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Mit dem richtigen Outfit die Karriere pushen

Mit der richtigen Kleidung die Karriere pushen

Der optische Außenauftritt entspricht einem visuellen Smalltalk. Er ist Teil eines sozialen Spiels, bei dem – ob bewusst oder unbewusst – Kompetenz, Sympathie, Glaubwürdigkeit, Zuverlässigkeit, Vertrauen und auch Macht abgefragt werden. Ulrike Mayer erklärt, mit welcher Kleidung Sie im Job erfolgreich sein können.

„Wie Du kommst gegangen, so Du wirst empfangen!“. Schon Goethe wusste um die Macht und Kraft des ersten Eindrucks. Wie sich ein Mensch kleidet, sagt sehr viel über seine Persönlichkeit, seine Werte und seine Umgangsformen aus. Stil und Klasse sind erlernbar. Wer sich frühzeitig einen guten, authentischen Stil aneignet und den Grundwortschatz der Kleidung beherrscht, strahlt Sicherheit und Kompetenz aus. Wer sich in Sachen Kleidung dezent inszeniert und die nonverbale Sprache der Kleidung beherrscht, kann alle Register ziehen, um nach Außen die gewünschten Signale zu setzen.

Der erste Eindruck

In einem äußerst kurzen Zeitraum – heute geht man von Millisekunden aus – treffen wir die Entscheidung, ob wir unser Gegenüber als sympathisch, kompetent und selbstbewusst einschätzen oder ob wir gar zu einem gegenteiligen Ergebnis kommen. Kleidung spielt dabei – neben Mimik, Gestik, Stimmmodulation und selbstverständlich Inhalten – eine sehr große Rolle.

Ob beim Vorstellungsgespräch, bei der Präsentation, in der Teambesprechung oder im Neukundengespräch: wir transportieren über unsere Kleidung nonverbale Botschaften in unsere Umgebung. Solche Botschaften können beispielsweise lauten: stimmig oder unstimmig, nachlässig oder zuverlässig, kreativ oder langweilig. Durch einen professionellen und kompetenten Auftritt in Sachen Kleidung erschließen wir uns grundsätzliche Möglichkeiten, um langfristig erfolgreich zu sein. Denn die Botschaft der Kleidung ist mit der Wirkung gekoppelt: Es geht darum, dass wir einen stimmigen Eindruck hinterlassen, als Person wahrgenommen werden und präsent wirken. Es geht schlichtweg um unseren persönlichen Sympathiefaktor!

Selbst wenn es nur um einen temporären Nebenjob als Messehost/ess geht, sollte das Outfit für Fotos oder Castings mit Bedacht ausgewählt werden. Schließlich winken erfolgreichen Hosts und Hostessen oftmals Quereinstiegsmöglichkeiten in hochdotierte Positionen durch die jeweiligen Aussteller.

Nonverbale Botschaften der Kleidung

Für die Symbolsprache der Kleidung gibt es klare, unbewusste Zuordnungen. So wie ein Funkturm Signale aussendet, so sendet die Kleidung, die wir tragen, mit allen Details ebenfalls Signale aus. Diese „Geheimsprache“ wird auf der unbewussten Ebene wahrgenommen, verarbeitet und zugeordnet. Die Farbe ist der stärkste Kommunikator unter den Symbolen, denn Farben sprechen den Verstand und die Emotionen an. Aber auch die Formen, die unsere Kleidung ausmachen, tragen Botschaften nach außen. Runde Formen werden grundsätzlich als weich und harmonisch wahrgenommen, eckige Formen dagegen meist als hart und kantig. Über diese psychologischen Erkenntnisse lassen sich interessante Schlüsse ziehen. So werden ein V-Ausschnitt, ein spitziges Revers oder eckige Manschetten „kantiger“ wahrgenommen. Rundhalsausschnitte, runde Kragen- und Manschettenformen wirken dagegen „weicher und femininer“. Kleidung, die zu groß, zu weit oder zu lang ist, wird als nachlässig und schlampig wahrgenommen. Kleidung, die zu eng, zu kurz und zu klein ist, erweckt den Anschein, dass der Träger aus der Kleidung herausgewachsen ist

Die wichtigste Frage

Die wichtigste Frage morgens vor dem Kleiderschrank lautet: „Wo gehe ich hin? Wen treffe ich? Was will ich erreichen“? Die berufliche Garderobe muss die wichtigsten Variationen abdecken, um nonverbal die Themen Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Neutralität, Macht, Dynamik, Dominanz oder Autorität auszusenden. Die Kunst in der Kleidungswahl liegt darin, nicht steif, verstaubt und modisch, sondern vertrauensvoll, ernst und professionell zu wirken. Eine alte Schneiderweisheit besagt, dass Stil und Klasse in der Garderobe nur über Qualität und Passform zu haben sind. Denn nichts wirkt unprofessioneller als Geschäftskleidung, die den eigenen Körperproportionen nicht entspricht und Problemzonen, statt Schokoladenseiten betont. Nichts wirkt in Sachen Kleidung inkompetenter, als Muster und Farben, die in die Freizeit gehören. Den feinen und schmalen Grad einer perfekten Passform zu kennen und die richtige Qualität zu wählen, macht den Unterschied.
Wie sagte schon Albert Einstein: „Vorurteile sind schwerer zu knacken, als Atomkerne“!

