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Fünftes Tempusprojekt der FH Köln in Aserbaidschan Basis für eine nationale Akkreditierung von Studiengängen

Von 531 eingereichten Anträgen zum Tempus IV Programm der Europäischen Union wurden 63 zur Förderung ausgewählt, zehn davon aus Deutschland. Bewilligt wurde der Antrag der Fachhochschule Köln, die damit als einzige deutsche Hochschule bereits das fünfte Tempusprojekt in Aserbaidschan durchführt.

In den ersten vier Tempusprojekten wurden gemeinsam mit der Hogeschool Zuyd und der TU Warschau an fünf Hochschulen in Aserbaidschan moderne Bachelor- und Masterstudiengänge in verschiedenen Spezialisierungen der Elektrotechnik und Umwelttechnik eingerichtet. Zur Umsetzung der Ziele des Bolognaprozesses in Aserbaidschan muss die Nachhaltigkeit und Qualität der Studiengänge sichergestellt werden – durch Evaluierung, Optimierung und Akkreditierung. Daher werden jetzt in dem Tempusprojekt »Anpassung des Lehrbetriebs an den Bolognaprozess im Ingenieurstudium für Aserbaidschan« sechs ausgewählte Bachelor- und Masterstudiengänge an drei Partnerhochschulen der Fachhochschule Köln optimiert und akkreditiert: an der Staatlichen Erdölakademie in Baku, der Technischen Universität in Baku und der Staatlichen Universität Sumgayit. Dieses Programm hat Pilotcharakter und soll die Basis für den Aufbau einer nationalen Akkreditierung von Studiengängen schaffen. Koordinatoren des dreijährigen Tempusprojektes bei der Fachhochschule Köln sind Prof. Dr. Reza Talebi-Daryani und Prof. Werner Gornik.

Da es bislang in Aserbaidschan noch keine Akkreditierungseinrichtung für Ingenieurstudiengänge gibt, wird eine im Ingenieurbereich anerkannte Agentur einbezogen. Die ausgewählten Studiengänge werden mit Blick auf die curriculare Struktur, den Lehrbetrieb, die Praxisorientierung sowie im Hinblick auf die Erfordernisse des Bolognaprozesses optimiert. Diese Optimierung beinhaltet die Weiterentwicklung der Lehrpläne und Lehrmaterialien, die Ergänzung von Praktika, die fachliche und didaktische Weiterbildung von Dozenten aus Aserbaidschan an den EU-Partnerhochschulen. Ein wesentliches Element ist die Einführung der Qualitätssicherung durch Aufbau von Evaluierungs¬zentren unter Einbezug der Studierenden.

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. 17500 Studierende werden von rund 420 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des Instituts für Tropentechnologie umfasst rund 70 Studiengänge, jeweils etwa die Hälfte in Ingenieurwissenschaften bzw. Geistes- und Gesellschaftswissenschaften: von Architektur über Elektrotechnik und Maschinenbau, Design, Restaurierung, Informationswissen¬schaft, Sprachen und Soziale Arbeit bis hin zu Wirtschaftsrecht und Medieninformatik. Neu hinzugekommen sind im Herbst 2009 die Angewandten Naturwissenschaften. Zur Hochschule gehört neben Standorten in Köln-Deutz und in der Kölner Südstadt auch der Campus Gummersbach; im Aufbau ist der Campus Leverkusen. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverbund UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nachden europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte und zertifizierte umweltorientierte Einrichtung.

www.fh-koeln.de


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