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Fachhochschule Köln fordert Standortentscheidung für das IWZ auf sicherer Grundlage

In der Frage der Modernisierung des Ingenieurwissenschaftlichen Zentrums (IWZ) der Fachhochschule Köln hat die Hochschulleitung an das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) appelliert, eine Grundsatzentscheidung bezüglich des Standorts nur auf der Grundlage belastbarer Ergebnisse vorzunehmen.

Hintergrund ist der Auftrag des MIWF an den Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB NRW), eine stufenweise Sanierung am Standort Deutz inklusive eines Teilneubaus unter Hinzunahme von an das IWZ angrenzenden Flächen zu prüfen. „Wir haben bis heute keine verbindlichen Aussagen oder Beschlüsse der Stadt Köln, ob, wann und zu welchen Bedingungen die Grundstücke, die jetzt noch von den Abfallwirtschaftsbetrieben und der Feuerwache belegt sind, zur Verfügung stehen. Diese Kerngrößen müssen aber bekannt sein, um eine Standortentscheidung seriös treffen zu können“, unterstreicht Prof. Dr. Joachim Metzner, Präsident der Fachhochschule Köln. „Sobald belastbare Ergebnisse zu dieser Variante vorliegen, wird die Hochschule eine Neubewertung der Standortfrage vornehmen“. Bis dahin präferieren die Hochschule und ihre Leitungsgremien einen Neubau in den so genannten Domgärten im Kölner Süden.

Aus Sicht der Hochschule muss ein Teilneubau des Campus Deutz sowohl das Hochhaus als auch die so genannten Hallen umfassen – aus dem bestehenden Gebäudeensemble könnten nur die 2001 fertig gestellte Hochschulbibliothek und der bis 2008 sanierte Altbau erhalten bleiben.

„Teilneubauten in Verbindung mit Sanierungen im Bestand können wir nicht akzeptieren, weil es die Hochschule dauerhaft beschädigen und eine seriöse Ausbildung unmöglich machen würde“, betont der FH-Präsident stellvertretend für die gesamte Hochschulleitung und den Hochschulrat. Dies hat nicht zuletzt die Studie des Generalsplaners RKW ergeben, die die Probleme und Risiken einer Modernisierung im laufenden Betrieb in einer konkreten Vorplanung aufgezeigt hat (siehe auch Pressemitteilung 40/2011). Zudem muss auch für eine Modernisierung am Standort Deutz eine verbindliche Finanzierungszusage für die komplette Umsetzung aus dem Hochschulmodernisierungsprogramm vorliegen.

Die Fachhochschule Köln vertritt den Standpunkt, dass sich ein Gesamtkonzept, das sowohl städtebaulichen und architektonischen als auch funktionalen Anforderungen genügt, nur dann realisieren ließe, wenn die von den Abfallwirtschaftsbetrieben als auch von der Feuerwehr belegten Flächen bis 2015 freigeräumt wären. Der Standortentscheidung müsse auch eine Einschätzung über die Machbarkeit vorausgehen: Fragen zum konkreten Ablauf der baulichen Umsetzung sowie zur Bauzeit, die Auswirkungen auf den Lehr- und Forschungsbetrieb während der Bauphase sollten dabei zumindest grob beantwortet werden können. Die Hochschule hat erneut ihre Bereitschaft angeboten, sich auch kurzfristig an zu erstellenden Machbarkeitsstudien zu beteiligen und erwartet, in den Entscheidungsprozess einbezogen zu werden.

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. 17.500 Studierende werden von rund 420 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des Instituts für Tropentechnologie umfasst rund 70 Studiengänge, jeweils etwa die Hälfte in Ingenieurwissenschaften bzw. Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Neu hinzugekommen sind im Herbst 2009 die Angewandten Naturwissenschaften. Zur Hochschule gehören neben Standorten in Köln-Deutz und in der Kölner Südstadt auch der Campus Gummersbach; im Aufbau ist der Campus Leverkusen. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverbund UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte und zertifizierte umweltorientierte Einrichtung.

Weitere Informationen unter:www.fh-koeln.de


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