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Vier Methoden für frische Ideen und neue Kreativität im Job

In vielen Berufen benötigen wir kreative Ideen, um erfolgreich zu sein. Altbekannt ist dabei die Methode des Brainstormings. Manchmal führt diese Technik aber einfach zu keinem Ergebnis. Es gibt jedoch noch weitere Wege, um auf neue Ideen zu kommen und die Kreativität wieder anzukurbeln.

Was stört Kreativität?

In Firmen liegt mangelnde Kreativität oft daran, dass manche Mitarbeiter durch die Anwesenheit des Chefs gehemmt sind und nur Aussagen treffen, die ihm gefallen. Manche Kreative benötigen Abgeschiedenheit oder kommen nur unter bestimmten Bedingungen auf Ideen. Ein berühmtes Beispiel ist Friedrich Schiller, der mit faulenden Äpfeln in der Schublade alleine in der Kammer geschrieben haben soll. In frisch zusammengewürfelten Gruppen fehlt außerdem die Vertrautheit der Anwesenden, sich zu öffnen und so gemeinsam zu einem Ergebnis zu kommen. Um die Kreativität neu in Gang zu bringen, können diese Methoden helfen.

Entspannung: Die Loslass-Übung

Vorgeschriebene Lockerheit und Harmonie bei Firmen-Meetings, bei denen keiner beim Chef anecken will, sind der Kreativität meist nicht dienlich. Es ist wichtig, auch selbst auf Ideen zu kommen. Dies gelingt manchen Menschen besser alleine und den meisten von uns, wenn sie entspannt sind. Ein interessanter Weg, um sich von den eigenen Sorgen und dem Berufsalltag frei zu machen, ist innere Ruhe. Diese können Berufstätige beispielsweise durch autogenes Training oder Yoga erlangen. Das ist auch zuhause oder im Büro möglich.

Ein von vielen möglichen Übungen ist auf einem Stuhl durchführbar. Man legt die Hände auf die Oberschenkel. Dann spannt man die Beine an und hält die Spannung. In der Folge spannt man zusätzlich das Becken, die Brust, die Schultern, den Hals und den Kiefer an. Man kann bis 10 zählen oder einfach eine Weile lang gleichmäßig atmen. Danach lässt man alle Muskeln locker. Gerade im Büro ist dies leicht zu verwirklichen und kann möglicherweise neuen Ideen Raum geben. Im Bereich autogenes Training oder Yoga gibt es noch viele weitere einfache Übungen, die uns Menschen helfen, Ruhe zu finden, abzuschalten und dadurch Ideen zu entwickeln.

Kritzeln und Herummalen

Wer erinnert sich nicht zurück an die Zeiten als Schüler, in denen man die Heftränder oder sogar die Schulbänke mit auf den ersten Blick sinnlosen Blumen, Gesichtern oder Worten vollgekritzelt hat? Es gibt verschiedene Ausrichtungen der Wahrnehmung bei Menschen. Manchen hilft es, mit anderen oder sogar mit sich selbst zu reden, wie etwa beim traditionellen Brainstorming. Doch manche wollen auch einfach im Stillen ihre Ideen mit einem Stift und einem weißen Blatt grafisch entwickeln. Man bezeichnet sie als visuelle Menschen.

Manche visuelle Typen wollen diesen Weg der Ideenfindung für sich ausprobieren, haben jedoch genau vor dem weißen Blatt ein wenig Angst. Um diesen Menschen die Distanz zu nehmen und ihre Ideen anzukurbeln, gibt es spezielle, die Kreativität fördernde Notizbücher wie das Swop Book von brandbook. Dieses lädt zum Kritzeln ein und hat keine einengenden Einteilungen wie Kalender, sondern Bilder und Grafiken, an die man bei der Ideensuche anknüpfen kann.

„Sich frei laufen“

Selbstständige, Freiberufler oder Künstler verschiedener Ausrichtung benötigen zuweilen ein wenig Distanz zu ihrem Atelier, ihrer Praxis, ihrem Heimarbeitsplatz oder ihrem Firmengebäude. Sie wollen den Kopf frei bekommen, denn besteht beispielsweise ein hartnäckiges Problem, das durch noch so langes Brüten in den Räumlichkeiten nicht gelöst werden konnte. Ein Autor kommt etwa an einer Stelle seines Buches nicht weiter, da eine Denkblockade entstanden ist.

Hier hilft es, sich „frei zu laufen“. Wer in einem Home Office arbeitet, sollte mindestens eine halbe Stunde Jogging einlegen. Auch in Städten können Kreative in einer ruhigen Gegend einige Runden um den Block laufen. Durch die frische Luft gelangt Sauerstoff in den Körper. Der Kreislauf wird angekurbelt und der Mensch fühlt sich danach entspannter und ausgeglichener. Am besten ist es, beim Freilaufen möglichst wenigen Menschen zu begegnen und mit sich selbst und seiner Idee ganz alleine zu sein.

Thomas Edisons Methode

Erfinder wie Thomas Edison, jedoch auch der Schriftsteller Franz Kafka schöpften ihre Einfälle aus dem Zustand zwischen Wachen und Schlafen. Kafka schrieb nachts, ging früh zur Arbeit und fand die Ideen nachmittags beim Dösen auf dem Kanapee, was sich in seinen Werken deutlich zeigt.

Edison hat dazu eine griffige Methode entwickelt. Wurde er müde, setzte er sich auf einen Stuhl. Links und rechts daneben stellte er zwei Tortenplatten (zum Beispiel aus Blech). Er nahm in jede Hand eine Kugel. Sobald er einnickte, fiel eine der Kugeln auf die Tortenplatte darunter. Edison erwachte vom Geräusch. Die Ideen, die er im entspannten Halbschlaf hatte, notierte er augenblicklich mit einem bereit gelegten Stift auf ebenfalls hergerichtete Notizblätter.

Mit diesen ungewöhnlichen Methoden oder einer neue Perspektive lassen sich also häufig frische Ideen erschließen, die das herkömmliche Brainstorming nicht zu Tage gefördert hätte.


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