Sie befinden sich hier: Start » Ausstellung SEITENWÄNDE im Münchener Stadtmuseum

Ausstellung SEITENWÄNDE im Münchener Stadtmuseum

SEITENWÄNDE ist ein Ausstellungsprojekt der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK Hamburg), bei dem 14 Nachwuchskünstlerinnen und -künstler betreut von Prof. Silke Grossmann und Alexander Rischer in Kooperation mit Dr. Ulrich Pohlmann in der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums ihre fotografischen Arbeiten präsentieren.

Im Vordergrund stehen dabei die unterschiedlichen Erscheinungsformen des Mediums Fotografie – nicht nur im virtuellen, sondern auch im realen Raum – und die Frage, welche Wirkung Bilder bei gleichzeitiger Präsentation im Buch und an der Wand entfalten. In vier aufeinander folgenden Ausstellungen setzten sich die jeweiligen Künstlerinnen und Künstler mit den vielfältigen Zugängen zu fotografischen Bildern und ihren Wechselwirkungen auseinander.

Zu sehen sind neben Fotografien auch Künstlerbücher, die größtenteils im Materialverlag der HFBK produziert wurden. Dieser ermöglicht es Studierenden seit drei Jahrzehnten Künstlerbücher zu fertigen, in denen Autor und Gestalter identisch sind – unter anderem im Rahmen der „edition fotografie“.
SEITENWÄNDE zeigt und kombiniert Künstlerbücher und fotografische Arbeiten, wodurch spannungsreiche Bezugsfelder zwischen Bildern und Buchobjekten, zwischen ihren unterschiedlichen Wahrnehmungs- und Zeitformen entstehen. Die Intimität des Bücherblätterns und die Öffentlichkeit des Ausstellungsbesuchs treten in Dialog und eröffnen vielschichtige, neue Bilderfahrungen.

Karin Jobst – Sabine Keller – Nadine Otto – Hyeyeon Park
30. September – 30. Oktober 2011
Die Künstler der ersten Ausstellung setzen sich mit klassischen fotografischen Stilmitteln auseinander, thematisieren den Aspekt der Bewegung im Raum und die Möglichkeiten der Fotografie zur Erfassung von Oberflächen, Objekten und Personen.

Kurze Vorstellung der Künstler

Karin Jobst

geht in ihrer Arbeit den Verschiebungen nach, die durch die Wechselwirkungen zwischen fotografischem Erfassen und filmischem Sehen entstehen. Ihre großformatigen Bildtableaus spielen mit der Bewegung zwischen Bild und Betrachter. In ihrer Publikation „around heaven and men”, erschienen in der Reihe edition fotografie #16, reflektiert und erweitert Karin Jobst den Portraitbegriff zeitgenössischer Kunst.

Sabine Keller

Mit dem Genre Stillleben sowie mit der modernen Warenwelt setzt sich Sabine Keller in ihrer Arbeit „PP“ auseinander. Transparente Kunststoffverpackungen, wie sie im Supermarkt für frisches Obst und Gemüse verwendet werden, inszeniert sie als fragile Skulpturen. Das eigentliche Ausgangsmaterial wird durch die Mittel der Fotografie visuell aufgelöst und verschlüsselt

Nadine Otto

erforscht mit „Din Bästa tid är nu“ die eigene Bewegung und den persönlichen Zugang zu Orten. In einem einsamen Wald in Südschweden nähert sie sich fotografisch drei benachbarten Häusern, umstreift sie und dringt schließlich in die Innenräume und fremden Lebenswelten der Bewohner vor. Dabei entsteht ein Portrait der abwesenden Menschen anhand ihrer Einrichtungen und Habseligkeiten.

Hyeyeon Park

Unter dem Titel „Transit I II“ erscheint die Arbeit der Koreanerin Hyeyeon Park als #17 in der Reihe edition fotografie. In ihren Aufnahmen bezieht sie die Position und Bewegung des betrachtenden Subjekts mit ein und dynamisiert so den Bildraum. Menschen und Tiere, Orte und Emotionen werden zu ephemeren Erscheinungen; Licht, Schatten und Perspektiven zu essentiellen Mitteln der Gestaltung.

Weitere Informationen: www.hfbk-hamburg.de | www.stadtmuseum-online.de/aktuell/seitenwaende.html