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Achtsamer Umgang mit Stress

Stress ist heute ein Alltagsphänomen, dem wir alle im beruflichen oder privaten Leben begegnen. Jeder versucht, ihn auf seine Weise zu bewältigen – mit unterschiedlichem Erfolg. “Eine Möglichkeit der grundlegenden und dauerhaften Meisterung von Stressbelastungen bietet das aus alten philosophischen und religiösen Denktraditionen – etwa der buddhistischen Meditation – stammende Konzept der Achtsamkeit”, erklärt Prof. Dr. Stephan Mühlig, Inhaber der Professur Klinische Psychologie an der Technischen Universität Chemnitz.

Dieses setze an einer Veränderung unserer aktuellen Wahrnehmung und unseres Zeitempfindens sowie ungünstiger Einstellungs- und Bewertungsmuster an. “Mit einer Grundhaltung von Achtsamkeit und Gelassenheit, die mit systematischem Übungen erworben und trainiert werden kann, lassen sich die alltäglichen Belastungen aus einem anderen Blickwinkel betrachten, äußere Stressoren abbauen und nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen erstaunlich positive Effekte a uf die körperliche und psychische Gesundheit erzielen”, versichert Mühlig.

Linda Sipos und Marian Graubner, Masterstudenten im Psychologiestudiengang an der TU Chemnitz, wollen nun im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an der Professur für Klinische Psychologie die Wirkung einer Kurzversion des Achtsamkeitstrainings als Mittel zur Stressbewältigung wissenschaftlich untersuchen und suchen dafür interessierte Teilnehmer. In einem speziell konzipierten Kurs, der im Rahmen der Psychosozialen Beratungsstelle der Universität stattfindet, werden aktuelle wissenschaftliche Forschungsergebnisse angewendet und neue Interventionstechniken zur Stressbewältigung praktisch eingesetzt. Er richtet sich sowohl an Studierende und Mitarbeiter der TU Chemnitz als auch an Interessenten außerhalb der Universität.

“Für unsere wissenschaftliche Studie suchen wir insbesondere Personen, die lernen wollen, mit Stress im Alltag grundlegend anders umzugehen, um so aktuelle Belastung besser meistern und künftigen Belastungssituationen angemessen begegnen zu können”, sagt Mühlig. Dieses Anti-Stress-Training ist ebenso geeignet für Personen, die unter Unruhezuständen, Ängstlichkeit oder Konzentrations- und Schlafstörungen leiden.

Die Studie beinhaltet die wissenschaftliche Untersuchung der Wirksamkeit eines Gruppenkurses, in dem eine grundlegende Haltung von Achtsamkeit und Gelassenheit gegenüber Alltagsanforderungen sowie spezielle Fertigkeiten zum Umgang mit Stress vermitteln werden. Der Kurs ist kostenfrei und umfasst sechs Einheiten zu je 90 Minuten, inklusive Zusatzmaterial zur Stressbewältigung sowie bei Bedarf ein individuelles Vor- und Nachgespräch mit den Kursleitern. Im Rahmen der wissenschaftlichen Untersuchung werden die Teilnehmer zudem gebeten, Fragebögen auszufüllen.

Die psychologische Studie beginnt voraussichtlich Ende Oktober 2011. Die sechs Kurseinheiten finden in den Abendstunden statt, damit Berufstätige daran teilnehmen können. Interessenten können sich per E-Mail melden unter oder telefonisch im Sekretariat der Professur Klinische Psychologie und der Psychosozialen Beratungsstelle unter Telefon 0371 531-37546.