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Karriereratgeber für Fortgeschrittene: Wie erfahrene Führungskräfte mehr erreichen

Ist die Chefetage erst einmal erreicht, vernachlässigen viele Führungskräfte ihre persönliche Entwicklung. Eine bildungstechnische Verschnaufpause ist neben täglichen Herausforderungen zwar legitim, dauerhaft ausruhen darf sich aber niemand auf seinem Kenntnisstand. Heute ist Weiterbildung wichtiger denn je. Mit der richtigen Einstellung bleiben Führungspersönlichkeiten auch in Zukunft auf der Erfolgsspur.

Strategische Weiterbildung: Auf dem Weg zur besseren Führungskraft

Eine leitende Position einzunehmen, ist noch lange keine Garantie für dauerhaften Erfolg. Wer wirklich etwas zum Positiven verändern und einem Unternehmen gegenüber Mitbewerbern echte Vorteile verschaffen will, braucht wesentlich mehr als gute Kontakte und die allgemein als unverzichtbar geltenden Soft Skills. Das Ziel sollte darin bestehen, eine bessere Führungskraft abzugeben, als es in vielen Betrieben üblich ist. Effiziente Führung, konsequente Steigerung der Managementfähigkeiten und branchenspezifisches Know-how für die hohen Ansprüche der internationalen Geschäftswelt können wichtige Türen öffnen und dazu beitragen, dass Unternehmen ihren Mitbewerbern stets einen Schritt voraus sind.

Besonders aufgrund der Tatsache, dass eine globale Ausrichtung zunehmend an Bedeutung gewinnt, dürfen es erfahrene Führungskräfte keineswegs verpassen, in ihre Weiterbildung zu investieren. Gefordert sind exklusive Förderprogramme, die den Weg weit über die übliche Karriereleiter hinaus ebnen. Im Rahmen des Global Executive MBA Programms, wie beispielsweise dem des Lorange Institute of Business Zurich, können erfolgreiche Unternehmer und Führungskräfte ihre analytischen Fähigkeiten sowie Führungsqualitäten in Hinblick auf die global orientierte Marktdynamik ausbauen.

Während des 20-monatigen Teilzeit-Studiums lernen Teilnehmer in englischer Unterrichtssprache, was für die erfolgreiche Integration in die Weltwirtschaft entscheidend ist, welche Chancen sich hinsichtlich der Geschäftsmöglichkeiten mit Asien, Afrika und Europa ergeben und wie sich selbst große Herausforderungen mit einem cleveren Führungsstil meistern lassen. Für ein derartig anspruchsvolles Studium sind nicht nur gute Englischkenntnisse notwendig, sondern auch sieben Jahre Erfahrung in Führungspositionen. Die potenziellen Kandidaten werden sorgfältig ausgewählt.

Das hier genannte Studium für Fortgeschrittene ist aber längst nicht die einzige Lösung, um das Potenzial der eigenen Fähigkeiten voll auszuschöpfen und weitestgehend auszudehnen. Es gibt weitere Bildungsmöglichkeiten mit verschiedenen Schwerpunkten. Um das passende Programm zu finden, sollten sich Berufserfahrene nicht nur an der Branche orientieren, sondern auch an den zu vermittelnden Kernkompetenzen sowie der Bildungseinrichtung.

Wer zu den Top-Führungskräften gehören will, sollte auch nur von den Besten lernen. Online gibt es einige informative Portale, die speziell für Führungskräfte passende Förderprogramme an unterschiedlichen Universitäten vorstellen. Ein entscheidender Faktor zur Auswahl der Bildungsprogramme ist, dass die Inhalte zum angestrebten Karriereweg passen müssen. Strategische Weiterbildung muss in erster Linie zur Karriereplanung und den individuellen unternehmerischen Zielen passen.

Fähigkeiten unter Beweis stellen

Um bei Karrieregesprächen zu punkten, egal ob es um die Übernahme des Chefpostens in einem innovativen Unternehmen oder die Beförderung in die Managerebene geht, sollten in erster Linie die Qualitäten als Führungspersönlichkeit in den Fokus gerückt werden. Hierbei sollte es nicht darum gehen, positiv geprägte Projekte in den Vordergrund zu stellen. Diese können diverse Führungskräfte vorweisen. Das größte Potenzial beweisen diejenigen, die in der Lage sind, erfolgsorientierte Strategien langfristig zu etablieren und damit Betrieben zu einer größtmöglichen Entwicklung zu verhelfen. Die Wettbewerbsfähigkeit im globalen Markt gilt heute als Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft. Nur wer in der Lage ist, auf Visionen nachvollziehbare Taten folgen zu lassen, wird sich durchsetzen.

Networking ja, aber souverän

Ein professionelles und gut aufgestelltes Netzwerk ist nicht nur zu Karrierebeginn wichtig. Auch langjährige Führungskräfte sollten ihre Kontakte pflegen. Schließlich weiß man nie, für was man diese künftig benötigen wird. Ein selektives Netzwerk bestehend aus Geschäftspartnern, Wirtschaftsprüfern, Verbänden, Unternehmensberatern und Anwälten kann in Krisenzeiten Gold wert sein. Allerdings sollten sich Führungskräfte auch nicht übermäßig mit Networking aufhalten. Wird zu viel der wertvollen Zeit in die Karriereplanung via Netzwerken investiert, fehlt diese Zeit an wesentlich wichtigerer Stelle: Der aktiven Tätigkeit als Führungskraft.

Das Manager-Portal Business-Netz der WebMedia4Business GmbH hat bereits 2012 von einer Studie des Marktforschungsunternehmen IPSOS Mori unter mehr als 3.200 Fach- und Führungskräften berichtet, die ergab, dass deutsche Teilnehmer „tendenziell zu viel Zeit für ihre Karriereplanung“ aufwenden. „Weniger als neun Minuten Netzwerken täglich seien in den meisten Berufen erforderlich, um sich fortzubilden, Wissen einzusetzen, ein Netzwerk aufzubauen und dadurch das berufliche Fortkommen voranzutreiben“, so das Fazit des Netzwerks LinkedIn, das die Studie in Auftrag gegeben hat.

Chancen erkennen: Der Blick über den Tellerrand

Wer mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte als Führungskraft tätig war, verliert oft den Blick für die persönliche Entwicklung. Es stellt sich eine regelrechte Karriereblindheit ein, welche den Blick auf neue Chancen versperrt. Möglicherweise wäre der Wechsel des Betriebs ein sinnvoller Schritt, um die Fähigkeiten effizienter einzusetzen. In einigen Betrieben sind die Bahnen leider festgefahren und selbst das Engagement einer zielorientierten Führungspersönlichkeit kann nicht immer das bewegen, was im Idealfall wünschenswert wäre. Lässt es die Chefetage nicht zu, sich als Führungskraft weiterzuentwickeln und werden neue Ideen nicht gehört, kann es für das persönliche Vorankommen empfehlenswert sein, die Zelte dort abzubrechen.

Führungskräfte sollten sich öfter eine Auszeit gönnen und das bisher Erreichte Revue passieren lassen. Fragen nach der aktuellen Zufriedenheit in Hinblick auf die derzeitige Position sollten bewusst gestellt und beantwortet werden. Stellt sich heraus, dass die Karriere vom aktuellen Arbeitgeber gebremst wird, sind Veränderungen ein Muss. Die Offenheit gegenüber neuen Wegen bringt meist mehr, als das zwanghafte Festhalten an der bisherigen Position.


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