Kompetenzfarben im Business

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Farben treffen immer eine Aussage! Professionalität, Seriosität und Kompetenz im Businessalltag zu zeigen bedeutet, sich für gewisse Farben zu entscheiden und andere Farben komplett wegzulassen. Geht es um die Wirkung von Neutralität, sind Grauabstufungen eine gute Wahl. Ein grauer Anzug oder ein graues Kostüm signalisiert außerdem, dass der Träger oder die Trägerin nicht viel von sich preisgeben will und sich dezent im Hintergrund hält. Blauvarianten strahlen höchste Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Autorität aus.  Blaue Geschäftskleidung wirkt jedoch – wenn die Passform nicht stimmt, die Stoffe billig sind und die Hemden  oder Blusen nicht passen – sehr schnell langweilig und unkreativ. Schwarz ist im Dreiklang mit rot und weiss auch auf politischer Ebene als die Farbe der Macht, der Dominanz und der absoluten Präsenz bekannt.  Wenn Entscheidungen anstehen oder ein wichtiger Auftrag winkt,  dann ist schwarz eine sehr gute Wahl. Braun hat als letzte Farbe Zutritt zur Familie der Businessfarben bekommen und wirkt grundsätzlich offen und zugänglich, aber auch lässiger. Die Farbe Braun spielt nach wie vor bei offiziellen, formellen Anlässen und wichtigen Geschäftsterminen nur die vierte Geige.

Bei der Wahl der Accessoires ist bei den Damen und Herren gute Beratung essentiell. Die richtigen Rot- und Blautöne bilden das Fundament der Garderobe und stehen für Macht (rot) und Vertrauen (blau). Grün, gelb und orange sind Farben, die im Business keinen festen Platz haben und  schnell unprofessionell wirken können. Orange gehört zu den unbeliebtesten Farben, gelb gilt im Allgemeinen als „nicht ernsthaft“ genug. Violett signalisiert „Kreativität“, steht aber den wenigsten.

Die Kunst liegt darin, nicht steif, verstaubt und modisch, sondern vertrauensvoll, ernst und professionell zu wirken. Grundsätzlich gilt: Weniger ist mehr. Farbe lenkt ab und kann sehr anstrengend wirken. Die eigenen, richtigen und stimmigen Nuancen innerhalb der Farbpalette zu kennen bringt Ausstrahlung und Präsenz und ist die wichtigste Grundlage für eine kompetente Basisgarderobe.

Grundregeln beim Kauf der Kleidung

Der Kauf der Kleidung und der Aufbau der Basisgarderobe sollte einigen Prinzipien unterliegen. Entscheidend ist, dass Frau und Mann weiß, was gut wirkt und welche Kleidung der eigenen Persönlichkeit einen würdigen Rahmen gibt. Eine perfekte Passform, gute Qualitäten und ein gutes Auge für die eigenen Proportionen sind die Grundvoraussetzung für Stil und Klasse in der Garderobe. Die Basisgarderobe sollte grundsätzlich geprägt sein von dezenter Klassik und einem schlichten, feinen und stimmigen Stil.

Für den Mann gilt: Die Grundgarderobe im Business besteht aus Anzug, Hemd und Krawatte, kombiniert mit feinen Schuhen und Accessoires. Eine Faustregel besagt, dass der Mann zu jedem Anzug mindestens 4-5 Hemden zur Auswahl besitzen sollte.

Die Damen sind ebenfalls gut beraten, Stil und Klasse in der Garderobe durch gute Passformen zu unterstreichen. Durch Schals, Tücher, Schmuck, runde Ausschnittsformen und farbige Akzente kann die Dame eine feminine Ausstrahlung in der sonst doch männlich geprägten Businesswelt erzielen.

Noch ein Wort zum Schuh:

Eleganz beginnt beim Schuh! Ein unpassender und billiger Schuh kann das teuerste und wirkungsvollste Outfit ruinieren.

Ein altes Sprichwort besagt: „Zeige mir Deine Schuhe und ich sage Dir, wer Du bist“, ein Psychologe rät: “Nutzen Sie die Kraft der Schuhe“!

Schuhe haben im wahrsten Sinne des Wortes mit der Fortbewegung zu tun und sagen viel darüber aus, wie sich ein Mensch durchs Leben bewegt. Schuhe sind die Visitenkarte eines Menschen, an ihnen lassen sich durchaus Charakter, Wesen und Ordnungssinn erkennen. In der Schuhpsychologie stehen schöne, gepflegte Schuhe für Erfolg, abgetragene für Misserfolg. Der Schuh an sich zeigt, wie sich ein Mensch durch das Leben bewegt, ob auf „leisen Sohlen“ oder als „Treter“, ob er „mit der Zeit geht“ oder ob er stehen geblieben ist.

Mehr als jedes sonstige Teil bestimmen Schuhe den Formalitätsgrad der Kleidung. Schuhe sollten mit der Kleidung in Farbe, Struktur und Form harmonieren. Für Herren stellen der schwarze Budapester und Oxforder den elegantesten Business-Schuh dar. Eine Regel besagt, dass solche Schuhe niemals heller sein dürfen, als der Anzug. Für Damen stellen der klassische Pumps und der flache Loafer, der Ballerina und der gepflegte Schnürer die Grundausstattung der Schuhgarderobe.


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