach Weihenstephan verlagert, die Abteilung Landsberg/Lech wird geschlossen. Neben Freising bleibt die Abteilung Triesdorf erhalten.

Und die Fachhochschule expandiert weiter: 1981 wird die Staatliche Versuchsanstalt für Gartenbau der Hochschule angegliedert. Auch das Studienangebot wird erweitert. Neben dem Schwerpunkt „Vieh und Fleischwirtschaft“in Triesdorf wirddie Studienrichtung „Biotechnologie“ am Fachbereich Gartenbau in Freising eingeführt. Aus der Studienrichtung hat sich ein eigener Studiengang entwickelt -an der Fakultät Biotechnologie und Bioinformatik.

1986 halten Computer Einzug an der Fachhochschule. Um möglichst vielen Studenten den Umgang mit Mikrocomputern zu ermöglichen wirdein PC-Labor mit 13 Arbeitsplätzen eingerichtet. Die Kosten pro Arbeitsplatz belaufen sich damals auf etwa 10.000 DM.

Ende der 80-er Jahreübernimmt die Fachhochschule den Steigerhof in Zurnhausen. Auf dem Lehr- und Versuchsgut steht seitdem die praxisnahe Lehre im Mittelpunkt. Im selben Jahr erhält der Fachbereich Land- und Ernährungswirtschaft neben „Landwirtschaft“ einen zweiten Studiengang – zum Wintersemester wird erstmals „Agrarmarketing- und Management“ angeboten.

Mit dem Zusammenwachsen Europas wird auch die Fachhochschule Weihenstephan internationaler.Zahlreiche Kooperationen mit anderen europäischen Hochschulen entstehen. Beim ersten binationalen Tandemkurs 1990 lernenStudenten aus Weihenstephan und der Ecoled’AgricultureByanssurDoubsmiteinander – jeweils in der Sprache des Anderen.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends wird das Studienangebot stark erweitert.
Mit „Bioinformatik“ und „Landschaftsbau und –Management“ werden zwei neue Studiengänge angeboten. An der Abteilung Triesdorf wird der „Internationale Masterstudiengang Agrarmanagement (MBA)“ eingeführt.

Im Sommer 2001 wird in Kooperation mit den Fachhochschulen in Nürtingen und Rapperswil (Schweiz) der Studiengang „International Master of Landscape Architecture (IMLA)“ initiiert,
zum Wintersemester wird der Studiengang „Lebensmitteltechnologie“ von der Technischen Universität München wieder an die  Fachhochschule verlegt. Ebenfalls neu ist der Studiengang „Ernährung und Versorgungsmanagement“.

Nur ein Jahr später setzt die Fachhochschule erneut auf Innovation. Sie beteiligt sich am Wissenschaftszentrum Straubing innerhalb des bayerischen Kompetenzzentrums für nachwachsende Rohstoffe. Bis heute wird die Forschung in Straubing mit drei Professuren unterstützt.

2007 stehen große Veränderungen an. Im Zuge des Bologna-Prozesses zur Schaffung eines einheitlichen, europäischen Studienraums, beginnt die Umstellung der Diplomstudiengänge auf Bachelor. Mit dem Wintersemester 2007/2008 werden erstmals Studienbeiträge erhoben. Pro Semester fallen 500 Euro an. Die Studenten haben allerdings bei der Verwendung des Geldes ein Mitspracherecht.

Trotz Studienbeiträgen bricht das Jahr 2008 bei den Studierendenzahlen alle Rekorde.
Erstmals seit der Gründung sind mehr als 4.000 Studierende an der Fachhochschule eingeschrieben. Mit den Studiengängen „Bioprozessinformatik“, „Management erneuerbarer Energien“, „Lebensmittelmanagement“, und „Technologie Erneuerbarer Energien“gewährleistet die Hochschule nunmehr eine Ausbildung über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg – vom Acker bis auf den Tisch beziehungsweise bis zur Steckdose. In Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Weihenstephan der TU München und dem Wissenschaftszentrum Straubing startet im Oktober2008/09 der neue, internationale Masterstudiengang „Nachwachsende Rohstoffe“.

Mit Änderung des Bayerischen Hochschulgesetzes vom 15. Juli 2009 ändert sich auch der Name der einstigen Fachhochschule Weihenstephan. Die AbteilungTriesdorf, mit inzwischen einem Drittel aller Studierenden,findet seitdem auch im Hochschulnamen Berücksichtigung: Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Mit der Umbenennung erhält die Hochschule auch ein neues, grünes Design. Das Alleinstellungsmerkmal wird visualisiert. Im selben Jahr ist die Umstellung aller Studiengänge auf Bachelor abgeschlossen. Mit „Wassertechnologie“ erhält die AbteilungTriesdorf einen neuen Studiengang.

Heute, 40 Jahre nach ihrer Gründung, bietet die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf
insgesamt 16 Bachelor-Studiengänge (im Wintersemester 2011/12 kommt zudem der Studiengang „Brau- und Getränketechnologie hinzu), vier duale Studienangebote, zwei Internationale Masterstudiengänge sowie vier Masterstudiengänge, teils in Kooperation. Via Doppeldiplomstudium, Studien- und Praktikumsaufenthalten sowie gelebten Kooperationen mit 71 Bildungseinrichtungen in aller Welt wird der Bildungsauftrag international erfüllt.

Weitere Informationen unter: http://www.hswt.de


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