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Amtseinführung des neuen Präsidiums mit 400 Gästen in Lemgo

Lemgo (hs-owl). Herrmann Hesse und die Hochschule OWL gehen seit Montagabend, 23.Mai  eine geradezu symbiotische Verbindung ein. „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, eine Zeile aus Hesses Gedicht „Stufen“ wird Dr. Oliver Herrmann und sein neues Präsidium fortan begleiten.



Der Präsident selbst wie auch Prof. Dr. Robert Vehrkamp (Hochschulrat) lehnten sich vor mehr als 400 Gästen zur Amtseinführung im Audimax bei Hesse an. Damit alles auf den Weg kommt, bekam Dr. Herrmann zudem einen Kompass überreicht. Die Nutzungsmöglichkeiten wolle man seitens des Hochschulrates wohlwollend beobachten.
Und überhaupt: Die Amtseinführung, oft ein Akt, der unter der Last bürokratischer Gewohnheiten sich matt von Minute zu Minute schleppt, glänzte trotz seiner Länge (105 Minuten) durch schnelle Schnitte, ähnlich einem MTV-Videoclip. Erheblichen Anteil daran hatten Prof. Guido Falkemeier (Fachbereich Medienproduktion) und seine Filmemacher, eine kleine studentische Crew, die in den vergangenen Wochen einen schnittigen Kurzfilm über Dr. Herrmann und sein Präsidium gedreht hatten. Im Mittelpunkt stand das Leben eines Hochschulpräsidenten und die Erklärung, wie man denn so einen „dollen Posten“ bekommt.

Mit der Bewerbung fängt alles an, erstmal im Amt, spielen Schlagtechnikverbesserung durch Büro-Golf und ohne Verdeck fahren eine Hauptrolle. Die Ironie des Filmes sorgte für sensationelle Stimmung im weiten Rund des Audimax. Selten zuvor wurde so herzhaft gelacht an diesem Ort. Und der Präsident, dem die Rolle des selbstironischen Machers neue Züge verlieh, freute sich über die gelungene Performance. Zu Recht. Humor kommt bekanntlich etwas kurz im bisweilen staubtrockenen Alltag einer Verwaltungseinheit. Neben allem Spaß und allem Buffet ließ sich mit einer Amtseinführung nicht grundsätzlich mit Cannes konkurrieren. Will heißen: Offizielle Arbeit war ebenfalls zu verrichten. Nach dem musikalischen Auftakt durch Christina Brabetz (sie wurde bereits mit 13 Jahren an der Hochschule für Musik zugelassen) an der Violine und Christian Köhn (Klavier) folgten richtungsweisende und dem Aufbruch verpflichtende Begrüßungsansprachen. Dr .Oliver Herrmann in Ausschnitten: „….als Präsident ist es mein erklärtes Ziel, eine erfolgreiche Berufungspolitik einzuführen…..Mit Blick auf meinen beruflichen Erfahrungshorizont ist mir die Entwicklung des Hochschulgesetzes ein persönliches Anliegen……Ein weiterer wichtiger Aspekt im Bereich Forschung ist die Nachwuchsförderung….. Als Präsident möchte ich die Möglichkeiten für Kooperative Promotionen ausbauen….. Ich möchte die beiden vorhandenen Institute in ihrer Entwicklung unterstützen und vielleicht noch einen weiteren Forschungsschwerpunkt an der Hochschule etablieren…. – oder, um es zusammen zu fassen……: Mein oberstes Ziel ist es, exzellente Lehre als Markenzeichen der Hochschule OWL zu etablieren.“

Einen Wunsch hatte Herrmann denn auch an Svenja Schulze, die NRW-Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung: „Wir wollen gemeinsam das Potenzial mit dem vorhandenen Fraunhofer Institut IOSB-INA nutzen. Voraussetzung ist eine Anschubfinanzierung durch das Land NRW!“ Die Festrede der Ministerin drehte sich danach vor allem um die sehr gute Reputation der Fachhochschulen innerhalb der Wirtschaft. Schulze ließ nicht unerwähnt, dass viele Unternehmen gern Studierende aus den Fachhochschulen einstellen, weil diese einen guten Praxisbezug hätten. Schulze: „Und ich hoffe, dass es Ihnen gelingt, diese Studenten nach dem Studium auch in der Region zu halten.“

Nach der anschließenden Verabschiedung der beiden scheidenden Vize-Präsidenten Prof. Dr. Franz-J. Villmer und Prof.´in Uta Pottgiesser wurden die bereits bekannten neuen Vize-Präsidenten offiziell ernannt. Prof. Dr. Stefan Witte (Lemgo), Prof. Dr. Burkhard Wrenger (Höxter) und Prof`in Claudia Fries (Detmold). Mit Astrid Waldt und Dr. Herrmann bilden sie das neue Präsidium der Hochschule OWL.

Weitere Informationen unter: www.hs-owl.de