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Forschungspreis für Wissenschaftlerteam um Prof. Hans Jürgen Wendel

Wissenschaftler des „Zentrums für Logik, Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte“ der Universität Rostock gehören mit einem Forschungsprojekt zum Thema „Transformation wissenschaftlichen Wissens in den Lebenswissenschaften“ zu den Gewinnern des Forschungswettbewerbs Mecklenburg-Vorpommern.


Im Rahmen des von der Landesregierung ins Leben gerufenen Wettbewerbs zur Förderung von exzellenten und wirtschaftsnahen Forschungsprojekten in Mecklenburg-Vorpommern  zählt auch ein Projekt am „Zentrum für Logik, Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte“ (ZLWWG) zu den Siegern.

Gemeinsam mit Biologen und Informatikern hatte das ZKWWG einen Antrag zum Thema „Transformation wissenschaftlichen Wissens in den Lebenswissenschaften: Morphologie und Neurowissenschaften im Wandel“  eingereicht und werden dafür beim  Innovationskongress der IHK  am 15.06.2011 in Warnemünde vom Ministerpräsidenten, Erwin Sellering,  ausgezeichnet.

Mit diesem interdisziplinären Forschungsvorhaben wollen die beteiligten Wissenschaftler unter der Gesamtleitung von Professor Hans Jürgen Wendel (Foto) und der Koordination von Dr. Olaf Engler (Philosophie) ihre Untersuchungen zu langfristigen Transformationsprozessen in den Lebenswissenschaften fortführen und erweitern, die sie bereits im Rahmen des Exzellenzförderprogrammes des Landes seit 2009 erfolgreich in Gang gesetzt haben. Für die verschiedenen Teilprojekte sind die Professoren Bertram Kienzle (Philosophie), Stefan Richter (Biologie), Lars Schwabe (Informatik) und  Dieter G. Weiß (Biologie) sowie Privatdozent Dr. Sergei A. Kuznetsov (Biologie) federführend beteiligt. Das Projekt wird mit über 300.000,- Euro vom Land gefördert.

Die Thematik betrifft das Verständnis des Wandels von Wissenschaft und deren Erfolg. Seit den Tagen des Philosophen Immanuel Kant, dessen Erkenntnistheorie wesentlich durch seine Bewunderung für Isaak Newton beeinflusst war,  haben sich Philosophen immer wieder mit dem Verständnis des Erfolgs der Erfahrungswissenschaften beschäftigt. Dieses Interesse verstärkte sich nochmals deutlich mit dem Erfolg der Physik, insbesondere seit der Ausarbeitung der Relativitäts- und Quantentheorie von Albert Einstein und Max Planck im Verlauf des letzten Jahrhunderts.  Dabei konzentrierte sich das Interesse am Verständnis des wissenschaftlichen Wandels allerdings immer mehr auf die Physik.

Andere Wissenschaften und deren Besonderheiten gerieten damit aus dem Blickfeld.  Mit Beginn dieses Jahrhunderts zeichnet sich ab, dass die Neuerungen und Erfolge in den Lebens- und Informationswissenschaften, unter dem Einfluss der Evolutionstheorie und den raschen Veränderungen in den Neurowissenschaften, ein ganz neues Bild wissenschaftlicher Forschung  sichtbar machen, das auch neue Methoden der geisteswissenschaftlichen Auseinandersetzung mit diesen erfordert.

Das ZLWWG ist damit eine der erfolgreichsten interdisziplinären wissenschaftlichen Einrichtungen der Universität Rostock, das unter maßgeblicher Beteiligung der Geisteswissenschaften, zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin im November 2006 zur gemeinsamen Forschung von Natur- Geistes- und Technikwissenschaften gegründet wurde.


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