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Sprachen lernen mit Suggestopädie und Superlearning

Verschiedene Flaggen

Im entspannten Zustand lernt es sich leichter und schneller. Das Gehirn ist aufnahmefähiger und speichert das Gelernte besser als in stressigen Situationen. Genau auf diesen Erkenntnissen basiert Suggestopädie, auch Superlearning genannt.

Wer hat Suggestopädie entwickelt?

Prof. Georgi Losanow war ein bulgarischer Pädagoge und Psychologe, der sich in den 60er Jahren mit der Theorie der Suggestopädie beschäftigte. Ursprünglich ging es ihm darum, den Lernprozess im Allgemeinen zu verbessern und vor allem zu beschleunigen. Die Methode wurde in den USA und Europa weiterentwickelt und vor allem beim Intensiv-Sprachentraining für Führungskräfte erfolgreich eingesetzt.

Der Lernprozess ist am effektivsten und angenehmsten, wenn er auch das Unterbewusstsein sowie nonverbale und emotionale Bereiche im Gehirn aktiviert. Aufgrund dieser Erkenntnisse entwickelte Losanow 3 grundlegende Prinzipien, die der Sprachunterricht folgendermaßen anwendet:

Gezielte Aktivierung des Bewusstseins und des Unterbewussten: Sogenannte Lernkonzerte wirken entspannend und vermitteln den Lernstoff in 2 Phasen. In der 1. aktiven Phase verfolgt der Lernende den Stoff im Lehrbuch und liest ihn leise mit. Im 2. passiven Teil festigt er das erlernte Wissen, zum Beispiel durch Imaginationsübungen.

Aktivierungsphase: Im letzten Teil wendet der Lernende die Sprache praktisch an und festigt sie. Kommunikative und praxisbezogene Übungen trainieren das neu erlernte Wissen. Würde man auf die Aktivierungsphase verzichten, bliebe der Lernstoff passiv.

Die Vorteile des suggestopädischen Lernens

Durch das konsequent gehirngerechte Lernen bleibt die Aufnahmefähigkeit länger auf hohem Niveau, sodass eine höhere Anzahl an Unterrichtsstunden möglich ist. Die für den Sprachkurs zur Verfügung stehende Zeit kann so besser genutzt werden. Infolgedessen lässt der Unterricht generell ein höheres Ergebnis erwarten als ein konventionelles Training. Außerdem verankert das suggestopädische Lernen die Sprache tiefer. Sie lässt sich dadurch meist auch spontaner anwenden.

Viele Sprachkursteilnehmer verlassen das Sprachentraining entspannter als sie es begonnen haben und kehren leistungsfähiger in ihren Arbeitsalltag zurück.

Suggestopädische Sprachkurse im Ausland

Ideal ist es, wenn die Sprachkurse dort stattfinden, wo die Sprache auch tatsächlich gesprochen wird.

Dies ermöglicht das vollständige Eintauchen in die Sprache und die Ausbildung eines Sprachgefühls. Dadurch wenden Sprachreisende das Erlernte noch sicherer an. Sprachreisen für Erwachsene, die mit der suggestopädischen Methode arbeiten, gibt es an verschiedenen Standorten und als unterschiedliche Kursmodelle.

Weitere Informationen über suggestopädische Sprachreisen gibt es auch unter Martin Peters Sprachentraining


Mehr zu diesem Thema bei http://www.superlearning.de/

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